Facebook & Instagram: Mehr Freunde, weniger Toxizität im Feed geplant

Roland Quandt am 11.10.2021 11:21 Uhr
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Facebook hat gegenüber US-Medien angekündigt, dass man einige grundlegende Veränderungen an der Art der Verbreitung der Inhalte auf Facebook und Instagram vornehmen will. Der Facebook-Feed soll wieder stärker auf Posts von Freunden ausgerichtet werden.

Facebook hat derzeit ein gigantisches Problem, laufen doch umfangreiche Ermittlungen der US-Regierung gegen den Konzern und eine frühere Mitarbeiterin sagt als Whistleblowerin aus. Der Konzern erlebte außerdem in der letzten Woche gleich mehrfach weitreichende Ausfälle seiner Dienste. In einer Talkshow des US-Fernsehsenders NBC erklägte Facebook-Sprecher Nick Clegg, dass sich jetzt einiges ändern soll.

Facebook will seinen Algorithmus, der darüber entscheidet, welche Inhalte den Nutzern in ihrem Feed angezeigt werden, so umstellen, dass ihnen wieder mehr Inhalte von Freunden angezeigt werden. Der Anteil von politischen Inhalten soll sinken. Clegg führt die Umstellung auf Nutzer-Feedback zurück, laut dem sich die Besucher entsprechende Änderungen gewünscht hätten.

Psychische Gesundheit von jungen Instagram-Usern soll geschützt werden

Auch bei Instagram will Facebook bald Veränderungen vornehmen. Man plant neue Schutzmaßnahmen, mit denen jüngere Nutzer vor toxischen Inhalten geschützt werden sollen. Hintergrund sind Berichte verschiedener US-Medien, laut denen die Verwendung von Instagram zu einer verschlechterten mentalen Gesundheit von jüngeren Nutzern führen soll.

In einem weiteren Interview mit dem Magazin State of the Union des Nachrichtensenders CNN erklärte Clegg später, dass man die Bedenken von manchen Beobachtern nachvollziehen könne und deshalb nun Experten anhören will, um gegebenenfalls nötige Änderungen vorzunehmen. Man wolle deshalb neue Steuerungsmechanismen einführen, mit denen die Eltern von Teenagern die Möglichkeit bekommen, den Konsum von Instagram-Inhalten durch ihren Nachwuchs besser zu kontrollieren und zu beobachten.

Außerdem will man die Vielfalt der Inhalte, die Jugendliche von Instagram vorgesetzt bekommen, steigern. Sollte das System erkennen, dass ein junger Nutzer ständig die gleiche Art von Inhalten konsumiert und damit seine psychische Gesundheit gefährden könnte, soll der Nutzer automatisch "angestoßen" werden, andere Inhalte zu betrachten. Einen Zeitplan für die Umsetzung der von Clegg angekündigten Veränderungen gibt es bisher nicht.

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