"Bitcoin ist Betrug": Protest gegen Währungspolitik in El Salvador

[o1] wertzuiop123 am 18.10. 15:31
+9 -1
Gibts die Umfrage vom Spiegel auch irgendwo detailliert? Auch Spiegel nennt hier keine Quelle. Seite A verweist auf Seite B verweist auf Seite C etc....

Mal was Belegbares von Golem zu Zitieren: In 3 Wochen wurden über 1,2 Millionen Menschen geonboardet, mehr als in El Salvador überhaupt ein Bankkonto haben. Natürlich gibt es Menschen, die dagegen sind, es sind auch heute noch Menschen gegen das Internet. Bis dato nutzen 3 Millionen Menschen das Chivo Wallet, um Geld über das Lightning Netzwerk zu senden.

An einem einzigen Tag haben im Ausland lebende "El Salvadorianer" Geld im Wert von 3 Millionen USD in Bitcoin nach Hause gesendet und dabei 150.000 $ in Transaktionsgebühren gespart, die früher Western Union eingestrichen hätte.
[re:1] Steiner2 am 18.10. 15:51
+3 -1
@wertzuiop123: Eine Quelle hab ich auch vergeblich gesucht. Ich meine persönlich halte ich ja auch nichts von Bitcoin, nichtsdestotrotz ist es so nur eine Behauptung des Spiegel. Die Frage die sich mir stellt, ist es wirklich sinnvoll nicht bestätigte Meldungen weiter zu verbreiten und sich somit ggf. an Falschmeldungen zu beteiligen?
[re:2] sav am 18.10. 16:02
+2 -3
@wertzuiop123: Und wieso hat es El Salvador nicht geschafft den Leuten vorher ein Bankkonto zu organisieren? Ich wundere mich wirklich über das Land - nicht böse gemeint - aber wie kann man den Leuten kein olles Bankkonto bieten können, dann aber erwarten, dass scheinbar selbst die Rentner alles mit Bitcoins bezahlen sollen.
[re:1] DerTigga am 18.10. 16:10
+1 -3
@sav: Ich vermute ja, das jener Präsident dort es ernsthaft hinkriegt, sich zu wundern oder gar aufzuregen, wieso das wohl auf so deutliche Ablehnung stößt *g
Und obige El Salvadorianer in Anführungsstrichen finde ich bezeichnend. Prima Wortwahl, um sich, so als berichtende Zeitung / Onlineauftritt deutlichen Ärger und Shitstorm zu ersparen, als wenn man beispielsweise "Geldwäscher" oder ähnlich sicherlich nicht gänzlich verkehrtes, aber viel 'besser' angreifbares hingeschrieben hätte.. *fg
[re:2] Bautz am 18.10. 16:36
+2 -
@sav: Selbst nur jeder 3. amerikaner hat ein Bankkonto. Da wird die Kreditkartenrechnung mit Schecks bezahlt und ähnliches.
[re:3] Nunk-Junge am 19.10. 09:17
+2 -
@sav: Bis vor Kurzem haben selbst in Deutschland viele Menschen kein Bankkonto bekommen. Erst 2016 gab es ein Gesetz, dass Banken verpflichtet, jedem ein Konto anzubieten. Leider langen die Banken für das sogenannte Basiskonto mit extrem heftigen Gebühren zu, zum Teil über 200 Euro pro Jahr, Quelle Stiftung Warentest. Wenn Du ein Entwicklungsland wie El Salvador kritisierst, dann musst du aber auch sehen, dass Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt kaum besser ist.
[o2] Dashy am 18.10. 15:46
+5 -1
Die sind doch nur sauer weil sie die $30 gleich verkauft haben. ;)
[o3] mil0 am 18.10. 17:42
+4 -
Kann mir mal jemand erklären, was für wirtschaftliche Nachteile es hat, wenn der USD weiterhin so akzeptiert ist - wie davor und nun auch BTC öffentlich akzeptiert wird? Wieso sollte man für eine zusätzliche Option auf die Straße gehen und protestieren? Das soll undemokratisch sein? Wenn man mehr Möglichkeiten hat sein Leben zu leben? Das hört sich ein wenig fabriziert an.
[re:1] sav am 18.10. 18:00
+1 -1
@mil0: Vermutung wieso doch einige dagegen sind: Es ist ein offizielles Zahlungsmittel, also muss es jeder akzeptieren, egal ob er es will oder nicht. Der Verbraucher kann sich aussuchen womit er bezahlen will aber der Autohändler, Vermieter usw. würde vielleicht doch lieber direkt US Doller bekommen statt Bitcoins.
[re:2] wertzuiop123 am 18.10. 19:06
+2 -
@mil0: sie protestieren eher auch noch gegen andere dinge. schau dir das bild von der quelle oben an ;)
[re:3] xenoshin am 19.10. 07:58
+ -3
@mil0: abgesehen von der wirtschaft, ist es immernoch ressourcen und umweltschädigend, dazu energieverschwendend.. auch wenn es den umstieg auf grüne energie begünstigt, die herstellung zu solar und windkraft ist aufwendig, schädigend und wenig nachhaltig, vorallem da sich durch das minen besonders solarzellen schneller abnutzen, deren energiegehalt den aufwand der herstellung, frühestens nach 3-5 jahren erst wieder einfahren..
herstelllung und nachhaltigkeit der mining hardware, die nach weniger als 1 jahr unbenutzbar ist, weil gpus auf die dauer der nutzung einfach nicht ausgelegt sind, ist alles andere als umweltfreundlich..
und wer immer noch annimmt, der verbrauch von tausenden mining rigs, mit je 30-100 gpus, bei 24std dauerbetrieb, ist mit den üblichen hobbies, 3-6std gaming und nen tv abend, und überhaupt atmen vergleichbar, tja dem ist bestimmt nicht so..

als gegenüberstellung des energieeinsatzes zu bankensystem ist mining vielleicht noch ein unwesentlicher teil, es sind aber dennoch rießige mengen an verbrauch, die zusätzlich dazukommen und zum problem beitragen, als irgendwas zu begünstigen, oder entlasten..
eine alternative zu banken ist erforderlich, nur das hardwareminen zur aktuellen marktlage und ressourcen/umweltschädigung, kann so definitiv keine bieten, solang das so schädigend bleibt..

die verbote und strafliche verfolgung in einigen ländern, ist grade deswegen nicht unbegründet
[re:4] Nunk-Junge am 19.10. 09:34
+1 -1
@mil0: Der US-Dollar ist offizielle Währung in El Salvador. Leider hat das Land natürlich keinen Einfluss auf die Währung, sondern ausschließlich die US-Regierung. Wie jede Regierung, manipuliert auch die US-Regierung ihre Währung entsprechend ihrer wirtschaftlichen Interessen. Das kann bedeuten, die Währung in Wirtschaftskrisen zu stützen, um die eigene Wirtschaft zu stärken. Umgekehrt ist es aber auch so, dass Regierungen eigene Währungen schwächen, da dann die Produktion im Inland billiger und Exporte günstiger werden. Und zu guter Letzt kann die US-Regierung im Streitfall El Salvador von der Dollar-Zufuhr abschneiden, so wie sie es bei Venezuela gemacht haben.
[re:1] rallef am 19.10. 15:11
+1 -2
@Nunk-Junge: Für eine Währung ist es vielleicht ganz gut, dass eine Regierung keinen direkten Einfluss auf sie hat, nicht umsonst hat man da ja den Colon durch den Dollar ersetzt.

Ach ja, Elon Musk, der die digitalen Währungen nach Belieben manipuliert, ist ja keine Regierung, dann ist das nicht so schlimm^^

Ein gesetzliches Zahlungsmittel braucht schon eine gewisse Stabilität, um diese Funktion zu erfüllen, und bis auf weiteres scheint der USD erheblich stabiler als das volatile Bitcoin zu sein.
[o4] Rulf am 18.10. 22:49
+4 -
ähemm ja...welche währung soll nochmal an reale werte gebunden sein?...mir fällt gerade keine ein...
[re:1] Bautz am 19.10. 07:45
+2 -
@Rulf: Ist auf jeden Fall lange her dass der Dollar an reale Werte gebunden war. Die D-Mark war es jedenfalls nie, genausowenig der Euro oder der japanische Yen.
[re:2] rallef am 19.10. 15:19
+1 -
@Rulf: Wenn Banken sich Geld von der Zentralbank besorgen wollen, müssen sie entsprechend "gute" Wertpapiere dafür hinterlegen. Deshalb der Begriff Kreditgeld. Das war schon immer so, nur haben gewisse Populisten das entweder nicht verstanden oder ignoriert.

Das Problem, das wir mit der EZB derzeit haben (deren erster Chef war ein Italiener^^), ist, dass die Bedingung "gutes Wertpapier" aufgeweicht worden ist und nun auch (über Strohmänner angenommene) Staatsanleihen eher schwacher Staaten als Sicherheit angenommen werden.
[o5] LinuxPast am 19.10. 00:14
+4 -5
Ich bin tief in Crypto drin, schon längere Zeit. Ich bin damit reich geworden. Alle jammern, es wäre nur Spekulation blablabla. Ich sehe es ganz einfach als eine neue Technologie. So, wie bei normalen Aktien es auch neue Technologie und Unternehmen gibt. Dort zu investieren, obwohl es auch dort ganz normale Fluktuationen gibt, da schreit ja keiner. Warum? Ganz einfach: die Banken! Die Banken und die Politik wollen macht behalten über Geld. Und da Crypto die Freiheit und Unabhängigkeit im Algorithmus bringt, ist das denen ein Dorn im Auge. Da man es technisch nicht beherrschen kann, nicht kontrollieren kann, versucht man es durch Manipulation. Das Problem ist: je mehr man manipuliert, desto mehr pumpt man Geld da rein. Ergo: Crypto gewinnt. Crypto wird sich durchsetzen. Und dass es für Illegales genutzt wird, da wird das normale FIAT-Geld in einem viel größeren Umfang genutzt. Gerade die Idee etwas Bar zu bezahlen ist doch für Kriminelle (z.b. Steuerhinterziehrer) viel viel einfacher, als es z.B. mit Bitcoin zu machen. Das kapieren aber die ganzen Menschen nicht. Siehe auch den Dollar: Inflation >5%. Warum? Die Banken drucken Geld. Wenn also DU Dir 10€ hart verdienst, und dann kommt da so eine Bank und druckt einfach weitere 10€.. muss man sich doch verarscht kommen, oder? Genau das passiert! Aber leider sind die Medien und viele Menschen zu manipulativ, um es einzusehen. Mit Bitcoin gibt es genau 21 Mio Coins. Mehr nicht. Niemals! Da wird keiner irgendwas drucken können. Wenn Bitcoin Geld ist, welches man bezahlen kann, ohne es in FIAT umrechnen zu müssen, dann ist das die stabilste Währung der Welt. Etwas, was 0.0005 BTC kostet, kann immer 0.0005 BTC kosten, ohne es an Wert zu verlieren. Leider denken die Menschen noch zu sehr in FIAT-Währungen. Bitcoin ist derzeit fast bei seinem ATH. Ende des Jahres wird er ca. 120k€ Wert sein. Und das wird noch Jahre steigen (im Schnitt). Die ALTs genau so. DeFi, NTFs, SmartContracts, all das sind Treiber der zukünftigen Industrie. Und wenn China sagt "kein Crypto!" und gleichzeitig sie selbst einen eigenen Crypto-Coin einführen wollen, sagt das schon alles: Kontrolle. Leider ist das normale Crypto genau deswegen entstanden, damit niemand es kontrollieren kann. In Deutschland können Banken pleite gehen, und nur 100k€ sind dann versichert (mehr wenn freiwillig). Was passiert mit dem restlichem Geld? Tja, futschikatto. Und bei Crypto? Solange ihr euer Passwort und die Walett-ID habt, gehört es euch. Mathematisch auf die sicherste Weise gesichert. Und die ganzen Hacks die es gab? Tja, das war alles auf gerade sehr neue junge Technologiezweige, die quasi erst geboren waren. Nix auf etablierte und auf mathematisch beweisbaren sicheren Verfahren. Denn wenn das passiert, ist die ganze Internet-Welt, und damit auch die normalen Banken, im Arsch.
[re:1] James8349 am 19.10. 02:10
+2 -2
@LinuxPast: Bei den Aktien schreit keiner? Doch. Bei den Zinsen und Zinseszinsen ebenso. Nur weil du das nicht mitbekommst, heisst das noch lange nicht das es keiner tut.

Bitcoins hardlimit? Wenn davon im laufe der Zeit 15 Mio (sind ja bis jetzt angeblich schon 3,8 Millionen) verschwinden weil Passwörter vergessen werden, technische Defekte aufteten und niemand im Fall eines Todes mehr dran kommt, was dann? 9 Mio für alle. Davon 5 oder so im Umlauf und der Rest wird gehortet? Da is nix mit "stabilste Währung der Welt".

Crypto mit Hardlimit ist zum scheitern verurteilt, weil sich immer mehr davon in Luft auflösen wird und später überhaupt niemand mehr damit bezahlen kann.

Dazu: Schulden eintreiben/Pfänden? Funzt nicht. Wenn Crypto das einzige ist. Auf Raten zahlen? Wird sich wegen ersterem keiner mehr drauf einlassen. Zinsen? Kanns nicht geben. Wobei letzteres wenigstens was positives ist.

Was wird also passieren? Es wird eine neue Crypto-Währung geben müssen und das Spiel geht von vorne los. Es wird nicht anders laufen als bisher. Nur das nicht mehr von der gleichen Währung "gedruckt" wird, sondern eben eine neue her muss.
[re:1] Bautz am 19.10. 07:47
+1 -
@James8349: Naja, ist dann eben Deflation. Volkswirtschaftler sagen, dass Deflation schlecht ist - leider blicke ich Volkswirtschaft zu wenig um selbst eine fundierte aussage zu treffen, also glaube ich das.

Zumal, Bitcoin war NIE dazu gedacht als "Weltwährung" zu fungieren, sondern eher als "digitales Gold". Und für dinge mit Wertaufbewahrungsfunktion ist eine Wertsteigerung ja positiv zu sehen.
[re:1] James8349 am 19.10. 14:04
+ -1
@Bautz: Deflation ist aber auch nicht "stabil". Und darum gings. Vereinfacht gesagt: Deflation (mangels Nachfrage) ist "schlecht" weil es zu wenig Geld für das Angebot gibt. Sprich, die Preise sinken zwangsläufig, als Gegenteil zur Inflation eben, wo die Preise steigen, weil es zuviel Geld für das Angebot gibt. Dadurch investieren Unternehmen nicht mehr, weil kein Gewinn erwartet wird und Konsumenten kaufen später, weil die Produkte immer billiger werden.

Bitcoin wird auch nicht im Wert steigen, derzeit ist es sehr schwankend. Das wird sich irgendwann einpendeln und dann wird der Wert kontinuierlich sinken, weil die verfügbaren Bitcoins zwangsläufig kontinuierlich sinken werden. Und viele die ganze Wallets wegen technischen Fehlern, oder auch ihrer eigenen Schludrigkeit/Vergesslichkeit, unwiederbringlich verlieren, werden sich (vermutlich) dann abwenden, weil es keine Möglichkeit mehr gibt neue zu generieren wenn das Limit erreicht wurde.
[re:1] Bautz am 19.10. 18:42
+1 -
@James8349: Ähhh, wenn der Bestand sinkt, man aber von gleichbleibendem Bedarf ausgeht, steigt der Preis.
[re:2] James8349 am 19.10. 19:05
+ -2
@Bautz: Das ist ein Irrtum. Du kannst z.B. nicht mehr für ein Produkt verlangen als (hart limitierte) Währung existiert, denn dann *kann* keiner mehr kaufen.

Dementsprechend sinkt die Nachfrage. Nicht weil der Bedarf grundsätzlich nicht da ist, sondern weil die Mittel um den Bedarf zu decken nicht vorhanden sind. Möchtest du da dennoch verkaufen *musst* du mit dem Preis runter.

Und je mehr von einer Währung verschwindet die nicht mehr "nachgedruckt" werden kann, desto weiter musst du mit dem Preis runter um noch zu verkaufen.

So läuft das mit einer Deflation.
[re:3] Bautz am 19.10. 20:47
+1 -
@James8349: Das macht absolut keinen Sinn was du da schreibst.
[re:4] James8349 am 19.10. 20:50
+ -1
@Bautz: Wenn du das nicht verstehst, kann ich dir auch nicht helfen. Such dir halt was zu Deflation raus und les es dir durch, vielleicht hilft das.

Edit: Oder stells dir einfach aus deiner eigenen Sicht vor. Wenn du immer weniger Geld zur Verfügung hast, kaufst du mehr oder weniger?
[re:5] Bautz am 19.10. 22:08
+1 -
@James8349: Deflation entsteht, wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage. Denn dann sinkt der Wert des angebotenen Guts.
Hier es es ja genau umgedreht: Weniger Bitcoins = weniger Angebot -> Wertsteigerung des Bitcoin.
[re:6] James8349 am 20.10. 03:51
+ -1
@Bautz: Ja, Deflation entsteht wenn die Nachfrage geringer ist als das Angebot.

Das hat aber nicht zur Folge das die Produkte teurer werden, sondern im Gegenteil eben immer günstiger. Denn man verlangt im Tausch nicht mehr von dem wertvolleren Gut.

Immer günstigere Produkte = Weniger Gewinn = Weniger Investition = Weniger Produktion = Mehr Arbeitslosigkeit = Weniger Einkommen = Weniger Konsum = Weniger Gewinn. Die gesamte Wirtschaftsleistung verringert sich in einer Art Teufelskreis.
[re:7] Bautz am 20.10. 10:02
+1 -
@James8349: Ja aber nochmal: Wir nehmen an die Nachfrage bleibt gleich - und das Angebot sinkt weil Coins verloren gehen.
[re:8] James8349 am 20.10. 11:50
+ -
@Bautz: Wie gesagt: Das ist schlicht nicht möglich. Wenn das Geld knapper wird, kann die Nachfrage nicht gleich bleiben ohne das die Preise runtergehen. Wenn weniger Geld zur verfügung ist, *kann* man nicht genausoviel kaufen. Das ist eine unausweichliche Tatsache.
[re:9] LinuxPast am 20.10. 12:17
+ -
@James8349: Du beziehst Dich auf FIAT Währung mit Deinen ganzen Aussagen. Das ist bei Cryptowährung anders. Cryptowährung-Geld wird nicht knapp. Das ist bei $ und € so, wenn die Inflation steigt. Deine 100€ in der Tasche hast Du ja, solange Dir das keiner wegnimmt (davon gehen wir mal aus). Der Staat kann Dir es aber trotzdem wegnehmen und tut es auch: er druckt einfach neues Geld und entwertet damit Deins ohne es anzufassen. Bei Bitcoin z.B. ist das anders: Du hast Deine 100 Bitcoins, und niemand kann es Dir wegnehmen. Wenn dann etwas 10 Bitcoins kostet, kannst Du es genau für 10 Bitcoins kaufen. Egal, ob jemand auf die Idee kommt zu hacken und zu versuchen mehr Bitcoins in den Umlauf zu schicken. Er kann es nicht. D.h. Deine Bitcoins bleiben gleich, und auch die erwarteten 10 Bitcoins des Verkäufers bleiben gleich.

Und es gibt Cryptowährung mit gewollter Inflation. Das ist aber eine fest im Protokoll verankerte Inflation, um wie Du schon richtig aus dem Betriebswirtschaftsstudium gesagt bekommen feststellst, die Wirtschaft anzukurbeln. Aber diese Inflation ist fest, eingeplant, und kann von jedem entsprechend vorausgesehen werden. Eine FIAT-Inflation wie wir in Krisen erleben, sind willkürlich, absichtlich und schädigend gleichzeitig, für alle. Wie gesagt, mit Crypto kann Dir niemand es wegnehmen, wenn Du es nicht willst. Die vorprogrammierte Inflation hat bei entsprechenden Währungen auf der anderen Seite andere Vorteile. Jeder kann es sich daher auch aussuchen, was er will, was am besten zu einem passt. Will man Stabilität, kein Problem. Will man benefits, dafür investiert man, und bekommt was zurück. Will man traden, kann man tun, bezahlt dafür aber das Netzwerk. Und zwar automatisch, festgelegt und sicher. Ohne dass man eine Zwischeninstanz von Bank hat, die auch noch gleich für die Transaktion gebühren nimmt. Wozu braucht man bitte eine Bank, wenn man von A nach B Geld schicken möchte?? Im digitalen Zeitalter??

Die Banken sind selbst schuld. In den USA gibt es sogar offizielle Werbung von der Regierung, dass die Amerikaner ihr Geld in staatliche Fonds reinstecken. Für 10 Jahre. Man wirbt mit 1.5%-2.5% Rendite. Wohlgemerkt bei >5% Inflation. Wer das also tut, der ist einfach nur selbst schuld. Du gibst Dein Geld, nur um am Ende weniger zurück zu kriegen... Genau deshalb wird sich Crypto durchsetzen. Es hat einfach nur gute Seiten. Die ganzen schlechten Seiten werden von Medien von Leuten die 0 Ahnung von haben und Angst davor haben verbreitet. Gäbe es die nicht, währe Crypto bereits jetzt schon überall etabliert. Aber man kennt es ja, Internet war am Anfang auch böse und fängt wieder an Böse zu werden, deswegen will man es ja regulieren, Verschlüsselungen aufbrechen usw.. Zum Glück wehrt sich der Durchschnittsdeutsche ja, von wegen Recht auf Selbstbestimmung und Daten usw. Crypto ist genau das! Es schützt unser Geld, indem alles in Algorithmen und Mathematik verlagert wird, weg von dem veralteten Bankensystem, welches immer mehr Strafzinsen usw. von uns will, weil sie selbst nicht mehr überleben können. Ist wie mit TV, erst gab es das, dann wurde es aufgezwungen (GEZ) und irgendwann wird es verschwinden. Es wird eine andere Form von Medien geben. Genau wie es eine andere Form von Geld geben wird.
[re:10] James8349 am 20.10. 12:29
+ -
@LinuxPast: Wie kommst du darauf das Kryptowährung nicht knapp wird? Wenn dein Bitcoin-Wallet beschädigt wird oder du deine Zugangsdaten vergisst, dann ist alles darin verloren. Und du kannst die Gesamtmenge auch nicht wiederherstellen, weil du nichts "nachdrucken" kannst.

Dein Argument ist also keines.
[re:11] LinuxPast am 20.10. 20:43
+ -
@James8349: Das gleiche Argument gilt für FIAT-Geld. Wenn Du Deine Scheine verlierst, verbrennst, oder was auch immer, ist das Geld weg. Ja, du kannst es auf die Bank bringen. Aber wer sagt uns, dass wir das nicht auch mit dem PW oder Wallet machen können? Es gibt genug Anbieter für sichere Wallets und es werden noch zusätzliche kommen. Es gibt so viele leichte Möglichkeiten, um die Zugangsdaten abzusichern. Viel viel viel viel einfacher, als es mit FIAT-Geld geht. Schon mal 100 Mio € besessen? Wie sicherst Du denn das ab? Etwa auf dem GIRO-Konto? Aktien? Wie? Denk mal etwas nach :) Einfach auf die Bank bringen ist nicht gegeben. Strafzinsen hallo. Also aufteilen? 100 Mio? Klar, die einzige vernünftige Idee. Ist nur sehr mühsam, und macht einfach null Spaß. Also wie sichert man das Geld? Der einzige vernünftige Ausweg: Crypto. Die Bitcoins, die man da hat, die bleiben. Um Zugangsdatenverluste mach ich mir keine Sorgen, habe genug sicher vorgesorgt. Sollte jeder tun, der sich damit beschäftigt.
[re:12] LinuxPast am 20.10. 20:48
+ -
Und verstehe mich bitte nicht falsch. Ich will hier nicht unbedingt die Diskussion gewinnen :) Das ist mir die Zeit einfach nicht wert. Ich bin aber ein netter Mensch, der Chancen anderen Leuten erklärt, in ihrem Leben etwas zu ändern. Und auch wenn nur ein einziger sich dadurch etwas mehr informiert, habe ich mein Ziel erreicht. Denn Aufklärung ist das A und O, zu wenige wissen wirklich bescheid und plappern vieles nur nach. Viele aber auch agieren im Stillen und veröffentlichen Ihre Erfolge nicht. Das finde ich unfair, weil jeder die Chance bekommen sollte. Aber wenn man selbst nix tut, kann man auch nix helfen :D BTW: Bitcoin hat ATH durchbrochen xD Und ETH ist next. Die ALT-Season wird riesending, ich freue mich schon drauf.
[re:13] James8349 am 20.10. 21:10
+ -
@LinuxPast: Das Argument gilt nicht für Währungen wie den Euro. Wenn du dein Geld zerstörst, bist *du* das los, das stimmt. Aber das kann locker nachgedruckt werden. Wenn bei einer hart limitierten Kryptowährung was verloren geht, dann ist das weg. Für immer UND vor allem: Für alle! Sprich: Wenn 200 Mio. € verbrennen, können die Druckereien das nachdrucken. Wenn 10 Mio. Bitcoin permanent verloren gehen, dann gibts maximal nur noch 11 Mio. Unwiederruflich. Bzw. solang bis Bitcoin ersetzt wird mit der nächsten hart limitierten Kryptowährung.

Um Zugangsdatenverluste machst du dir also keine Sorgen. Das ist schön für dich. Interessiert in dem Zusammenhang aber nur sekundär, weil es nicht auf den einzelnen ankommt, sondern auf die Masse. Und die Masse kennt keine vernünftigen, standortfremden, Backups. Die Masse macht noch nicht mal halbwegs vernünftige Backups am Standort.

Negativzins? Meinetwegen, ist halt ein Nachteil. Aber dafür ist das Geld auf dem Girokonto nicht plötzlich komplett unerreichbar wenn jemand stirbt und niemand das Wallet und/oder das Passwort kennt.

Ob du im übrigen die Kosten für die Sicherung deiner Wallets und Zugangsdaten (oder des Geldes) selbst zahlst, oder das über Gebühren/Negativzinsen/Whatever von einem Drittanbieter läuft spielt auch keine Rolle.

Ich will nicht sagen das Banken und traditionelle Währungen das nonplusultra sind, aber deine Brille scheint schon sehr rosarot.
[re:2] sav am 19.10. 09:27
+3 -4
@LinuxPast: "Ende des Jahres wird er ca. 120k€ Wert sein."
Aha und wieso? Und wo ist den da bitte die Stabilität der Währung, wenn der Kurs des Bitcoins bis Jahresende auf 120k steigen soll? Das wäre ja, nach deiner Definition einer stabilen Währung, eine mehr als Verdoppelung des Werts für die gleichen Produkte. Was ist das Stabil. Sorry, aber kein Mensch würde mit dem Bitcoin jemals was bezahlen wenn es so einfach wäre wie du es darstellt. Wieso sollte jemand heute so blöd sein sich etwas für einen Bitcoin zu kaufen, wenn dieser Bitcoin in 2 Monaten (wenn dein Kaffeesatz stimmt) mehr als das doppelte Wert wäre? Dann würde ich doch einfach warten und nicht kaufen. Und nach 120k kommt bestimmt dein Kaffeesatz auf 240k im Mai 2022 usw. Würde die Währung dieser Welt so funktionieren, wäre die gesamte Wirtschaft des Globus schon längst zusammengebrochen.
Umgekehrt gehts übrigens auch nicht, wenn man wirklich sagt eine Ware kostet IMMER 1 bitcoin, ohne dass man es mit Fiat Geld vergleicht den mit der Zeit werden es immer immer weniger Bitcoins, weil einige verloren gehen. Der eine verliert sein Wallet, der zweite Stirbt und keiner kommt mehr an sein Wallet usw. Schnell werden aus den 21. Mio coins nur noch 19, dann 18 usw. Also wirds immer weniger Coins geben, aber die Produkte kosten gleich. Damit werden die Produkte immer teurer und für immer weniger Menschen erschwinglich. Also müsste man jetzt doch die Preise anpassen oder eben neue Bitcoins "nachdrucken". Letzteres geht ja scheinbar nicht und was bei einer Planwirtschaft passiert, hatten wir auch schon mal. Oder die Regierung mischt sich nicht ein, aber dann hast du die Leute zu 100% dem Kapitalismus ausgesetzt und die Armen schauen in die Röhre. Super Konzept.
[re:3] Sterneneisen am 19.10. 11:59
+1 -2
@LinuxPast: "Wenn Bitcoin Geld ist, welches man bezahlen kann, ohne es in FIAT umrechnen zu müssen, dann ist das die stabilste Währung der Welt." Und genau das ist es nicht und wird auf absehbare Zeit nicht passieren. Du bist durch Bitcoin genau deswegen reich geworden. Eben weil es keine stabile Währung ist und weil es in der breiten Masse nur als Spekulationsobjekt verwendet wird, ob bewusst oder unbewusst.
[o6] Norbertwilde am 19.10. 10:50
+1 -1
Solange Bitcoin eine stark schwankende Währung bleibt, ist es nur Speckulativgeld, wo nur derjenige von profitieren wird, der zur Rechten Zeit richtig damit handelt. Als Zahlungsmittel für echte Werte taugt der Bitcoin jetzt noch nicht, da müsste es Maßnahmen zur Kursstabilität geben, damit die realwirtschaft das akzeptiert.
[o7] vukojarob96 am 19.10. 13:48
+ -2
Ich bin für eine Besteuerung von 75% bei Verkauf von Kryptowährungen. Den Rest dann über die Einkommensteuer. ;)
[o8] ojfnsnfid am 19.10. 18:44
+1 -1
Unterirdische Berichterstattung. Bitcoin muss zwar akzeptiert werden, jedoch wird er bei nichtgefallen sofort, ohne Gebühren und automatisch in usd getauscht. Es gibt großzügige Ausnahmen und Schonfristen für Betriebe, denen btc schwer fällt. Unmittelbare Vorteile: Remittance praktisch gebührenfrei. Leute ohne Konto haben in der Wallet nun sowohl usd als auch btc und mùssen nicht mehr monatlich irgendwohin um bargeld für strom, wasser, miete abzudrücken. Wer in BTC Geld annimmt, der kann dank der usd bindung der Preise nun den vollen Kaufpreis ohne Abgaben an Visa Mastercard o.ä. zahlen zu müssen.
[re:1] ojfnsnfid am 19.10. 18:46
+1 -1
@ojfnsnfid: erhalten.

Wer in BTC Geld annimmt, der kann dank der usd bindung der Preise nun den vollen Kaufpreis erhalten, ohne Abgaben an Visa Mastercard o.ä. zahlen zu müssen.
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