Nach NASA-Zoff: Jeff Bezos verliert wichtigstes Personal an Elon Musk

John Woll am 23.08.2021 20:23 Uhr
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Die NASA hat Blue Origin von Jeff Bezos nicht als Technologie-Dienst­leis­ter für den Mondflug ausgewählt, sondern Elon Musks SpaceX. Zwar klagt Bezos aktuell noch, den Abgang wichtiger Mitarbeiter nach dem Rückschlag kann er aber nicht verhindern.

Blue Origin verliert empfindlich viele Führungsmitarbeiter

Kritiker werfen Blue Origin vor, bis auf die "Spielzeugrakete" für die Weltraumtouristen-Flüge der eigenen Chefs bisher nur wenig Vorzeigbares entwickelt zu haben. Unter großer öffentlicher Aufregung hatte die NASA auch das Konzept des Unternehmens für ein System zur Mondlandung abgelehnt und den Auftrag an SpaceX erteilt. Es folgt eine immer noch anhaltende juristische Schlammschlacht mit der US-Weltraumbehörde. Jetzt berichtet CNBC, dass Blue Origin noch weitere herbe Rückschläge hinnehmen muss. Top-Talente verlassen das Unternehmen in Scharen.

Blue Origin hat demnach alleine in diesem Sommer mehr als "ein Dutzend wichtige Führungskräfte und Top-Ingenieure" verloren. Wie CNBC weiter berichtet, sollen die meisten das Unternehmen in den Wochen nach dem Weltraumflug von Gründer Jeff Bezos verlassen haben. Darüber hinaus waren auch Mitarbeiter ausgeschieden, die offenbar federführend am von der NASA abgelehnten Konzept für die Mondlandung beteiligt waren.

Blue Origin
Jeff Bezos & Blue Origin: NASA-Vertrag verpasst, Top-Mitarbeiter gehen

Einer der Top-Köpfe zu Musk

Für das Unternehmen und den bekanntlich sehr kompetitiven Chef, Jeff Bezos, vielleicht noch schmerzlicher: Mit Nitin Arora verlässt der leitende Ingenieur für das Mondlande-Projekt das Unternehmen. Als Leiter der Missionsarchitektur und der Integration des menschlichen Landungssystems von Blue Origin scheidet damit ein bisher wichtiges Schlüsseltalent aus dem geplagten Programm aus. Arora hat dabei auch schon einen neuen Job beim direkten Konkurrenten SpaceX.

Blue Origin

Während sich keiner der Abgänge öffentlich zu den Gründen äußert, finden sich auf der US-Job-Seite Glassdoor einige anonyme Einträge, die zumindest einen kleinen Blick hinter die Kulissen zulassen. So nennen viele "Frustration über das Führungs-Management und die langsame, bürokratische Struktur" als Grund für den Jobwechsel.

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