AMD bestätigt: Bis zu 15 Prozent Leistungsverlust unter Windows 11

Stefan Trunzik am 07.10.2021 07:55 Uhr
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Der Chiphersteller AMD bestätigt die Leistungseinbrüche unter Windows 11 in Verbindung mit diversen Ryzen-Prozessoren. Die Performance soll sich vor allem in Spielen um bis zu 15 Prozent verschlechtern können. Updates seitens AMD und Microsoft sind bereits in Planung.

Erst vor wenigen Tagen berichteten Benchmark-Betreiber und unabhängige Medien von Leistungseinbußen, die vor allem Spieler nach dem Upgrade von Windows 10 auf Windows 11 in Kauf nehmen müssen, sollten diverse Sicherheitsmechanismen des neuen Betriebssystems zugeschaltet werden. Doch die Performance-Probleme scheinen jetzt noch höhere Wellen zu schlagen. Wie AMD offiziell einräumt, müssen Besitzer kompatibler Ryzen-Prozessoren aktuell mit einem Leistungsverlust von bis zu 15 Prozent rechnen - und das ab Werk.

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Ryzen-Kernzuweisung und L3-Cache-Latenz machen Probleme

Problematisch wird es vor allem dann, wenn Ryzen-CPUs mit acht oder mehr Kernen und einer Thermal Design Power (TDP) von über 65 Watt zum Einsatz kommen. Windows 11 scheint bei betroffenen Prozessoren nicht korrekt entscheiden zu können, welcher Rechenkern schneller und somit zu bevorzugen ist. Vor allem in Szenarien, in denen nur ein Kern benötigt wird, kann es somit zu mehr oder weniger großen Leistungsverlusten kommen. Ein Software-Update zur Lösung des Problems befindet sich bei AMD bereits in Arbeit und wird im Laufe des Oktobers erwartet.

Weitere Probleme können zudem dafür sorgen, dass die Latenzzeit des L3-Cache um das Dreifache ansteigt, was zu immensen, negativen Auswirkungen auf die Leistung von Programmen und vor allem Spielen führen kann. AMD spricht von einer möglichen Performance-Reduzierung zwischen drei bis fünf Prozent bei Apps und zwischen zehn bis 15 Prozent in Spielen, "die häufig für den eSport verwendet werden". Microsoft soll dieses Problem in einem zukünftigen kumulativen Update adressieren und voraussichtlich noch im Oktober lösen.

Bis zu einer zeitnahen Lösung empfiehlt AMD zwischen den Zeilen vorerst auf das Windows 11-Upgrade zu verzichten und eine unterstützte Version von Windows 10 zu verwenden.

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