Intel NUC P14E: Modulares Ultrabook mit austauschbarer CPU-Karte

Roland Quandt am 06.09.2021 14:04 Uhr
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Der Chipkonzern Intel bringt mit dem Intel NUC P14E Laptop Element das erste modulare Notebook auf den Markt, bei dem das Mainboard in Form einer Steckkarte ganz bequem aufgerüstet werden kann. Das Gerät richtet sich vor allem an Firmenkunden und bietet eine attraktive Austattung.

Intel hatte das Konzept eines Laptops, bei dem das Mainboard inklusive CPU, Speicher und allen weiteren grundlegenden Komponenten in Form eines sogenannten Compute Elements, also einer Steckkarte, mit wenigen Handgriffen ausgetauscht werden kann, bereits bei der Vorstellung der ersten Compute Elements als mögliches Nutzungsszenario präsentiert.

Gutes Display, großer Akku

Jetzt bringt der US-Konzern selbst das erste derartig ausgerüstete Notebook auf den Markt (via ComputerBase), das als eine Art "Whitebook" von verschiedenen Markenanbietern vertrieben werden kann. Das 14-Zoll-Notebook hat eine ordentliche Ausstattung und ist eigentlich nur für Business-Kunden gedacht, die eine große Zahl von Mitarbeitern damit ausrüsten wollen.

Intel rüstet das Laptop Element, wie das NUC P14E Chassis ebenfalls bezeichnet wird, mit einem 14 Zoll großen LCD aus, das im 3:2-Format gehalten ist und mit 3000 x 2000 Pixeln sowie 400 Candela maximaler Helligkeit, Touchscreen und voller Abdeckung des sRGB-Farbraums eine ordentliche Ausstattung bietet.
Intel NUC P14E Laptop Element "Camden County"

Hinzu kommt ein CNC-gefrästes Aluminium-Gehäuse, welches mit einem Fingerabdruckleser und einer hintergrundbeleuchteten Tastatur aufwartet. Darin steckt auch ein RJ45-Anschluss für Gigabit-Ethernet, ein Thunderbolt-4-fähiger Typ-C- und zwei normale USB 3.2 Gen2-Ports von voller Größe. Außerdem gibt es einen HDMI-2.0b- und einen DisplayPort, eine infrarotfähige Webcam für Windows Hello, ein Glas-Trackpad und einen mit 77 Wattstunden sehr üppig dimensionierten Akku, der für enorme Laufzeiten sorgen könnte.

CPU-Modul muss separat gekauft werden

Intel bietet das Gerät im Grunde ohne das Compute Element an, das in Form von insgesamt fünf verschiedenen Modellen zusätzlich zum NUC P14E gekauft werden kann. Diese sind in Deutschland bereits seit einiger Zeit im freien Handel zu haben und werden je nach Variante im WinFuture-Preisvergleich derzeit zu Preisen zwischen 141 bis 610 Euro geführt. Das Angebot reicht vom einfachen Intel Celeron Dualcore bis hin zum Intel Core i7-1185G7 mit vier Kernen und bis zu 4,8 Gigahertz Turbotakt.

Die Compute Elements sind jeweils mit vier, acht oder 16 Gigabyte fest verlötetem Arbeitsspeicher versehen und bringen auch ein WiFi-6-fähiges WLAN-Modul sowie Bluetooth 5.2 mit. Die SSD muss der Kunde im NUC P14E selbst verbauen, so dass man eine gewisse Flexibilität hat, was den Austausch der Plattform angeht, gleichzeitig aber keine Daten verloren gehen. Das Gesamtpaket ist nur 16,5 Millimeter dick und wiegt mit 1,5 Kilogramm nicht mehr als andere Ultrabooks dieser Größe.

Offiziell nennt Intel aufgrund der Ausrichtung des P14E Laptop Element keine Preise, doch kann man bei US-Händlern bereits erste Listings dafür finden, die den Preis mit knapp 900 US-Dollar beziffern. Kombiniert man nun die Kosten für das Compute Element, für das im Fall eines aktuellen Core i5-Modells rund 350 Euro fällig werden, mit den rund 900 Euro für das Laptop-Chassis mit Akku, Display und Ports, sowie mindestens 100 Euro für eine ordentliche SSD, kostet das Intel-Paket für Endkunden wohl rund 1500 Euro.

Es ist damit preislich durchaus vergleichbar mit ähnlich ausgestatteten Business-Notebooks, bietet aber eben den Vorteil eines schnell und einfach tauschbaren Rechenmoduls. Intel will das NUC P14E Laptop Element in Kürze auch in Deutschland anbieten - inklusive einer entsprechenden Tastatur.
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