Weil's bei Apple so gut klappt: Google baut eigene CPUs für Laptops & Co

Roland Quandt am 01.09.2021 09:37 Uhr
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Weil Apple mit dem Ansatz, selbst eigene Prozessoren für seine PCs und mobilen Endgeräte zu entwickeln, großen Erfolg hat, versucht jetzt auch Google die Chips für die hauseigene Consumer-Hardware mit immer mehr Aufwand selbst zu entwickln. Neben den Pixel 6-Smartphones geht es vor allem um Chromebooks.

Laut dem japanischen Wirtschaftsdienst Nikkei Asia hat Google zuletzt seine Teams für die Chipentwicklung massiv ausgebaut. Mit den neuen Smartphones der Pixel 6-Serie wird deren Arbeit schon bald erste Früchte tragen, sollen die neuen Telefone doch mit einem eigenen SoC von Google ausgerüstet werden, den der Internetkonzern bei einem Vertragsfertiger bauen lässt.

Die Ambitionen von Google in Sachen Chipentwicklung beschränken sich jedoch nicht auf Smartphones. Stattdessen will man ab ungefähr 2023 auch Notebooks und Tablets mit Chrome OS anbieten, in denen selbstentwickelte CPUs bzw. Plattformen ihren Dienst tun. Bisher setzt Google in diesen Produkten meist auf Chips von Intel, AMD, MediaTek und Qualcomm.

Schlechte Nachrichten für Intel & Co

Googles Bemühungen sollen vor allem von Apples Ansatz inspiriert worden sein, der dazu geführt hat, dass Apple mittlerweile der führende Anbieter von ARM-Plattformen für Endkunden-Hardware aller Art ist. Nach den iPhones und iPad sollen Apple-eigene Chips schließlich bald in allen anderen Geräten des US-Computerkonzerns stecken.

Google kämpft wie viele andere Anbieter mittlerweile darum, Mitarbeiter der großen Chiphersteller abzuwerben, um die eigenen Teams weiter auszubauen. Dabei holt man seit geraumer Zeit vor allem frühere Mitarbeiter von Firmen wie Intel, Qualcomm und MediaTek an Bord. Die Chip-Teams von Google sind dabei vor allem in den für die Chipindustrie extrem wichtigen Ländern Israel, Indien, Taiwan sowie in den USA angesiedelt.

Mit der Verwendung eigener Chips in seinen Chrome OS-Geräten könnte Google bessere Voraussetzungen schaffen, um diese erfolgreicher zu vertreiben. Zwar hatte man bereits das Pixelbook und das Pixel Slate im Sortiment, diese auf Chips von Zulieferern basierenden Geräte sind jedoch sehr teuer und verkauften sich nicht gut. In den Jahren 2017 und 2018 gingen die Geräte jährlich nur weniger als eine halbe Million Mal über die Ladentheken.
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