Von Mod zu Mitarbeit: Bethesda heuert Fallout: London-Autorin an

Witold Pryjda am 23.08.2021 14:14 Uhr
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Früher waren die Grenzen noch klar: Es gab jene, die Inhalte erschaffen und jene, die sie konsumieren. Das ist in Zeiten digitaler Plattformen und Werkzeuge längst anders. Fans verändern und kreieren Spiele sowie auch Filme. Und immer häufiger wechseln die Fans daraufhin die Seite.

Vor einigen Wochen wurde ein Fall bekannt, bei dem ein YouTuber von Lucasfilm angeheuert wurde, weil er einen besseren Job machte als das für The Mandalorian eigentlich zuständige Special-Effects-Studio. Denn der YouTuber schaffte es in Eigenregie, einen verjüngten Luke Skywalker zu erschaffen, der besser und glaubwürdiger aussah als jener, der tatsächlich in der letzten Folge der zweiten Staffel der Star Wars-Serie zu sehen war.

Einen ähnlichen Karriereweg geht nun Stephanie Zachariadis: Diese war bis vor kurzem Chefautorin der Fallout 4-Modifikation, die als so genannte Total Conversion in eine postnukleare Version der britischen Hauptstadt führen wird. Fallout: London wird auch schon sehnsüchtig erwartet und auch die Macher des Originals sehen ganz genau hin.

Fallout: London - Modifikation führt ins postapokalyptische England
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Allerdings bedeutet das nicht, dass Bethesda das Ganze verhindern will, schließlich gilt das mittlerweile zu Microsoft gehörende The Elder Scrolls- und Fallout-Studio als besonders Mod-freundlich. Vielmehr sieht Bethesda deshalb so genau hin, weil man in Mod-Teams potenzielle Talente sucht und offenbar auch findet.

Von der Modifikation in die Industrie

Denn wie Windows Central berichtet, hat Zachariadis seit kurzem einen neuen Job als Associate Quest Designer, denn sie wurde von den Bethesda Game Studios angeheuert bzw. vom Hobby-Projekt abgeworben. Das für Fallout: London verantwortliche Team hat mitgeteilt, dass das nicht bedeutet, dass man die frühere Arbeit von Zachariadis wegwerfen muss. Sie kann aber verständlicherweise nicht länger an der Modifikation mitarbeiten.

Das Anwerben von Moddern ist in der Gaming-Industrie keine Seltenheit, immer häufiger beweisen sich junge Programmierer und Designer zunächst bei Hobby-Projekten, um dann später bei bekannten Spiele-Studios zu landen.
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