Throttlegate: Tesla entschädigt E-Auto-Besitzer nach Software-Update

Tobias Rduch am 31.07.2021 13:25 Uhr
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Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat zugestimmt, zahlreiche Besitzer des Model S zu entschädigen. Ein Software-Update vor zwei Jahren hat dafür gesorgt, dass die Reichweite der Fahrzeuge reduziert wurde. Insgesamt muss Elon Musks Konzern mehr als eine Million Dollar auszahlen.

Laut Electrek hatte die Aktualisierung 2019.16.2 dafür gesorgt, dass die Reichweite der Autos um etwa elf Prozent herabgesetzt wurde. Das haben einige Besitzer natürlich nicht hingenommen und eine Klage gegen den E-Auto-Hersteller eingereicht. Tesla möchte den betroffenen Kunden nun jeweils 625 Dollar als Entschädigung zukommen lassen. Das Update hat sich auf 1743 Fahrzeuge negativ ausgewirkt. Inzwischen wurden die Auswirkungen für die meisten Model S-Besitzer beseitigt, sodass wieder normale Reichweiten möglich sind.

Throttlegate

Nächste Anhörung erst am 9. Dezember

Wie und wann die betroffenen Model S-Besitzer ihre Entschädigung erhalten, ist aktuell noch unklar. Obwohl viele Kunden mit dem Angebot zufrieden sein dürften, wurde Teslas Ent­schä­di­gungs-Angebot noch nicht vom Gericht an­ge­nom­men. Die Anhörung zu dem Thema soll erst am 9. Dezember stattfinden. Es gilt daher als wahrscheinlich, dass das Geld nicht mehr in diesem Jahr ausgezahlt wird. Die betroffenen Auto-Besitzer sollten erst im kommenden Jahr mit der Zahlung rechnen.

Hierbei handelt es sich nicht um den ersten Fall, in welchem Tesla seine Kunden ent­schä­di­gen musste. Im letzten Jahr hat ein Gericht entschieden, dass das Unternehmen tausende Tesla-Besitzer in Norwegen auszahlen muss, nachdem die Ladegeschwindigkeit der E-Autos reduziert wurde. Jedem Käufer wurden sogar 16.000 Dollar zugesprochen. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig und dürfte von Tesla vermutlich angefochten werden.

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