Abmahnung für E-Scooter-Flatrate von Voi wegen Irreführung

Nadine Dressler, 24.07.2021 13:34 Uhr 11 Kommentare
Die Verbraucherzentrale hat den schwedischen E-Scooter-Vermieter Voi wegen irreführender Werbung abgemahnt. Voi bietet Tages- und Monatspässe an, die für die unbegrenzte Anzahl von Fahrten angeboten werden - in den AGB gibt es aber eine eingrenzende Fair-Use-Regel. Das berichtet der Spiegel. "Hol dir einen Tages- oder Monatspass und fahre so viel Voi, wie du willst, zu einem Festpreis" - damit wirbt der schwedische Anbieter, der seine E-Scooter auch in Hamburg anbietet. Dabei sollen Nutzer jeweils bis zu 45 Minuten am Stück fahren können, und das so oft sie wollen. Die Preise für einen Monatspass liegen so bei 39 Euro.

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Sperrung angekündigt

Die Realität ist aber eine ganz andere, wie nun einige Kunden merken mussten. Ihre Pässe wurde gesperrt oder die Sperrung angekündigt, da sie das Angebot von Voi voll ausgenutzt hatten. Voi informierte die Betroffenen per E-Mail, in der es heißt:

"Wir haben festgestellt, dass deine Nutzung des Voi Passes die in unserer Richtlinie zur fairen Nutzung angegebene Grenze überschreitet und damit gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt. Der Grenzwert für die faire Nutzung liegt bei 9 Fahrten pro 24 Stunden oder 200 Minuten Nutzung insgesamt pro 24 Stunden." Als Konsequenz zählt Voi die Nutzer an und bitte um die Einhaltung der Richtlinie. Ansonsten behält sich das Unternehmen vor, die Monatspässe zu kündigen. In diesem Falle gibt es laut der E-Mail von Voi dann zwar das Geld zurück: Es ist aber laut der Verbraucherzentrale Hamburg eine irreführende Werbung für das Angebot.

Der Kunde erhält nicht das, was er zunächst denkt, nämlich das er sich unbegrenzt oft auf einen Voi-Scooter stellen kann und dafür einmalig nur 39 Euro zahlen muss. "Wir haben die schwedische Voi Technology AB daher wegen Irreführung abgemahnt", melden die Verbraucherschützer. Zuvor wurden einige Beschwerden über das Verhalten des Anbieters an die Verbraucherzentrale herangetragen.

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