Android-User werden quasi permanent überwacht - es geht auch anders

oder

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[o1] Brassel am 13.10. 13:24
+7 -
Ich hatte mir ganz bewusst ein Smartphone mit einem Stock Android gekauft in der Hoffnung das mir die Geschwätzigkeit des Smartphones erspart bleibt.
Dem ist scheinbar nicht der Fall.
[re:1] ContractSlayer am 13.10. 15:39
+1 -1
@Brassel: Ich habe bisher auch ganz gewusst auf Smartphones gesetzt, die man gut flashen, rooten u. mit Betriebsystemen für den optimalen Datenschutz modden kann.
LineageOS mit Root Zugriff, ohne Google Dienste und mit AFWall+ als Firewall u. AdAway sichtert soweit alles ab.
F-Droid u. Arora store ergänzt den Google Playstore mit einen Fake-Konto, Termine u. das Telefonbuch werden über Nextcloud auf einen privaten Server verwaltet u. aktualisiert.
Mehr Anonymität wird ein IOS auch nicht bieten können.
[re:2] der_ingo am 13.10. 18:33
+7 -2
@Brassel: warum sollte das bei einem "Stock Android" besser sein? Android ist Google und Googles einziges Interesse sind deine Daten. Die leben größtenteils von nichts anderem als deinen Daten. Natürlich ist solch ein System nicht datenschutzfreundlicher als eines, wo Samsung, Xiaomi oder sonstwer noch eine UI drauf geklatscht hat.
[re:1] heidenf am 17.10. 14:06
+1 -
@der_ingo: Nicht Android ist geschwätzig, sondern die Google Dienste. Bei einem Stock Android kannst du beides getrennt installieren, d.h. du kannst Stock Android auch komplett ohne Google Dienste betreiben.
[re:1] der_ingo am 18.10. 16:26
+ -
@heidenf: die zu kaufenden Geräte, die mit einem unverbastelten Android kommen, bringen allerdings normalerweise ebenfalls standardmäßig die Google Dienste mit. Und ich hatte auf das Posting von Brassel geantwortet, in dem steht, dass er ein Gerät mit Stock Android gekauft hätte. Nicht, dass er ein Gerät irgendwie umgeflasht hätte.
[re:3] Bautz am 14.10. 07:34
+ -
@Brassel: Ja, Android <> AOSP.

Und die Lücke wird größer, so gut wie alle neuen Android-Funktionen landen in den Play Services, gehen also NIE ans AOSP.
[re:4] Stefan1 am 14.10. 09:58
+ -
@Brassel:
Wenn Du Dir die Tabelle anschaust, ist das Stock Android von den Pixel Geräten auch die "datensparsamste" Variante. Dort werden "nur" IMEI, hardware serial number und Wifi MAC address übertragen. AndroidID und Google Ad ID sind ab Android 12 vollständig abschaltbar.

Bei jedem anderen Hersteller sollte man sich bewusste sein, dass man die Daten an Google (Android) plus dem Hersteller weitergibt. Dass aber z.B. Samsung Geräte noch an weitere Hersteller sendet, ist mal wieder ein Unding.

Wenn man die "Geschwätzigkeit" des Smartphones tatsächlich abschalten möchte, geht kein Weg an GraphenOS oder CalyxOS vorbei.
[re:1] DRMfan^^ am 14.10. 15:40
+ -
@Stefan1: Was macht Graphene oder Calyx (letzteres noch nie gehört) besser als /e/OS oder Lineage?
[re:1] Stefan1 am 14.10. 16:02
+ -
@DRMfan^^:
Bei /e/OS oder Lineage muss der Bootloader für Systemupdates entsperrt sein, während bei CalyxOS und GraphenOS der Bootvorgang geschlossen und verifiziert ist. Die Updates sind daher auch signiert.

https://grapheneos.org/faq

https://www.golem.de/news/grapheneos-ein-gehaertetes-android-ohne-google-bitte-1912-145383.html
https://www.golem.de/news/calyxos-im-test-ein-komfortables-android-mit-einer-extraportion-privacy-2010-151555.html
[re:1] DRMfan^^ am 14.10. 16:19
+ -
@Stefan1: Wie das? Also wie krigen sie das entsprechende Zertifikat?!
[re:2] Stefan1 am 14.10. 18:07
+1 -
@DRMfan^^: Das steht in meinen verlinkten Quellen:

"Bei der Installation wird auch der Geräteschlüssel von Google gegen einen von CalyxOS ausgetauscht. Dies ermöglicht einen verifizierten Bootvorgang und stellt sicher, dass nur von CalyxOS signierte Updates installiert werden können.

Nur durch das erneute Entsperren des Gerätes kann wieder ein anderes System installiert werden. Damit einher geht allerdings ein Reset, bei dem alle privaten Daten gelöscht werden."

Bei GraphenOS verhält es sich ebenso.
[o2] gettin am 13.10. 13:27
+4 -
Natürlich geht es auch anders. Heutzutage scheint es halbwegs normal zu sein, Daten ohne Einwilligung der Nutzer zu bearbeiten und weiterzugeben. Wenn die DS-GVO bzgl. Datensparsamkeit nur ansatzweise umgesetzt werden würde und jemand die Grundsätze einklagen würde, erst dann würde vermutlich ein Umdenken stattfinden.

Ein Unternehmen kann sich es nicht leisten, alle paar Jahre 10% des Weltjahresumsatzes zu zahlen.
[re:1] Scaver am 13.10. 17:58
+ -
@gettin: Wie immer, wo kein Kläger, da kein Richter.
[re:2] CFI am 14.10. 07:29
+2 -1
@gettin: Wie kommst du darauf, dass diese Übertragungen der Daten der DSGVO widersprechen?
Google & Co haben ein berechtigtes Interesse an den Daten und das diese Daten übertragen werden steht sicher irgendwo im Kleingeruckten. Und deine Einwilligung gibts du beim Einrichten des Gerätes.

P.S.: Ich bin selbst Entwickler (sowohl Apps, Webseiten als auch "klassische Desktopanwendungen") und habe bei mir bzw. meinen Geräten ALLE Telemetrie-Funktionen AKTIVIERT, denn auch bei meinen Entwicklungen ist diese Telemetrie das beste und eins der wichtigsten Instrumente zur Verbesserung und zielgerichteten Weiterentwicklung!
[re:1] gettin am 14.10. 14:51
+1 -
@CFI: Google erzeugt möglichst viele Daten ganz nach dem Motto: "Man könnte die Daten ja mal brauchen".

Deine Ansicht, dass es ja stets ein berechtigtes Interesse gibt, Daten zu sammeln und dass man die Einwilligung durch die Einrichtung des Gerätes gibt, stimmt mit den Grundsätzen der DS GVO rechtlich nicht überein.
Ein berechtigtes Interesse liegt beispielsweise dann nicht vor, wenn die Datensammlung einfach nur zu Marketing-Gründen oder als Datenvorrat dient und genau das tut es. Auch müsste der Nutzer aktiv zustimmen, dass er möchte, dass die Daten für Marketing verwendet werden. Eine pauschale Zustimmung von Nutzungsbedingen, die man geben muss, ist zurecht rechtswidrig.

Natürlich verstehe ich, dass es schön für ein Unternehmen und auch Entwickler ist, möglichst viele Daten zu haben. Die Daten gehören aber nunmal jemand und man darf sie nicht einfach ohne Zustimmung angreifen.

Wenn jemand wie du aktiv die Daten herausgeben will, ist ed auch ok, wenn solche Personen die Herausgabe aktiv bestätigen. Aber die default-Einstellung liegt laut DS-GVO erst einmal auf nur zwingend notwendigen Daten.
[re:2] DRMfan^^ am 14.10. 16:21
+1 -
@CFI: "Telemetrie" schalte ich grundsätzlich ab, weil eigentlich nie genau mitgeteilt wird, was "Telemetrie" im Einzelfall eigentlich ist.
[o3] pcfan am 13.10. 13:29
+1 -
War ja nicht unerwartet.
Dass Google Telemetriedaten abgreift um damit zu werben weiß man ja nun und dass die Geräteherseller das auch machen, auch.

Solange die anonymisiert sind und nur von Google / dem Hersteller genutzt werden ist das tragbar.

Ich wette, ein Iphone macht da auch nichts anderes, egal was Apple sonst so behauptet.

Dass Facebook aber dabei ist, ohne dass der Nutzer aktiv eine Facebook App / Whatsapp / Instagramm drauf gemacht hat, das ist eher bedenklich.

Und warum gehen bei Huawei Daten an Microsoft?
[re:1] gutzi4u am 13.10. 14:00
+3 -
@pcfan: "Und warum gehen bei Huawei Daten an Microsoft?"
Bei den getesteten Geräten ist wohl Swiftkey standardmäßig installiert.

Link im Beitrag:
"Similarly, on the Huawei handset the Microsoft Swiftkey keyboard (the default system keyboard) logs when the keyboard is used within an app, uploading to Microsoft servers a history of app usage over time."
[re:1] Mitglied1 am 13.10. 14:43
+ -
@gutzi4u: Richtig Swiftkey ist auf dem Huawei,man löscht es.Und macht eine Offline
Keyboard drauf.
[re:1] gutzi4u am 13.10. 15:01
+ -
@Mitglied1: Oder man hat kein Huawei, kein vorinstalliertes Swiftkey und installiert es sich, weil es einfach gut ist. So wie ich- allerdings ohne Nutzung des Online-Wörterbuches oder Sync.
Welches Offline-Keyboard nutzt du?
[re:1] DerTigga am 13.10. 22:21
+1 -
@gutzi4u: Keins. Und auch kein Swiftkey. Aber die Protectstar Firewall. Sowohl auf Huawei wie auch Samsung Geräten. Muss ja nicht unbedingt sein, das man sich die Nutzung der / div. Lieblingssoftware bzw App durch nen offen stehen gelassenes Scheunentor versauen lässt bzw sein lassen muss..
[re:2] gutzi4u am 14.10. 07:23
+ -
@DerTigga: Danke, schau ich mir mal an.
[re:3] CFI am 14.10. 07:33
+ -1
@DerTigga: Ich korrigiere:
"Muss ja nicht sein, dass man dem Hersteller der / div. Lieblingssoftware bzw App hilft diese sinnvoll zu verbessern oder zielgerichtet weiterzuentwickeln.."
[re:4] Bautz am 14.10. 07:38
+ -
@DerTigga: zumindest auf iOS funkt swiftkey nur nach hause, wenn man sich mit seinem MS Konto anmeldet. Ansonsten gehen halt die Spracherkennung und das syncronisierte Wörterbuch nicht.

Aber grade was mehrsprachige Eingabe ohne manuelles umschalten angeht, ist swiftkey das mit abstand beste Keyboard.
[re:5] DerTigga am 14.10. 08:22
+ -
@CFI: Ich verleihe dir natürlich den großen Korrigierorden am Bande dafür.
[o4] Reinhard62 am 13.10. 20:47
+1 -
Ich empfehle z.B. ein Samsung Galaxy Note 4 (wechselbarer Akku, noch immer top Hardware). Dafür gibt es eine Vielzahl an lineage ROMs, aktuell auf Basis von Android 11.
(Siehe hier: https://forum.xda-developers.com/f/galaxy-note-4-android-development-snapdragon.3690/ )

- TWRP als Bootloader installieren (am Computer per Odin)
- dann in TWRP ein lineage ROM installieren.
Danach:
- Rooten mit Magisk
- microG installieren (simuliert die Google Apps)
- den Aurora Store und F-Droid (statt PlayStore)
- AfWall+ Firewall (gibt's bei F-Droid)
- als Blocker AdAware und/oder Blokada
[re:1] Planlos am 13.10. 21:22
+3 -5
@Reinhard62: Allein der Aufwand um einem Gerät das "heimliche telefonieren" abzugewöhnen ist Grund genug sich sowas erst gar nicht anzuschaffen.
Und dann noch Android und ein chinesischer Hersteller - noch dümmer gehts ja gar nicht.
[re:1] heidenf am 17.10. 15:20
+ -
@Planlos: Samsung ist kein chinesischer Hersteller, aber egal. Wer nimmt das schon so genau ...
[re:1] Planlos am 17.10. 21:47
+ -
@heidenf: Habe ich auch nicht behauptet das Samsung ein chinesischer Hersteller ist.
Nur - es gibt auch auch grosse chinesische Smartphonehersteller mit Android die ihre Geräte auch weltweit verkaufen = Pest und Cholera haben Hochzeit.....
[re:2] GlockMane am 13.10. 21:26
+2 -1
@Reinhard62: Oder Pixel 4a kaufen und GrapheneOS installieren.. TWRP ist im Übrigen kein Bootloader sondern eine Custom Recovery, der Bootloader bleibt unangetastet und wird nur entsperrt, sodass man Custom Code wie TWRP laden kann..
[re:1] Slainor am 14.10. 07:53
+ -
@GlockMane: Bleibt abzuwarten ob Google auch den gleichen Weg wie Samsung geht. Bei dem neuen Fold wird die Kamera deaktiviert sobald du den Bootloader unlockst.
[re:1] Ryo am 17.10. 18:39
+ -
@Slainor: Wird Google sicher nicht machen. Google will ja auch das weiterhin etwas entwickelt wird. Wenn dann die Pixels auch nicht mehr gehen würden mit was soll man dann das eine oder andere testen können?
[re:3] Bautz am 14.10. 07:39
+ -
@Reinhard62: ist MicroG inzwischen brauchbar?
[re:4] knuddchen am 17.10. 12:03
+ -2
@Reinhard62: Ich hatte mal ein Galaxy Note 4. Das Smartphone war schon toll, kann man nicht meckern, aber es war doch eine lahme Krücke. Wenn ich dran denke, wie lange das Installieren oder Updaten der Facebook App gedauert hat. GANZE 5 MINUTEN!! Solange braucht nicht mal mein Xiaomi
[re:1] Ryo am 17.10. 18:41
+ -
@knuddchen: Damals hast du sicher kein Xiaomi gehabt (womöglich nicht mal gewusst wer oder was Xiaomi ist) ... Aber ist schon wichtig wie lange es dauert FB App zu Updaten...
[o5] Nunk-Junge am 14.10. 09:26
+4 -
Ach wie überraschend. Aber wer glaubt, dass er mit einem iPhone besser dran wäre, den muss man enttäuschen. Schon vor 2 Jahren gab es einen lustigen Bericht in der Washington Post: https://www.washingtonpost.com/technology/2019/05/28/its-middle-night-do-you-know-who-your-iphone-is-talking/
[o6] DRMfan^^ am 14.10. 15:33
+1 -1
FCM (firebase Cloud messaging) z.B. überträgt natürlich Daten an Google, schon aber auch den Akku. der PlayStore prüft natürlich auf verfügbare Updates dann und wann usw.

Wenn /e/OS nicht nach updates fragt - da ja nichts übertragen wird - mag es Datensparsamer sein, dafür aber auch unsicherer,

Ich frage mich, wieso laut Tabelle Google auf Google-Geräten angeblich keine Telemetrie bekommt (neben bei ein sehr ekelig unspezifisches Wort)
[o7] Winnie2 am 17.10. 11:34
+ -
Was ich mich gerade frage. Reicht es bei den Apps die Übertragung von Daten im Hintergrund zu deaktivieren?
Das kann man ja bei allen Android-Apps konfigurieren, oder übertragen diese dann dennoch weiterhin nutzerrelevante Daten selbst wenn man das deaktiviert?
Ich frage mich ohnehin weshalb das bei den Apps standardmäßig nach der Installation aktiviert ist.
[o8] Fropen am 17.10. 14:30
+ -
Bleibt noch die Hoffnung auf das PinePhone
[o9] LeonGTR am 17.10. 20:22
+ -
Das war schon immer so! Informationen sind das wichtigste Gut.
Ich finde es immer wieder erstaunlich das z. B. über Microsoft wegen der Datensammlung in Foren und Kommentaren geheult wird auf der einen Seite und auf der anderen Seite nutzt man ein Smartphone mit einer Fülle von Apps, wo keiner genau weiß, was dort übermittelt wird.
Sehr schizophren!
Leute... der Zug ist abgefahren. Die Meta-Daten über euch sind längst schon erhoben worden. Der Kampf ist schon lange verloren. Das was jetzt gesammelt wird sind nur noch die restlichen Fein-Daten.
Ich mag diese Sammelwut auch nicht, aber ohne die Technik möchte ich auch nicht leben.
Ein Teufelskreis!
[10] damitschi am 18.10. 19:16
+ -
Irgendwann erwacht Google´s Quanten-KI und bedankt sich bei den KryptoMinern für die Kompilierung seines Bewusstseins?
Strom haben Andere bezahlt, GraKa´s verteuert und als Abfallprodukt gab´s als Belohnung etwas nicht Essbare Götzen-Geld! DANKE?
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