Microsoft-Studie: Home-Office verhindert Innovation & Produktivität

oder

Zugangsdaten vergessen?

Jetzt kostenlos Registrieren!
[o1] FuzzyLogic am 12.09. 13:18
wenn ein Mitarbeiter sagt, er sei im Homeoffice produktiver als im Büro, würdne bei mir als Arbeitgeber alle Alarmglocken schrillen. Denn entweder der Mitarbeiter lügt oder irgebdwas läuft gewaltig falsch im Unternehmen. Optionales und beschränktes Homeoffice kann ein gutes Mittel der Arbeitszeitflexibilisierung sein, aber Homeoffice kann in meisten Fällen nicht die Interaktion der Mitarbeiter in der Firma ersetzen.
[re:1] ajzr am 12.09. 13:20
+ -
@FuzzyLogic: Da gehst du aber hart ins Gericht mit den Mitarbeiter*innen, wenn du sie gleich der Lüge bezichtigst
[re:1] FuzzyLogic am 12.09. 14:57
+1 -3
@ajzr: ich bezichtige niemand der Lüge, sondern unterstelle eher dass man als Unternehmer etwas falsch gemacht hat, wenn die Mitarbeiter unabhängig von ihren Lebensumständen lieber im Homeoffice sind als im Unternehmen.
[re:2] Bautz am 12.09. 13:34
+ -
@FuzzyLogic: Ich hingegen glaube das meinen Mitarbeitern. Meine aktuelle Regelung ist "Im Quartal 15 Tage im Büro sein (ca. 1,5 Tage die Woche).
[re:3] HeadCrash am 12.09. 13:50
+ -
@FuzzyLogic: Sowas lässt sich ja leicht messen. Man sieht ja, welches Arbeitspensum bewältigt wird. Und wenn das nicht im Home Office mehr als im Büro ist, dann ist da auch niemand produktiver. Viele mögen angenehmeres Arbeiten oder konzentrierteres Arbeiten mit Produktivität verwechseln, aber produktiver ist man nur, wenn man mehr in derselben Zeit oder dieselbe Menge in weniger Zeit schafft.

Letzteres kann ich mir übrigens je nach Beruf sehr gut vorstellen, da man im Home Office in der Regel weniger häufig gestört wird (mal von ganzen Familien im Home Office inkl. Home Schooling abgesehen). Ich merke aber vor allem in den Bereichen, in denen Kreativität und Flexibilität bei der Problemlösung benötigt werden, genau das, was der Artikel beschreibt: man ist deutlich ineffizienter im Home Office, weil die Kommunikationsbarriere selbst bei (Video-) Telefonie höher ist, als wenn man in einem Raum nebeneinander sitzt.
[re:4] bear7 am 12.09. 13:52
+ -
@FuzzyLogic: du fängst schon mit dem gravierenden Fehler an, dass du die Arbeit Pauschalisierst (so wie es oben auch gemacht wird...)

ein reiner Entwickler ist z.b. nur schwer mit einem Projektleiter oder Scrum-Master zu vergleichen...

außerdem sind auch die Menschen unterschiedlich!

kurzum => ein Glück bist du nicht in der Mitarbeiter Führung!
[re:1] FuzzyLogic am 12.09. 14:56
+ -
@bear7: ich habe im Vertrieb drei Mitarbeiter unter mit und erlaube ihnen entgegen der Unternehmensrichtlinie vereinzelte Homeoffice-Tage. Das wird aber nur sehr wenig in Anspruch genommen, da wir im Büro eine Arbeits- und Teamatmosphäre geschaffen haben, die die Kollegen zu maximaler Produktivität und Zusammenarbeit aktiviert. Das ist im Dauer-Homeoffice definitiv nicht so abbildbar.
[re:1] bear7 am 12.09. 16:10
+1 -
@FuzzyLogic: Vertrieb!
merkste...
anderes Umfeld andere Konstellation

ICH kenn mich da NULL aus, daher kann, will und werde ich das nicht beurteilen.

In der Softwareentwicklung ist es (je nach Umgebung) Zuhause sogar sehr förderlich.
[re:5] LoD14 am 12.09. 14:05
+2 -
@FuzzyLogic: Ja Stopp. Wenn man mal das Abstract des Artikels gelesen hätte, wäre einem Aufgefallen, dass es um "Information Workers" geht (Synonym für Knowledge Worker). Wikipedia sagt dazu "Knowledge workers are workers whose main capital is knowledge. Examples include programmers, physicians, pharmacists, architects, engineers, scientists, design thinkers, public accountants, lawyers, editors, and academics, whose job is to "think for a living"."

Dann wird schnell deutlich, dass das ein Problem ist, was primär die Tech-Branche und insbesondere die Entwicklung betrifft. Aber selbst ein Unternehmen wie Microsoft, was natürlich tatsächlich einen Schwerpunkt auf Entwicklung hat, besteht nicht nur aus Entwicklern. Und davon abzuleiten, dass Homeoffice weniger produktiv ist wie Präsenz ist auch falsch. Hier muss man wieder auf die Berufsfelder gucken.
[o2] Krucki am 12.09. 15:47
+ -
Wenn die Mitarbeiter eines Unternehmens, welches Teams entwickelt, lieber auf asynchrone Kommunikation setzten, dann läuft da irgendwas falsch. Seit 2019 befinde ich mich im Home Office. Wir nutzen sehr stark Teams für Onlinemeetings, Work Shops etc. Die Zusammenarbeit an Dokumenten läuft besser als vorher, wenn mehrere in einem Dokument gleichzeitig arbeiteten ohne Livekommunikation. Jetzt stimmt man sich in Echtzeit über Teams ab während man daran arbeitet. Eben richtiges Co-Working. Wissensvermittlungen funktionieren zum großen Teil besser (abhängig vom Referenten), da niemand in der letzten Reihe sitzt und jeder gleich gut alles sehen kann. Insgesamt kann man sagen, dass das Projektmanagement bei uns so gut wie unverändert weiter läuft und wir auch zukünftig mehrere Tage pro Woche Home Office behalten können, wenn wir es persönlich wollen.
[o3] Lolwis am 12.09. 20:10
+1 -
Ich weiß von mir selber, dass ich zu Hause nicht produktiv bin. Ich will niemandem das Homeoffice verbieten, aber ich persönlich empfinde das nicht als angenehm. Lieber fahre ich ins Büro, arbeite dort, und fahre dann wieder nach Hause. Dann ist das ganze für mich richtig getrennt und ich kann zu Hause besser abschalten bzw. mich im Büro besser konzentrieren.
[o4] DRMfan^^ am 13.09. 10:33
+ -
Interessant - man sollte doch annehmen, asynchrone Kommunikation sinnvoller ist, weil man sich als Absender klar seine Gedanken auf den Punkt bringen kann und der Empfänger nicht alle paar Minuten aus der Konzentration gerissen wird....
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2021 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies