BMW baut im Stammwerk schon bald keine Verbrennungsmotoren mehr

Christian Kahle, 25.10.2021 13:50 Uhr 3 Kommentare
Der Automobilkonzern BMW hat jetzt ein konkretes Datum festgelegt, ab dem im Stammwerk des Unternehmens keine Verbrennungsmotoren mehr gebaut werden. Im Jahr 2024 ist in München Schluss mit der auslaufenden Technik. Das teilte der Chef der Produktion, Milan Nedeljkovic, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit. Anlass war der Start der Fertigung des neuen elektrischen Modells BMW i4. Bereits im Jahr 2023 soll die Hälfte der Fahrzeuge, die in München vom Band laufen, zur Elektro-Klasse gehören und entweder komplett batterieelektrisch fahren oder als Plugin-Hybrid arbeiten.

Die Umstellung bis 2024 ist allerdings teils eher symbolischer Natur. Denn BMW wird weiterhin Verbrennungsmotoren bauen, allerdings in seinen Werken in Österreich und Großbritannien. Diese werden dann teils auch noch im Stammwerk in Fahrzeuge eingebaut. Trotzdem weist die Ausrichtung des Herzens der BMW-Produktion somit dann klar in Richtung Elektromobilität.

Umfangreicher Umbau

Das ist auch wenig verwunderlich, denn in den meisten wichtigen Märkten werden entweder ab 2030 oder 2035 ohnehin keine neuen Verbrenner mehr zugelassen. Der Konzern geht entsprechend davon aus, dass man im Jahr 2030 weltweit mindestens die Hälfte aller Fahrzeuge aus dem Elektrosegment heraus verkaufen wird. Dem entsprechend werden auch die Investitionen eingesetzt. Darüber hinaus will der BMW-Vorstand in München auch in anderen Bereichen Vorbildfunktion entwickeln und die Produktion zunehmend emissionsfrei hinbekommen.

In München betreibt BMW zukünftig eine hybride Fertigungs-Linie, mit der Fahrzeuge mit allen Antriebssträngen gebaut werden können. Und auch Dingolfing wird entsprechend umgerüstet. Allerdings spielt die Umstellung der Produktion nur eine Nebenrolle im Alltag des Managements. Erst einmal muss man dafür sorgen, dass die Fertigung überhaupt funktioniert, was angesichts der Chip-Engpässe keine allzu leichte Aufgabe ist.

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