Performance-Bremse: "Humankind"-Macher bauen Denuvo wieder aus

Christian Kahle am 21.07.2021 15:38 Uhr
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Die Hersteller des Denuvo-Kopierschutzes sind schon bei den Gaming-Fans nicht besonders angesehen. Und jetzt gibt es auch noch abtrünnige Spiele-Entwickler: Das Studio hinter dem Strategie-Titel "Humankind" erteilte dem System eine kurzfristige Absage.

Die Amplitude Studios hatten ursprünglich mitgeteilt, dass das Game auf jeden Fall mit dem Denuvo-Kopierschutz auf den Markt kommen soll. Bei den Fans des Studies führte das zu teils heftigen Reaktionen, im Forum der Firma gab es eine ganze Reihe von Beiträgen, die diese Entscheidung kritisierten. Allerdings rudert das Studio nun zurück - auch wenn offiziell keineswegs die Kritiken dafür verantwortlich sind.

Vielmehr hieß es von Seiten der Entwickler nun, dass es nicht gelungen sei, das Schutz-System so zu implementieren, dass es den eigenen Ansprüchen gerecht würde. Und man sieht keine Möglichkeit, dies bis zum Verkaufsstart des Games im August hinzubiegen. "Deshalb werden wir Denuvo rausnehmen", erklärte Amplitude-Chef Romain De Waubert in dem Forum-Thread, in dem die Nutzung des Systems kritisch diskutiert wurde.

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Beta zeigte die Probleme

Wie er weiter ausführte, sei man überzeugt gewesen, dass sich der Kopierschutz irgendwie implementieren lasse, ohne dass es zu Performance-Problemen kommt. Denn von Anfang an sei klar gewesen, dass das Produkt auf keinen Fall durch das Kopierschutzsystem ausgebremst werden soll. Im Laufe der Beta-Phase habe sich jedoch gezeigt, dass dies unrealistisch ist und Denuvo auf jeden Fall eine bremsende Wirkung hat.

Das zeigte sich auch schon in anderen Fällen. So hatte auch Capcom einige Probleme, Denuvo so in Resident Evil 8 einzubauen, dass Performance-Probleme nicht auftraten. In einer ersten Fassung gab es spürbare Hänger, die in einer gecrackten Variante ohne den Kopierschutz nicht auftraten. Inzwischen hat der Hersteller hier zumindest nachoptimiert und die Probleme fallen deutlich weniger auf.

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