Neues optionales Update für Windows 10 fixt Druck- und BitLocker-Bugs

Nadine Juliana Dressler am 20.10.2021 12:51 Uhr
Microsoft hat für Windows 10 ein nicht-si­cher­heits­relevantes Update nachgelegt. Es handelt sich um die Vorschau für den November-Patch-Day. Enthalten sind wichtige Fehlerbehebungen, unter anderem in Verbindung mit BitLocker, beim Drucken und im Suchindex.

Das neue, als optional gekennzeichnete Update startet für Nutzer der Windows 10 Version 1809 sowie für die neuere Version 21H1 - da allerdings im Release Preview Channel. Dieses Update behebt eine Reihe von Problemen, die nach dem Patch-Day aufgetreten waren und teilweise auch schon länger bekannt sind. Es handelt sich um nicht-sicherheitsrelevante Aktualisierungen. Die Previews beziehungsweise optionalen Updates entsprechen den früher als C-Updates herausgegebenen Vorab-Versionen von Windows. Die darin enthalten Bugfixes werden - wenn nichts dazwischenkommt - zum Patch-Day im November dann automatisch an alle Nutzer verteilt. Microsoft hatte allerdings schon angekündigt, den Drucker-Bug noch im Oktober zu beheben, dann könnte das nächste Update schon vor dem Patch-Day starten.

Wer von den Fehlerbehebungen schon jetzt profitieren würde und das nun gern möchte, kann das Update bereits beziehen. Es wird als optionales Update über die Windows Update-Funktion mit angeboten. Man muss es selbst über "Optionale Updates" suchen, damit es geladen und installiert wird. Für Windows 10 Version 21H1 steht das Update für registrierte Windows Insider im Release Preview Channel bereit.

Viele Änderungen in der Vorschau

Microsoft startet die Verteilung allerdings nicht wie bei den sicherheitsrelevanten Updates auf einen Schlag. Das Update wird unter der KB-Nummer 5006744 geführt. Informationen dazu findet man wie gewohnt in der Knowledge Base. Das Windows-Team testet mit diesem Update verschiedene Bugfixes und Verbesserungen. Wir haben die Liste der wichtigsten Fehlerbehebungen und Änderungen für euch übersetzt:

Verbesserungen und Korrekturen

Fügt verschiedene nicht sicherheitsrelevante Verbesserungen hinzu. Dieses nicht sicherheitsrelevante Update enthält Qualitätsverbesserungen. Die wichtigsten Änderungen umfassen:

  • Behebt ein Problem mit PropertyGet in JScript9.dll.
  • Behebt ein Problem mit Assigned Access-Kiosks, die mit Microsoft Edge als Kioskanwendung konfiguriert sind. Diese Kioske können manchmal Microsoft Edge nicht neu starten, wenn Benutzer das Browserfenster schließen.
  • Behebt ein Problem, bei dem die Verwendung von App-V gelegentlich dazu führt, dass bei der Anmeldung auf der Anmeldeseite schwarze Bildschirme angezeigt werden.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass Windows nach einem Wartungsupdate in die BitLocker-Wiederherstellung wechselt.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass searchindexer.exe nach der Abmeldung Handles für die Suchdatenbank pro Benutzer im folgenden Pfad behält: "C:\Benutzer\Benutzername\AppData\Roaming\Microsoft\Search\Data\Applications\\" Dies führt dazu, dass searchindexer.exe nicht mehr funktioniert und doppelte Profilnamen erstellt werden.
  • Behebt ein Problem, das dazu führt, dass das Modul DnsPsProvider.dll innerhalb eines WmiPrvSE.exe-Prozesses Speicherverluste verursacht.
  • Behebt ein Problem, das verhindert, dass Benutzer von Windows 10 Virtual Private Network (VPN) eine Verbindung zu Windows Server 2019 Routing and Remote Access Service (RRAS)-Servern herstellen können.
  • Behebt ein Problem, das verhindert, dass virtuelle Maschinen mit Software-Defined Networking (SDN) funktionieren, wenn Sie die Generic Routing Encapsulation (GRE)-VPN-Bandbreitenbegrenzung konfigurieren.
  • Behebt ein Problem in Code Integrity, das ein Speicherleck verursachen kann.
  • Verbessert die Fähigkeit von Microsoft Defender für Endpoint, Ransomware und fortgeschrittene Angriffe zu erkennen und abzufangen.
  • Behebt ein Speicherleck in lsass.exe auf Domänencontrollern in der Stammdomäne der Gesamtstruktur, das auftritt, wenn Sie mehrere Gesamtstrukturen und mehrere Domänen in jeder Gesamtstruktur haben. Die SID-Namen-Zuordnungsfunktionen verursachen ein Speicherleck, wenn eine Anforderung von einer anderen Domäne in der Gesamtstruktur kommt und die Gesamtstrukturgrenzen überschreitet.
  • Verbessert den Windows Server Storage Migration Service durch Hinzufügen von Unterstützung für die Migration von Windows Servern, die mit Azure File Sync Cloud Tiering konfiguriert sind. Außerdem behebt dieses Update mehrere Probleme und verbessert die Zuverlässigkeit. Weitere Informationen finden Sie unter Übersicht über den Speichermigrationsdienst.
  • Behebt ein Problem mit der Load Balancing-Funktion für virtuelle Maschinen (VM), die die Fehlerdomäne einer Site ignoriert.
  • Behebt ein bekanntes Problem, das die erfolgreiche Installation von Druckern, die das Internet Printing Protocol (IPP) verwenden, verhindern kann.

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