Apple analysiert wieder: Sideloading ist böse, böser, am bösesten

Witold Pryjda am 13.10.2021 15:26 Uhr
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Apple wird schon seit Jahren aufgefordert, Sideloading auf dem iPhone zuzulassen. Doch das Unternehmen denkt nicht dran und hat nun erneut eine Studie veröffentlicht, die beweisen soll, dass (Nicht-)Sideloading der Grund ist, dass iOS viel sicherer ist als Android.

Apple hat heute ein 31 Seiten langes Papier veröffentlicht, das unter dem Titel "Building a Trusted Ecosystem for Millions of Apps" ("Wie man ein vertrauenswürdiges Ökosystems für Millionen von Apps aufbaut") die "Bedrohung durch Sideloading" analysiert (PDF). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um eine Erklärung und Rechtfertigung, warum man das Aufspielen von Apps abseits des App Store nicht erlaubt und nicht erlauben will.

Darin schreibt der Konzern aus Cupertino, dass Android zwischen 15 und 47 Mal mehr Malware habe als iOS und meint, dass dafür vor allem Sideloading verantwortlich ist (via 9to5Mac). Damit stellt man sich explizit gegen Gesetzesinitiativen in den USA sowie Europa, die Apple Sideloading vorschreiben bzw. aufzwingen wollen.

"Sideloading ist ein Risiko"

Es ist nicht das erste Mal, das Apple in einem Bericht gegen Sideloading wettert, bereits im vergangenen Juni hat der Konzern eine ähnliche Analyse veröffentlicht. Die aktuelle Version ist zwar etwa doppelt so lang, die Argumente sind aber ähnlich bzw. die gleichen. Apple ist und bleibt überzeugt, dass es "die Datenschutz- und Sicherheitsvorkehrungen aushebeln würde, die das iPhone so sicher gemacht haben, und die Nutzer ernsthaften Sicherheitsrisiken aussetzen."

Dabei schreibt Apple, dass Sideloading auch jene Nutzer gefährden würde, die Sideloading selbst gar nicht nutzen wollen, wenn das Unternehmen dazu gezwungen wäre: "Den Nutzern bleibt unter Umständen nichts anderes übrig, als eine App, die sie für die Verbindung mit Familie und Freunden benötigen, per Sideloading zu laden, da die App nicht im App Store verfügbar ist. Wenn beispielsweise das Sideloading erlaubt wäre, könnten sich einige Unternehmen dafür entscheiden, ihre Apps ausschließlich außerhalb des App Stores zu vertreiben."

Außerdem macht sich der iOS-Betreiber Sorgen, dass Kriminelle den offiziellen App Store nachahmen könnten, um Anwender in die Falle zu locken. Auch das Versprechen von kostenlosen Inhalten und besseren Features könnte als Verlockung fungieren, um auf diese Weise Malware zu verteilen, so Apple.
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