Binance: Neue Vorwürfe zu Insiderhandel und Marktmanipulation

Witold Pryjda am 20.09.2021 10:26 Uhr
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Die Kryptobörse Binance gehört zu den großen Aufsteigern des Bitcoin und Co.-Booms, doch das in China gegründete und mittlerweile in Malta ansässige Unternehmen steht immer wieder im Blickpunkt von Finanzwächtern. Aktuell stehen neue schwerwiegende Vorwürfe im Raum.

Denn Binance muss sich aktuell mit Vorwürfen auseinandersetzen, wonach man möglicherweise die eigene Kryptohandelsplattform ausgenutzt habe, um unlautere Geschäfte durchzuführen. Quellen des Wirtschaftsportals Bloomberg zufolge haben US-Behörden ihre Untersuchung von Binance auf möglichen Insiderhandel und Marktmanipulationen ausgeweitet.

Allerdings liegen gegen Binance bisher keine direkten Anklagen vor, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) hat zunächst Zeugenbefragungen durchgeführt, um beispielsweise abzuklären, wo sich Binance-Server befinden und ob US-Behörden überhaupt tätig werden können.

Derivate, Geldwäsche und mehr

Die Vorwürfe bzw. die möglichen Untersuchungen sind nicht die ersten, Binance unter die Lupe nehmen: Bereits zuvor hatte die für Future- und Optionsmärkte zuständige US-Behörde Ermittlungen zum Verkauf von an Kryptowährungen gebundene Derivate aufgenommen.

Hier sieht sich CFTC interne Daten von Binance an, um festzustellen, ob der Verkauf solcher Derivate gegen US-Richtlinien verstoßen hat - denn bei solchen Geschäften ist deren Registrierung notwendig und es ist nicht klar, ob das im Fall von Binance regelkonform abgelaufen ist bzw. abläuft. Das ist nicht alles: Auch die US-Finanzbehörde hat Binance im Visier, denn die Plattform wird auch im Hinblick auf Geldwäsche geprüft.

Ob dabei tatsächlich etwas herauskommt, ist offen: Denn die US-Behörden haben die Plattform dem Vernehmen nach schon seit Monaten im Visier und wollen sich auch Zeit lassen, um Vorwürfe zu erhärten - oder auch die Ermittlungen fallenzulassen, wenn man nicht genug in der Hand hat. Binance selbst weist alles von sich und teilte unter anderem mit, dass man einen "Null-Toleranz"-Ansatz zu Insiderhandel und ähnlichem verfolgt.

Siehe auch: Kryptobörse Binance zurechtgestutzt - Derivate-Handel in UK untersagt
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