Das Apple VR-Headset soll drahtlos aber nicht eigenständig arbeiten

Roland Quandt am 03.09.2021 15:57 Uhr
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Apples kommendes Virtual-Reality-Headset wird laut einem neuen Bericht anders als etwa Microsofts HoloLens nicht eigenständig sein, sondern den Großteil der Rechenarbeit von einem iPhone oder Mac erledigen lassen. Apple will das VR-Headset dafür mit einem speziellen Funkchip ausrüsten.

Wie das US-Magazin The Information unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von Apple berichtet, arbeitet der US-Computerkonzern an einem neuen SoC, bei dem man mit voller Absicht auf diverse Features verzichtet, die normalerweise in Apples Plattformen Standard sind. Stattdessen legt Apple einen Schwerpunkt auf die drahtlose Übertragung und anschließende Verarbeitung von Videodaten, statt den Chip so leistungsfähig wie möglich zu machen.

Headset für die Anzeige, Datenverarbeitung extern

Der Grund dafür ist simpel: Apple will das VR-Headset vorerst nur als eine Art Receiver beziehungsweise Display für die von einem Host-System gelieferten Daten machen. Dazu wird der neue Funkchip so gestaltet, dass er möglichst energieeffizient arbeitet und eine möglichst lange Akkulaufzeit ermöglicht. Gleichzeitig soll das SoC in der Lage sein, die ein- und ausgehenden Daten möglichst schnell und effizient zu verarbeiten, um sie vor den Augen des Nutzers anzeigen zu können.

Dennoch hat das Gerät natürlich eine eigene CPU und eine eigene Grafikeinheit, die unter Umständen einen vereinfachten Betrieb des Headsets ermöglichen, wenn die jeweilige Datenquelle nicht verbunden ist. Die Verbindung zu einem Host-System soll vor allem auch deshalb sinnvoll sein, weil das VR-Headset angeblich in der Lage sein soll, hochauflösende Bilddaten von der Umgebung des Nutzers für Augmented-Reality-Anwendungen zu erfassen.

Für die Erfassung dieser Daten soll angeblich ein Bildsensor verwendet werden, der enorme Abmaße hat und damit so groß ist, wie eine der Linsen des Headsets. Damit will Apple angeblich die Anzeige von Abbildern der Umgebung des Nutzers realisieren, wobei offen ist, wie große der Detailreichtum dabei ausfällt. Offen ist ohnehin, welche Nutzungsarten Apple vorschweben.

Wann das erste Apple VR-Headset auf den Markt kommt, das einen "helmähnlichen" Formfaktor haben soll, ist derzeit noch unklar. Die dafür benötigten Chips werden angeblich erst in mehr als einem Jahr in die Massenfertigung gehen.
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