Adobe geht per DMCA gegen Projekt vor, das Flash am Leben erhält

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[o1] dpazra am 13.10. 14:45
+4 -
Sehr gutes Lehrstück darüber, was passiert wenn man auf proprietären Technologien aufbaut. Wenn sie dem Rechteinhaber nicht mehr in die Firmenstrategien passen, werden die notwendigen Softwareumgebungen zurückgezogen, wenn man sich bemüht, die Infrastruktur wieder verfügbar zu machen, was ohne Source Code bereits stark erschwert ist, schießt der Rechteinhaber juristisch nach.

Und alle Werke, die mit der proprietären Technologie als Abhängigkeit geschaffen wurden, werden immer schwerer zugänglich, ohne dass Ihre Schöpfer sich effektiv dagegen wehren können, alle Kontrolle liegt beim Rechteinhaber der proprietären Technologie.
[re:1] EdHunter712 am 13.10. 16:05
+2 -
@dpazra: Steht man mit freier Software so viel besser da? Wenn es niemanden mehr gibt, der Bock darauf hat, die Software weiterzuentwickeln, steht man auch alleine da. Man könnte den Quellcode nehmen und selber weiterentwickeln. Dazu benötigt man erst personelle Ressourcen, was man zuvor nicht benötigte. Wenn das so ist, kann man diese Software genauso gut fallenlassen und neu entwickeln.

Der Abschied von Flash kommt obendrein nicht plötzlich, sondern ist schon seit Jahren bekannt. Wer es bis heute noch nicht geschafft hat, ist selber Schuld.
[re:1] dpazra am 13.10. 18:30
+1 -
@EdHunter712: Definitiv stände man jetzt besser da.

Zunächst mal gäbe es bei freier Software Beschränkung der Software auf den chinesischen Markt oder für die dortige Firmensoftware, denn Freiheit 0 garantiert die Freiheit eine Software zu jedem beliebigen Zweck auszuführen.

Als nächstes gäbe es den DMCA nicht, denn Freiheit 2 garantiert die Freiheit, die Software mit anderen zu teilen und Freiheit 3 garantiert die Freiheit, modifizierte Varianten der Software zu teilen.

Dann wird natürlich alles, was man hier ohne Zugang zum Source Code macht (irgendwelche Adware rauslösen z.B.) leichter, wenn man den Zugang zum Source Code hat.

Und zuletzt ist das reine Fixen von Sicherheitslücken in den meisten Fällen kein solches Hexenwerk, dass es keiner machen würde, wenn es darum geht, die rieisige Bibliothek an Flash-Software weiter nutzbar zu halten. Bei den meisten Sicherheitslücken, die so rauskommen (Bufferoverflow, Parser-Fehler, ungeprüfte Pointer, etc.) ist es ziemlich straight-forward.

Das Argument, dass das Ende von Flash ja solange angekündigt war, wird gerne bei Kritik an Adobes Handhabung der Angelegenheit vorgebracht. Es ist hier aber nicht anwendbar, es geht hier laut Artikel um rein konservatorische Anliegen und nicht um die Nutzung von Flash für noch aktiv entwickelte Flashanwendungen.
[o2] Scaver am 13.10. 18:07
+ -1
Gutes Vorgehen.
Flash muss sterben!
Es ist zwar sehr schade, wenn dadurch etliche Projekte, die nicht auf andere Technologien portiert werden verloren gehen, aber das ist immer noch besser als die permanente Gefahr durch Flash am Leben zu halten.
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