Apple Car: Gespräche über Akkus scheitern an Forderungen von Apple

Nadine Juliana Dressler am 24.10.2021 12:01 Uhr
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Dass Apple einen hohen Anspruch bei der Qualität an seine Partner weitergibt, ist nichts Neues. Nun besagt ein Bericht, dass die Vertragsbedingungen, die Apple vorgibt, dazu führten, dass die Verhandlungen für die Akku-Produktion für das Apple Car bisher gescheitert sind.

Ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters verweist dabei auf Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind. Demnach ist Apples Versuch gescheitert, zwei Batteriehersteller mit dem Bau von Anlagen zu beauftragen, die ausschließlich für das Apple Car bestimmt sind. Apple besteht auf die Exklusivität, also dass ein Werk ausschließlich Akkus für ein Apple-Auto und nicht für andere Marken herstellt. Berichten zufolge haben zwei von drei potenziellen Apple Car-Zulieferfirmen Schwierigkeiten, Apples Produktionsanforderungen zu erfüllen. Die Auftragsfertiger, mit denen der iPhone-Riese bislang über die Produktion verhandelt hat, sollen aber dazu nicht bereit sein, beziehungsweise selbst zu hohe Gegenforderungen gehabt haben.

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Unternehmen wollen sich nicht auf Exklusivität einlassen

Es heißt, das Hauptproblem liegt in der Herstellung fortschrittlicher Lithium-Ionen-Phosphat-Batterien (LFP) in den Vereinigten Staaten für Apple und in dem Aufwand, der für eine Exklusivität erforderlich wäre.

Die von Reuters genannten Zulieferer sind BYD und CATL. CATL ist der weltweit größte Hersteller von Batterien für Elektrofahrzeuge. CATL ist ein chinesisches Unternehmen, was die Sache aufgrund der politischen Probleme zwischen den USA und China nun verkompliziert hat. CATL habe dabei schon versucht, für das Apple-Projekt geeignete Mitarbeiter in den USA zu finden, sei aber schon daran gescheitert. Ein Vertreter von CATL bestätigte gegenüber Reuters, dass das Unternehmen "die Gelegenheit und die Möglichkeit einer Produktionslokalisierung in Nordamerika prüft". Details dazu wollte man jedoch nicht veröffentlichen.

BYD hingegen verfügt bereits über ein Werk in den USA und scheint damit die bessere Wahl für Apple zu sein. Das Unternehmen soll jedoch gesagt haben, dass es kein Werk exklusiv nur für das Apple Car betreiben würde. Der Bericht von Reuters behauptet, dass die Absagen von BYD und CATL schon in den vergangenen zwei Monaten kamen. Seither seien die weiteren Verhandlungen ins Stocken geraten und Apple hätte einen dritten Partner an Bord geholt.

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