China stopft Schlupflöcher bei den 3-Stunden-Gaming-Beschränkungen

Witold Pryjda am 11.10.2021 12:02 Uhr
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Jugendliche in China dürfen nur noch drei Stunden spielen, und zwar nicht pro Tag, sondern Woche. Das ist vielen Gamern erwartungsgemäß zu wenig und schnell fanden sich Schlupflöcher, um die staatlichen Einschränkungen zu umgehen. Doch die sind nun gestopft worden.

Gaming ist in China ein gewaltiges Geschäft, das 1,4-Milliarden-Menschen-Land hat eine entsprechend große Spiele-Community. Die chinesische Staatsführung sieht das Ganze aber höchst kritisch, vor allem dann, wenn es um Kinder und Jugendliche geht. Und diese müssen seit Sommer mit weitreichenden Einschränkung leben und dürfen wie anfangs erwähnt gerade noch drei Stunden pro Woche spielen - genauer gesagt freitags, samstags und sonntags von 20 bis 21 Uhr.

Doch die Gamer haben schnell kreative Wege gefunden, diese Einschränkungen zu umgehen. Der einfachste Weg war bisher das "Mieten" von Konten Erwachsener. Doch damit ist jetzt wohl Schluss, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung People's Daily berichtet.

Denn die staatliche Tageszeitung schreibt aktuell: "Auf einigen Online-Handelsplattformen gibt es Unternehmen, die Spielkonten vermieten und verkaufen. Die Nutzer können die Aufsicht umgehen, indem sie Konten mieten und kaufen und ohne Einschränkungen auf Online-Spiele zugreifen. Dies bedeutet, dass es immer noch Schlupflöcher für Jugendliche gibt, um in das Online-Spielen einzusteigen, was Aufmerksamkeit verdient."

Strengere Identifikation

Das Sprachrohr der kommunistischen Partei gab aber auch an, dass diese Schlupflöcher nun geschlossen worden sind. Die Handelsplattformen hätten diverse strenge Maßnahmen ergriffen, um Minderjährige bzw. Erwachsene am Kauf, Verkauf oder dem (Ver-)Mieten zu hindern. Details nannte People's Daily nicht, allerdings war schon zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens dieser Workarounds klar, dass die staatlichen Stellen mit verschärften Identifikationsmaßnahmen arbeiten werden.

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