New World: Spielerin trollt das Amazon-MMO mit Kritik am Konzern

Witold Pryjda am 29.07.2021 15:13 Uhr
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New World ist seit kurzem in einer geschlossenen Beta spielbar und viele Nutzer sehnen sich offenbar nach einem neuen MMORPG. Denn das Spiel der Amazon Studios stürmte die Steam-Charts. Gamer konnten aber im Spiel einige interessante Fakten über Macher Amazon lesen.

Die Entwicklung von New World war zweifellos nicht einfach und hat sich auch lange hingezogen, vor kurzem hat das Online-Rollenspiel aber eine wichtige Hürde zur Veröffentlichung genommen und wird mittlerweile von bis zu 200.000 Nutzern gespielt. So mancher hat bei seinem Ausflug in die "neue Welt" aber Fakten aus der realen Welt von heute zu lesen bekommen, und zwar von einem "offiziellen" Amazon-Account mit dem Namen AmazonOfficial.

Freilich steckte dahinter nicht der Versandhändler selbst, sondern, wie Kotaku berichtet, eine Spielerin namens Lulu Chiba. Und via AmazonOfficial verbreitete sie zahlreiche Nachrichten mit Fakten über den Versandhausriesen und wie dieser seine Mitarbeiter, aber auch Kunden behandelt.

Wie man "Tränke" herstellt

So schrieb sie, dass Amazon seinen Mitarbeitern nicht ausreichende Toilettenpausen gewährt, weshalb diese immer wieder in Flaschen urinieren müssen ("Wir nennen sie Tränke"). Außerdem teilte sie mit, dass Alexa den Besitzern ständig zuhört und diese Informationen dann von Amazon an Dritte verkauft werden. Solche und ähnliche Posts sind natürlich reinstes Trolling oder so genanntes Shitposting, dennoch steckt dahinter natürlich auch mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit.

Kotaku sprach mit Lulu Chiba und dort erklärte die hauptberufliche Community-Managerin ihre Motivation für die Posts: "Immer, wenn ich die Möglichkeit habe, einen Charakter als Online-ID zu benennen, wähle ich immer das aus, von dem ich glaube, dass es übersehen oder verboten wurde, und schaue, was erlaubt ist. Zu meiner Überraschung waren sowohl AmazonOfficial als auch AmazonSupport noch verfügbar."

Einen Rauswurf fürchtet Lulu Chiba nicht: "Ich mache mir keine Sorgen darüber, von einem Spiel ausgeschlossen zu werden. Ich habe sowieso nicht vor, mehr als eine Beta zu spielen."

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