Google und YouTube drehen Klimawandel-Leugnern den Geldhahn zu

Stefan Trunzik am 08.10.2021 08:50 Uhr
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Google und YouTube wehren sich gegen Inhalte und Ersteller, die abseits von politischen und wissenschaftlichen Diskussionen den Klimawandel leugnen. Neue Algorithmen und Überprüfungen sollen dafür sorgen, dass entsprechende Videos von Werbeeinnahmen ausgeschlossen werden.

Für Content-Creator auf YouTube stellt die Monetarisierung durch Werbeeinblendungen die größte Geldquelle dar. Dass von dieser auch Impfgegner und Klimawandelleugner profitieren, ist dem Suchmaschinen-Konzern seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Nachdem erst kürzlich diverse Kanäle - unter anderem RT Deutsch - aufgrund der Verbreitung von falschen Informationen zur Coronavirus-Pandemie von der Plattform verbannt wurden, geht man laut einem neuen Support-Dokument jetzt noch einen Schritt weiter.

Neue Richtlinie gegen Klimawandelleugner startet ab November

"Heute kündigen wir eine neue Monetarisierungsrichtlinie für Google-Werbekunden, Publisher und YouTube-Ersteller an, die Anzeigen für und die Monetarisierung von Inhalten verbietet, die dem etablierten wissenschaftlichen Konsens über die Existenz und die Ursachen des Klimawandels widersprechen. Dazu gehören Inhalte, die den Klimawandel als Schwindel oder Betrug bezeichnen, Behauptungen, die leugnen, dass langfristige Trends zeigen, dass sich das globale Klima erwärmt, und Behauptungen, die leugnen, dass Treibhausgasemissionen oder menschliche Aktivitäten zum Klimawandel beitragen."

Weiterhin führt Google aus, dass man bei der Überprüfung alle aufgestellten Behauptungen sorgfältig prüfen und zwischen Inhalten, die eine falsche Aussage als Tatsache darstellen und Inhalten, die über diese Behauptung berichten oder diskutieren, unterscheiden wird. Öffentliche Debatten und andere klimabezogene Themen sollen weiterhin mit Hilfe von Werbeanzeigen monetarisiert werden können. Zur Überprüfung werden sowohl automatisierte Tools als auch eine zusätzliche menschliche Kontrolle eingesetzt. Die Durchsetzung der Richtlinie wird ab November beginnen.

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