Kehrtwende: OnlyFans weicht vom geplanten Porno-Verbot wieder ab

Witold Pryjda, 25.08.2021 16:48 Uhr 41 Kommentare
Es war eine erstaunliche Entscheidung und die nun erfolgte 180-Grad-Wende ist es ebenfalls: Das auf erotische Inhalte spezialisierte britische Unternehmen OnlyFans hat heute nämlich angekündigt, dass man nicht wie geplant zum 1. Oktober Porno-Inhalte weitgehend verbieten wird. Der Schritt von OnlyFans hat in den vergangenen Tagen viel Staub aufgewirbelt. Das lag nicht unbedingt an der Tatsache, dass es dort erotische und pornografische Inhalte zu sehen gibt. Vielmehr gilt OnlyFans als "Vermittler" zwischen Sexarbeiter*innen und den Fans bzw. Kunden. Damit ist die Plattform eine bedeutende Einnahmequelle für einzelne Personen, die mit Erwachseneninhalten Geld verdienen bzw. davon leben.

Zuletzt geriet man aber unter Druck von Banken bzw. Zahlungsdienstleistern, woraufhin OnlyFans bekannt gab, dass man ab dem 1. Oktober einen Großteil der pornografischen Inhalte verbieten wird. Erst vor kurzem wurde der Grund bekannt, denn OnlyFans-Gründer und -CEO Tim Stokely sagte in einem Interview, dass drei US-Banken massiven Druck ausgeübt hätten und man zu diesem Schritt schlichtweg gezwungen war.

Änderungen werden "ausgesetzt"

Doch am heutigen Mittwoch gab es eine durchaus überraschende Kehrtwende: OnlyFans gab auf Twitter bekannt, dass man zum 1. Oktober die geplante Änderung doch nicht durchführen wird. Offiziell spricht man zwar davon, dass das "ausgesetzt" wird, im Prinzip ist diese aber wohl vom Tisch, womöglich endgültig.

OnlyFans: "Vielen Dank an alle, die sich Gehör verschafft haben. Wir haben die notwendigen Zusicherungen erhalten, um unsere vielfältige Kreativ-Community zu unterstützen, und haben die geplante Änderung der Richtlinien zum 1. Oktober ausgesetzt. OnlyFans steht für Inklusion und wir werden weiterhin ein Zuhause für alle Kreativen bieten." OnlyFans-Kreative sollen demnächst per E-Mail offiziell informiert werden, ansonsten äußerte sich das Unternehmen nicht weiter dazu.

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