Surface Go '3': Microsofts nächstes günstiges 2-in-1 mit neuen CPUs

Roland Quandt am 27.08.2021 15:12 Uhr
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Microsoft hat offenbar schon seit mindestens April 2021 ein neues Surface-Gerät in Arbeit, das zumindest anhand der hier verwendeten Intel-Plattformen eine Art Hardware-Update oder Nachfolger des Surface Go 2 zu sein scheint. Eine Benchmark-Datenbank liefert erste Details.

In der Datenbank von Geekbench 4 ist uns jüngst ein neues Gerät begegnet, das allem Anschein nach so etwas wie das Surface Go 3 sein könnte. Zwar trägt das Produkt keinen offiziellen Namen, doch die verwendete Bezeichnung "OEMAL Product Name DV1.1" entspricht dem von früheren Leaks zu neuer Surface-Hardware bekannten Muster. Das "AL" steht dabei in diesem Fall für eine Abkürzung des internen Codenamens, den wir leider nicht kennen.

Codename deutet auf Microsoft-Hardware hin

Zur Erklärung ein Beispiel: Das Surface Pro X 2 tauchte vor einiger Zeit mit der Bezeichnung "OEMSR..." in der Geekbench-Datenbank auf und trägt den Codenamen "Santa Rosa". Ähnlich dürfte es sich somit auch im Fall des mutmaßlichen Surface Go "3" verhalten. Nun aber zu den Details, die uns die Benchmark-Datenbank liefert.

Microsoft Surface Go 3: 'OEMAL' bei Geekbench
Die Varianten von 'OEMAL' in der Geekbench-4-Datenbank

Das potenzielle neue Surface Go 3 ist in zwei Varianten anzutreffen. Die Basisversion besitzt laut Geekbench einen Intel Pentium Gold 6500Y, bei dem es sich um einen der neuen "Amber Lake"-Y-Series SoCs handelt. Der Chip hat zwei x86-Kerne mit einem Basistakt von 1,1 Gigahertz und erreicht bei Bedarf per TurboBoost bis zu 3,4 Gigahertz. Die maximale Verlustleistung von sieben Watt erlaubt einen lüfterlosen Betrieb.

Intel Amber Lake-Y-SoCs unter der Haube

In der zweiten Version des "OEMAL" steckt hingegen der Intel Core i3-10100Y, der eigentlich kein "echter" Core i3-Chip ist, sondern ebenfalls zu den stromsparenden Low-End-SoCs der "Amber Lake"-Y-Serie gehört. Er hat vier x86-Cores, für die Intel einen Basistakt von 1,3 Gigahertz nennt. Per Turbo kann der Chip bei Bedarf bis zu 3,9 Gigahertz erreichen und so zumindest kurzfristig deutlich mehr Leistung verfügbar machen. Auch spricht Intel von einer maximalen Verlustleistung von sieben Watt.

In der Basisvariante testete Microsoft das neue Surface Go 3 offensichtlich mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher, während die stärkere Version mit ordentlichen acht Gigabyte RAM daherkommt. Weitere Details wie etwa die Displaygröße oder gar Auflösung und die weitere Ausstattung verraten die Datenbankeinträge bei Geekbench natürlich noch nicht.

Moderate bis deutliche Performance-Steigerung

Was die potenzielle Leistung der neuen Modelle angeht, liefern die Geekbench-Ergebnisse immerhin Hinweise. Im Fall des Basismodells geht es im Single-Core-Test mit dem Intel Pentium Gold 6500Y im Vergleich zum Pentium Gold 4425Y des Surface Go 2 um gut 62 Prozent aufwärts. Im Multicore-Test liegt der Score um gute 47 Prozent höher.

Vergleicht man das Topmodell des Surface Go 2 mit Intel Core i3-8100Y mit dem neueren Testgerät mit Intel Core i3-10100Y, liegt das neuere Gerät im Single-Core-Test mit Geekbench 4 gut vier Prozent höher. Im Multi-Core-Test sind es knapp 11 Prozent Mehrleistung. Dabei ist zu bedenken, dass nur wenige Benchmark-Ergebnisse zum "OEMAL" vorliegen und sich in Sachen Performance bei der finalen Hardware noch einiges tun kann.

Ob und wann Microsoft tatsächlich ein neues Surface Go 3 im bekannten Design also in Form eines Tablets mit Ständer und magnetisch andockbarem Keyboard auf den Markt bringt, ist derzeit noch offen. Zuletzt war Mitte 2020 zu hören, dass die Redmonder angeblich sogar eine Variante mit AMD-Plattform testen würden. Abgesehen von diesen Benchmark-Resultaten ist die Gerüchteküche rund um einen Nachfolger des Surface Go 2 praktisch still.
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