Windows 11: So lässt sich die Hardware-Prüfung einfach umgehen

Christian Kahle am 29.09.2021 08:39 Uhr
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Windows 11 lässt sich mit etwas Hilfe auch problemlos auf Sys­te­men installieren, die nicht den Vorgaben Microsofts ent­spre­chen. Ein Skript sorgt dafür, dass erforderliche Kom­po­nen­ten ig­no­riert und Updates sogar in virtuellen Ma­schi­nen mög­lich sind.

Microsoft hatte mit den Systemanforderungen für einiges Aufsehen gesorgt. Windows 11 verlangt offiziell zwingend nach einem TPM 2.0-Chip, Secure Boot und einer recht neuen CPU. Hier standen nun viele Nutzer vor dem Problem, dass insbesondere Test-Umgebungen in Unternehmen entweder nicht gut genug mit Hardware ausgestattet waren oder aber die genutzten Virtualisierungen die Anforderungen nicht erfüllen konnten.

Ein Skript hilft nun aber, die Systemprüfung ein Stück weit zu umgehen. Es ist Bestandteil des Universal MediaCreationTool Wrapper, einer Batch-Datei, mit der sich ISO-Dateien von Microsoft-Betriebssystemen herunterladen lassen. Im Gegensatz zum offiziellen Media Creation Tool Microsofts, das stets nur die aktuellste Windows-Version anbietet, kann der User hier zwischen verschiedenen Fassungen auswählen. Seit einigen Tagen wird auch schon Windows 11 unterstützt.

Universal MediaCreationTool Wrapper
Universal MediaCreationTool Wrapper

Vorsicht ist ratsam

Neben der hauptsächlichen "Me­dia­Cre­a­tion­Tool.bat" wird hier jetzt auch das Skript "Skip_TPM_Check_on_Dynamic_Update.cmd" bereitgestellt. Dieses sorgt dafür, dass die Prüfungen auf Hardware-Kompatibilität umgangen werden. Upgrades sind daher nach einer Ausführung des Skripts auch möglich, wenn TPM 2.0 und Secure Boot nicht vorhanden sind. Aber auch die Prüfung auf die erforderlichen 64 Gigabyte Festplatten-Platz entfällt, was für Nutzer, die Windows 11 in virtuellen Maschinen testen wollen, ein massiver Vorteil ist.

Auch wenn die Nutzung des Skripts bequem ist, sollte man sich doch besser darauf beschränken, es auf Test-Systemen einzusetzen. Denn man muss damit rechnen, dass die Systemprüfung irgendwann nicht mehr hinreichend ausgetrickst werden kann. Dann würde man im Zweifelsfall mit einem Produktivsystem dastehen, das keine Sicherheits-Patches bekommt. In Zeiten massiver Ransomware- und Botnetz-Aktivitäten ist das wahrlich keine gute Idee.

Siehe auch:

Download Windows 11 System-Check: PC bereit?
Video-Rundgang durch Windows 11: Die wichtigsten Neuerungen
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