Valve verteidigt 30-Prozent-Anteil auf Steam als "Branchenstandard"

[o1] Alexmitter am 30.07. 17:34
Dieser ganze von Epic Megagames losgetretene Unsinn ist wirklich eine Schande für die Branche.

30% ist Standard. Alles unter 30% ist nicht nachhaltig betreibbar für ein unternehmen das nahezu nur einen Store betreibt. Der Epic Game Store schafft es noch immer nicht profitabel zu sein, auch wenn er nichts als ein glorifizierter download manager ist an dem gefühlt 3 Leute in Teilzeit arbeiten. Noch dazu hat Epic es nicht verstanden wer ihr Kunde ist, die denken noch immer das die publisher ihre Kunden wären.

Egal ob Publisher es nun mal mögen oder nicht, Steam bietet große vorteile für Kunden und Publisher und hat sich eine extrem positive Öffentliche Meinung über die Jahre aufgebaut. Und deswegen steht es ihnen frei sich das auch bezahlten zu lassen, denn sie sind keine non-profit.
[re:1] floerido am 30.07. 18:06
+1 -
@Alexmitter: Apple subventioniert also die Geräte mit den Store-Einnahmen und ansonsten wären sie in den roten Zahlen? Es geht ja bei der Epic-Aktion hauptsächlich um iOS.

Bei Valve sieht es halt auch anders aus, weil es am PC-Markt einen Wettbewerb gibt, können die Marktplätze ihre Preise freier gestalten.
[re:1] NewRaven am 31.07. 14:18
+ -
@floerido: So einfach ist das nicht... Die ganze Geschichte beginnt mit der PSX und Sony... diese Konsole wurde zeitweise unter ihrem "Wert" verkauft - wobei Wert in diesem Fall nicht nur die reinen Produktionskosten deiner Einheit sind, sondern eben auch unter anderem die Entwicklungskosten, die, weil die Playstation ja ursprünglich keine eigenständige Konsole werden sollen, natürlich auch noch besonders hoch ausfielen. Das sind aber keine Kosten, die weiter laufen und die Fertigungskosten sinken auch, teils deutlich, während der jeweiligen Konsolengeneration. Irgendwann ist also der break-even-point erreicht und der reine Hardware-Verkauf der Konsole macht Gewinn. Bei der PSX hat es etwas länger gedauert, bei der PS2 ging es dann sogar recht schnell. Das hat Sony sogar vor dem Release der PS3 ganz offen eingeräumt. Trotzdem hält sich dieser Mythos seit Ewigkeiten. Und wenn wir die Gegenwart betrachten: auch MS konnte, trotz der Bitte des Gerichts im Apple vs. Epic-Prozess, keine Unterlagen liefern, die diese ebenfalls von Epic vorgebrachte Aussage, stützen würden. Es gab die Aussage dazu von MS, als es dann aber um Fakten und klare Zahlen ging, war man nicht in der Lage, dass irgendwie zu untermauern. Also nein, Valve subventioniert nichts, Apple subventioniert nichts... MS, Sony und Nintendo tun das - dauerhaft - aber genauso wenig.
[re:3] dpazra am 30.07. 19:02
+4 -
@Alexmitter: Damn, ich wusste nicht, dass Valve an der Grenze dessen arbeitet, was nachhaltig profitabel ist :(. Ich hoffe, die geraten nicht in Schwierigkeiten. Woher weißt du das eigentlich, hast du Einblick in die Zahlen? Ein Link wäre nett. Valve ist ja leider keine public company.

Ich habe mich mangels öffentlicher Zahlen bisher naiverweise an das gehalten, was Gabe so raushaut, z.B., dass Valve tremendously profitable ist, pro Mitarbeiter sogar profitabler als Google und Apple ist. Ich nehme an, er sagt das nur, damit wir uns keine Sorgen machen.

Im Übrigen ist der viel relevantere Punkt von dem was Epic losgetreten hat, die iOS-Plattform, wo ein per DRM durchgesetztes Software-Distributionsmonopol besteht.
[re:1] NewRaven am 31.07. 14:23
+ -1
@dpazra: Einen Link hab ich nicht, aber die Aussage, dass die 12% keineswegs kostendeckend sind, ist tatsächlich vor Gericht gefallen und wenn du ein bisschen auf Twitter wühlst, wo die geleakten Dokumente veröffentlicht wurden und auch der Prozess quasi live wiedergegeben wurde, findest du da auch die genauen Zahlenangaben, die vor Gericht gemacht wurden (alternativ: einige YouTube-Kanäle, wie der Von Richard Hoeg, haben das zusammengefasst und nehmen in irgendeinem der zugegeben vielen Videos auch zu diesem Punkt Stellung). Also nein, 12% rechnet sich grundsätzlich erstmal nicht... da aber Epic auch noch gar nicht versucht, den Store profitabel zu betreiben, ist das eben ein Weg, Entwickler in den Laden zu bekommen - man kann ja schließlich nicht jedem einen Exklusiv-Deal querfinanziert mit überschüssigem Fortnite-Geld anbieten, dass man sonst versteuern müsste... urghs...
[re:1] Galantinus am 31.07. 23:37
+ -1
@NewRaven: Das ganze stimmt nicht.

Hier in diesem Artikel von golem nachzulesen https://www.golem.de/news/tim-sweeney-weiter-streit-um-den-epic-games-store-1904-140902.html

Laut Tim Sweeney und verschiedenen anderen Branchen Vertretern sind die Kosten bei 6 bis 7%.

Und besonders bei einer Anzahl von verkauften Spielen wie bei steam reichen 5% dicke als Gewinn und weiter Entwicklung der Plattform.
[re:1] NewRaven am 01.08. 15:40
+ -
@Galantinus: Also ich würde da persönlich jetzt eher Angaben vor Gericht glauben als dem, was Tim mal wieder so auf Twitter von sich gibt - insbesondere auch noch VOR der relevanten Gerichtsverhandlung, aber... mach du mal, wie du es für richtig hältst.
[re:4] mh0001 am 30.07. 23:15
+2 -1
@Alexmitter: Dann kann Valve ja in Zukunft nun zeigen, was sie für die 30% alles bieten. Denn auch z.B. Microsoft senkt die Provision auf 12%, was sogar unterhalb Epic - Niveau ist. Es wird also wirklich zum Showdown kommen, wo es knallhart darauf ankommt, ob der Mehrwert für irgendeine Seite (egal ob der Kunde nun der Publisher ist oder der Nutzer) tatsächlich gegeben ist oder nicht.
[re:1] picasso22 am 31.07. 12:00
+ -
@mh0001: Und was bringen Entwicklern die 12% wenn keiner dort kauft? Entwickler haben sich schon zu Wort gemeldet das sie im Epic Store kaum verdienen. Red Dead 2 hat trotz Zeit Exklusivität im Epic Store direkt zum start mehr auf Steam eingeommen. 12% schön und gut aber ohne Kunden eben völlig irrelevant. Den Mehrwert bietet Steam, da kannste behaupten was du willst.
[re:1] mh0001 am 31.07. 12:13
+1 -
@picasso22: Wenn die Provision in allen anderen Stores 15% oder nur 12% ist, wird die höhere Provision im Steam-Store irgendwann auf den Preis draufgeschlagen werden. Dann kosten Spiele bei Steam eben 15% mehr als in anderen Stores. Das meinte ich u.a., dann wird sich auch aus der Perspektive des Endkunden zeigen, ob diese gewillt sind, 15% mehr für ein Spiel auszugeben, nur damit es in der Steam-Bibliothek ist. Ich prognostiziere, dass die Leute nicht 58€ auf Steam ausgeben würden, wenn es überall anders 49,99€ kostet.
[re:5] c[A]rm[A] am 31.07. 15:22
+ -
@Alexmitter: Was für eine positive Meinung? Das ist purer Zwang. Früher wurden Spiele mit Steam Aktivierung noch extra gekennzeichnet als negativ. Das ist die selbe Lethargie vieler Nutzer wie inzwischen von Machern verlangt wird auch ihre Werke bei Spotify zu verscherbeln.
Man darf nicht vergessen seit Steam ist der Gebrauchtmarkt für Spiele auf dem PC tot und mal ganz davon ab wegen jener Ausrichtung es auch kein Half Life 3 gibt. Die ganzen zusätzlichen Einnahmen bei den großen Publishern landen leider nicht in der Spieleentwicklung. Da bin ich froh um sowas wie Star Citizen.
[o2] Smilleey am 31.07. 04:45
+ -1
Na Mensch aber auch. Kann der kleine Indie Entwickler ja noch Sony und MS verklagen. Die streichen auf ihrer Konsole 30% ein. Da gibt es nicht mal Store Konkurrenz.
[o3] Lolwis am 31.07. 08:10
+ -
Wie viel Provision nimmt denn eigentlich Epic? Die werden das ganze ja auch nicht kostenfrei anbieten
[re:1] dpazra am 31.07. 09:43
+3 -
@Lolwis: Könnte man sehr schnell googlen: 12%.
oder

Zugangsdaten vergessen?

Jetzt kostenlos Registrieren!
Desktop-Version anzeigen
Hoch © 2022 WinFuture Impressum Datenschutz Cookies