Geldregen für aktuelle Star Trek-Macher, verlängern bei CBS bis 2026

[o2] mmode7m8 am 02.08. 10:11
Rückblickend hätte es zumindest Star Trek Discovery nie geben dürfen. An den Haaren herbeigezogene schwachsinnige Handlungsstränge und deren Auflösung in jeder Staffel (die von Spocks Eltern diszipliniert groß gezogene Adoptivschwester Spocks Michael Burnham ist, als sie auf die Discovery kommt, zunächst genauso emotionslos unterwegs wie ein Vulkanier, flennt dann aber fast in jeder Episode). Oder der dramatische Tod von Dr. Culber wird komplett sinnlos gemacht, indem er auf äußerst haarsträubende und lächerliche Weise in einem komplett hirnrissigen Handlungsstrang wieder ins Leben zurückfindet, oder die Story mit den roten Signalen in der gesamten Galaxie (zu einer Zeit, als die Sternenflotte lediglich in der Lage war, den Alphaquadranten zu erkunden) und dem roten Engel, der sich dann als Zeitreiseanzug entpuppt, der mit magischen Zeitkristallen aus einem klingonischen Kloster funktioniert (was haben die Autoren bloß geraucht???). Alleine schon der Pilzsporenantrieb selbst.... oder die Ursache des Dilithium-"Brandes" 1000 Jahre in der Zukunft in der 3. Staffel. Man hat einen durchtriebenen, mächtigen und gefährlichen Feind erwartet, der vielleicht für mehr als eine Staffel Spannung garantiert hätte, aber nein, es war ein verlassenes Kelpianer-Kind, dass aufgrund einer genetischen Besonderheit "mit allem Dilithium in der Galaxy verbunden ist" und durch einen emotionalen Ausbruch das eigentlich stabile Dilithium in der ganzen Galaxie zum Explodieren bringt. Schwachsinn pur!!! Star Trek war eigentlich immer mehr der reelen Physik und Wissenschaft zugeneigt, natürlich hin und wieder mit SciFi-Erweiterungen, aber Discovery ist an so vielen Stellen an den Haaren herbeigezogen dass es mir graust. Picard hingegen empfinde ich als.wohltuenden Kontrast, hochwertigste Schauspielkunst und eine gelungene Fortsetzung des ursprünglichen Trek-Universums (leider ist das Staffelende mit den uralten überlegenen KI-Wesen, die durch das "Loch im Himmel"-Portal durchschlüpfen wollten auch etwas eigen). Lower Decks hingegen ist wirklich fantastisch und gelungen, man merkst, dass hier mit Mike McMahan ein echter Trek-Fan und Versteher am Werk ist, viele Referenzen zum altbekannten Star Trek,TNG-Atmosphäre pur, trekmäßig nachvollziehbare, wenn auch comedyhaftige, Handlung.
[re:1] Rober1969 am 02.08. 13:58
+7 -1
@mmode7m8: Bei Discovery gebe ich dir vollkommen recht. Da sind viele Dinge falsch. Bei Picard widerspreche ich dir. Für mich hat diese Serie den Gedanken nicht weitergeführt und viele der Plots halte ich für mehr als bei den Haaren herbeigezogen. Als Beispiele: Die Borg sterben im Weltraum. (Nein tuen sie nicht. Erinnere dich an den Kinofilm). Was sollte das mit Data? Warum will Data jetzt gerade sterben? Er ist doch in einer Illusion? Wieso hat er keinen Körper bekommen? Picard ist jetzt ein Roboter? Wirklich? Wäre es da nicht etwas besonderes gewesen wenn ein Borg den Picard infiziert hätte und er jetzt kämpfen muss mit sich selbst wegen diesem Geschähen.
Und was sollte die ganze Staffel das rumfliegen um am Ende an diesen Planeten zu kommen? Ist Google kaputt?
Die Romulaner haben seit Jahrhunderten das Problem mit der kommenden Apokalypse und dann kommt die Sternenflotte mit ein Paar Schiffen und die Romulaner drehen einfach um. Echt jetzt?
Und bei der Szene mit dem Himmelsportal. Hab die Macher Zuviel Marvel Filme gesehen?
An so vielen Stellen finde ich beide Serien schlecht das es mich richtig ärgert diese überhaupt gesehen zu haben. Hier haben die Macher versucht mit den Fans zu spielen und sich gedacht. Ach, die Ungereimtheiten haben doch in 90 auch niemanden gestört. Machen wir einfach so weiter, aber das als Serie die mid. ab 16 ist und auf keinen Fall für Kinder geeignet ist.
Somit ist meine Tochter die es gern gesehen hätte raus und ist auf Stargate gewechselt. Einen zukünftigen Fan haben sie zumindest da verloren.
[re:1] Tical2k am 02.08. 15:45
+1 -
@Rober1969: Immer wieder spannend, wenn man Diskussionen verfolgt, von Leuten, die sich intensiver mit der Story/Lore beschäftigt haben.

Ich muss daher vor meinen nächsten Worten davor sagen, dass ich vom Star Trek Universum nicht wirklich viel Ahnung habe (weder den Zeitlinien, noch Story allgemein, o.ä.) und das lediglich meine Meinung widerspiegelt und das vor allem in Punkto "Unterhaltung".

Mir hat die Picard-Serie sehr gefallen. Insbesondere weil es einfach "knackiger" war statt diese sehr langen teilweise auch sehr öden alten Folgen, die so unterwegs waren - gerade die William Shatner Zeit. Ebenso fand ich die neuen Kinofilme sehr angenehm zu schauen, während meine Meinung zu den älteren durchwachsen war.

Discovery & Lower Decks hab ich bislang noch nichts gesehen, kann ich daher nichts zu sagen (wobei ich von ersterem eigtl. häufiger Negatives höre).
Meinem Empfinden nach richtet sich der Inhalt einfach auch eher an die Masse und nicht unbedingt an die bisherigen Intensiv-Fans der Reihe. Da allgemein noch den Überblick zu haben bzw. alles einhalten zu können scheint mir eh schwierig, vor allem was als Kanon gilt und was nicht - da sind sich manche "Trekkies" auch nicht so einig.
Aus meiner Sicht machen sie das auch gut, da eine breite Masse angesprochen wird und die News dazu scheinen das zu bestätigen.
Schade daher für die intensiven Fans, wenn da tatsächlich bestimmte Dinge einfach nicht passen, jedoch sollte das gerade für Leute, die frisch damit in Berührung kommen, kein Problem sein und diese Aufmachung auch besser ankommen bzw. leichter zu verdauen sein.
Man merkt hier einfach den Generationswechsel bei den Roddenberrys - wenn man so ans alte Star Trek, Andromeda, Earth Final Conflict (was auch schon durch den Wandel der Zeit etwas flotter unterwegs war) & Co. denkt und dagegen im Vergleich die neueren vom Sohn mit etwas frischem Wind statt 1-zu-1 wiederaufleben zu lassen (wie bei Versuche bei V und manch anderen Serien, die nicht so gut verliefen).
[re:1] nemail am 02.08. 16:41
+3 -1
@Tical2k: von Anfang an habe ich gesagt, dass (leider auch Picard) und vor allem Discovery nicht wirklich Star Trek für mich ist. Es mögen beides brauchbare SiFi Serien sein, die vielleicht sogar einem breiten Publikum gefallen, mit Star Trek haben für mich beide aber leider recht wenig zu tun, abgesehen vom "Look". Früher wurde ich für diese Meinung häufig regelrecht zerrissen, mittlerweile lese ich immer öfter ähnliche oder identische Meinungen.
Schließe mich mmode7m8 und Rober1969 vollinhaltlich an, obwohl sie bei Picard etwas unterschiedlicher Meinung sind - hier tendiere ich eher zu Rober1969s Meinung.
Picard lebt von Patrick Stewart, wobei man leider sagen muss, dass der gute Mann echt schon verdammt alt geworden ist und es macht mich traurig, dass wir zwischen Nemesis und jetzt nichts von ihm im Star Trek Universum gesehen haben.
[re:1] Bautz am 02.08. 20:03
+1 -1
@nemail: Ich dagegen finde DIS nach DS9 die bisher beste Startrek-Serie, für mich hat sie sich inzwischen knapp vor TNG einsortiert.
Eigentlich gibts nur zwei Dinge die mich stören: Das grottig schlechte Intro (warum versuchen so viele serien das GoT-Intro nachzuahmen?) und die billig verzerrten Klingonen-Stimmen.

Mit den neuen Filmen dagegen ... konnt ich so gar nix anfangen, zu viel Action, zu wenig Handlung.

Picard ... war ok, hat aber zu sehr auf "guckt mal, alle alten Chars" gesetzt. Bis auf 7of9 wirkte das irgendwie zu gestellt. Da kann auch ein genialer Patrick Steward nicht mehr viel rausreißen.
[re:2] WinYesterday am 02.08. 20:48
+2 -1
@Bautz: DIS eine gute Serie? Ich bitte Dich. Dauerflennendes Overacting ist für Dich was Gutes?

Wenn Ihr solche Serien wollt, wegen mir, aber dann druckt verdammt nochmal nicht Star Trek auf das Label. Erzeugt andere generische Figuren, Namen, Planeten und Raumschiffe und macht da den ganzen verirrten Scheiss - aber bitte nicht bei Star Trek verdammt nochmal.
[re:3] Scaver am 02.08. 23:08
+2 -2
@WinYesterday: Also DIS finde ich richtig gut ab der 3. Staffel. Davor war DIS auch nicht schlecht, aber die Einsortierung in das Star Trek Universum viel schon schwer.
Was Du Overacting nennst, nenn ich eine von vielen Facetten des Lebens im ST Universum. Schon TNG zeigte ein anderes Bild des ST Universums als es TOS tat. DS9 ab den späteren Staffeln brach auch mit dem was für TNG typisch war. VOY kroch zum Großteil wieder in diese alte Rolle.
ENT zeigt endlich ein anderes Stark Trek. erst kritisiert, wurde es später prima akzeptiert, als in der späteren Folgen die Brücken zu TOS, TNG und Co. geschlagen wurden und die Fans akzeptierten, dass einige Jahrhunderte früher es halt eine andere Zeit war, es keine Föderation gab und auch die Sternenflotte eine andere ist. Selbe Argumente wurden auch für Unterschiede zwischen TOS, TNG, DS9 und VOY angeführt.
DIS hat 2 Probleme: Sie spielt in den ersten beide Staffeln nicht in einer eigenen Zeit, sondern in einer, die bereits durch andere Serien wie ENT und TOS klar definiert ist... doch widerspricht DIS dem wirklich oder zeigt es nur, dass das Leben zu der Zeit mehr Facetten hat als uns bisher bekannt waren?
Ich würde mal klar sagen: JA!

Das 2. Problem ist, was vor allem "alte" Fans oft nur schwer akzeptieren konnten: Die einzelnen Star Trek Serien sind auch immer wieder ein Spiegelbild der Zeit, in der die Serien erschienen. Das betrifft Technik, wie auch die Art, wie die Schauspieler die Charaktere darstellen.
Von TOS über die Film, TNG, DS9 und VOY war es auch recht einfach. Das Universum und unsere reale Welt entwickelten sich parallel. Alles was neu war kam zeitlich auch nach den letzten Serien und Filmen.
ENT brach damit erstmalig und brachte moderne Methoden unserer Welt in eine Serie ein, die zeitlich VOR dem bekannten spielte. Es wirkte dadurch inkonsistent. Und das kann ich auch nachvollziehen. Wenn man den Fakt aber einfach mal akzeptiert und dann keine zu große Bedeutung mehr beimisst, dann funktioniert das auch prima mit DIS, zumal es nur die ersten beiden Staffeln betrifft. Seit Staffel 3 sind sie so weit in der Zukunft und das uns bekannte ST Universum existiert nur noch in Trümmern, so dass man dort nur noch stark eingeschränkt an die alten Regeln gebunden ist.... also viel freier ist.
Bei Picard ist es ähnlich. Auch Picard spielt nach allem was wir bereits kennen. Da wird viel mehr akzeptiert, dass Technik sich verändert.... sei es in der Serie oder auch bei der Produktion.

Ich bin ein Riesen Star Trek Fan seit meiner Kindheit. Für mich ist wichtig, dass es in die Story passt und den Dreh haben ENT, PICARD und DIS (bis auf das Aussehen der Klingonen) geschafft! Von daher finde ich alle Serien gut, wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung. Und alles was Star Trek wirklich ausmacht, ist vorhanden!
[re:4] Bautz am 03.08. 09:40
+ -
@Scaver: Genau meine Meinung.
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