Nvidia zeigt RTX-Grafik mit Ray-Tracing & DLSS für ARM-basierte PCs

Roland Quandt am 19.07.2021 19:35 Uhr
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Der taiwanisch-amerikanische Grafikspezialist Nvidia hat erstmals einen Ausblick auf eine ARM-Plattform mit GeForce RTX-Grafik gegeben. Anlässlich einer Entwicklerkonferenz zeigte man, wie eine RTX-GPU künftig ARM-basierte Laptops befeuern soll.

Nvidia hat zur Game Developers Conference (GDC) jetzt erstmals eine technische Demonstration zur Nutzung einer GeForce RTX-basierten Grafikeinheit in Verbindung mit einem ARM-Prozessor von MediaTek gezeigt. Dabei wurde das Spiel Wolfenstein: Youngblood verwendet, um Ray-Tracing und DLSS zu demonstrieren - erstmals auf einer ARM-basierten Plattform.


Darüber hinaus zeigte Nvidia auch eine Demo namens "Bistro", die Teil von Amazons "Lumberyard" genannter Game Engine ist, inklusive Ray-Tracing in Echtzeit auf ARM, mit RTX Direct Illumination (RTXDI) und dem sogenannten Nvidia Optix AI-Acceleration Denoiser (NRD). Das Demo-System bestand aus einem MediaTek Kompanio 1200 ARM-Prozessor und einer Nvidia GeForce RTX 3060 GPU.

Nvidia portiert diverse RTX-SDKs für ARM-Plattformen

Nvidia brachte das Ganze unter anderem durch die Portierung einer Reihe von RTX-SDKs auf ARM zum Laufen. Dabei wurden auch das Deep Learning Super Sampling (DLSS), das RTX Memory Utility und RTX Global Illumination (RTXGI) zusammen mit den für die oben bereits genannten Features nötigen SDKs für ARM portiert. Die entsprechende SDKs stehen ab sofort für Entwickler zur Verfügung, wobei RTXGI- und DLSS-SDKs in Kürze folgen sollen.

Bisher bietet Nvidia seine RTX-GPUs praktisch ausschließlich für x86-basierte Plattformen an. In Zukunft will man dank entsprechender SDKs aber auch den ARM-Markt erschließen. Der bei dem Demo-System verwendete MediaTek-SoC Kompanion 1200 MT8195 ist ein Octacore-Chip und wird vor allem in Chromebooks verwendet. Er bringt eine eigene ARM Mali-GPU mit, so dass Nvidia und MediaTek den Chip vermutlich mithilfe eines Entwickler-Boards mit der RTX 3060 kombiniert haben.

Bis die ersten kommerziellen Endgeräte mit ARM-CPU und Nvidia-Grafik auf den Markt kommen, dürfte es noch einige Zeit dauern. Damit dieser Ansatz Erfolg haben kann, müssen unter anderem die Betriebssystem- und Spielehersteller ihrerseits entsprechende Anpassungen vornehmen. Durch die RTX-Unterstützung für ARM- und Linux-basierte Systeme würden sich für die Entwickler neue Möglichkeiten eröffnen, so Nvidia.
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