Amazon will groß in Konzert-Livestreams einsteigen - auch via Twitch

Roland Quandt, 01.09.2021 13:48 Uhr 6 Kommentare
Amazon bietet bereits diverse Livestreams an, darunter auch Fußball und die Game-Streaming-Plattform Twitch. Jetzt nimmt man den Markt für Live-Konzerte ins Visier. Angeblich will Amazon Twitch um einen Bereich für Konzert-Streams erweitern und dafür mit vielen Labels kooperieren. Wie das US-Magazin Axios von mehreren Quellen aus dem Umfeld von Amazon und der Musikbranche erfahren hat, plant Amazon einen Einstieg in die Übertragung von Musikveranstaltungen. Dabei sollen Amazon-Music-Kunden künftig die Möglichkeit erhalten, die Veranstaltungen über ihr Abonnement live per Streaming und auf Wunsch auch über die Amazon Echo-Geräte mitverfolgen zu können.

Verhandlungen mit Labels laufen

Neben Konzerten und anderen Veranstaltungen sollen auch Live-Gespräche mit bestimmten Künstlern angeboten werden. Für all das will Amazon angeblich die Künstler und ihre Plattenfirmen natürlich auch entlohnen. Dazu verhandelt Amazon bereits mit einer Reihe von großen Musikfirmen, die Live-Audioveranstaltungen mit den bei ihnen unter Vertrag stehenden Künstlern anbieten sollen.

Neben einem Schwerpunkt auf Live-Konzerte will Amazon angeblich auch die vor allem in den USA beliebten sogenannten Talk Radio-Programme und Podcasts als zusätzliche Inhalte anbieten. Neben der Verfügbarkeit der neuen Live-Musik-Inhalte über Amazon Music will der Konzern offenbar auch Twitch zu einer Plattform für Konzertübertragungen machen, heißt es.

Die Nachfrage rund um Live-Übertragungen von Konzerten verschiedenster Musiker explodierte während der Coronavirus-Pandemie, so dass immer mehr Firmen in entsprechende Angebote investieren. Amazon will deshalb nicht etwa Audio-Gesprächsräume im Stil von Angeboten wie Twitter Spaces oder Clubhouse anbieten, sondern lieber direkt auf Live-Konzerte setzen. Wann ein solches Produkt von Amazon tatsächlich verfügbar gemacht wird, bleibt abzuwarten. Fraglich ist außerdem, wie breit das Ganze dann zugänglich sein wird, schließlich sind gerade im Musikgeschäft regionale Begrenzungen häufig.

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