YouTube Shorts: Google bringt TikTok-Konkurrent nach Deutschland

Stefan Trunzik am 12.07.2021 12:50 Uhr
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Google bestätigt den Deutschland-Start seines TikTok-Konkurrenten YouTube Shorts. Die Beta-Phase des neuen Kurzvideo-Dienstes soll bereits in dieser Woche starten. Mit Hilfe der eigenen Community versucht das Unternehmen den Vorreiter aus China und Instagrams Reels einzuholen.

"Ein Kurzvideo-Erlebnis für alle, die kurze, einprägsame Videos nur mit ihrem Handy erstellen möchten. Ein neuer Spielplatz der Kreativität auf YouTube." So beschreibt Google seinen neuen Shorts-Dienst, der ab dem 14. Juli in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Neben Instagram Reels (Facebook) gibt es damit einen zweiten Konkurrenten, der dem Platzhirschen TikTok hierzulande den Kampf ansagen möchte.

YouTube hat sich mit der Einführung seit der Präsentation im September 2020 viel Zeit gelassen und muss das Feld jetzt von hinten aufräumen. Laut Angaben des Unternehmens scheint man mit dem bisherigen Verlauf jedoch zufrieden zu sein. Die Rede ist von weltweit 6,5 Milliarden täglichen Videoaufrufen in bisher 26 Ländern.

YouTube Shorts
YouTube Shorts erinnert stark an den Konkurrenten TikTok

YouTube Shorts reiht sich hinter Instagram Reels und TikTok ein

Die Unterschiede zum Facebook-Konkurrenten und TikTok sucht man allerdings vergebens. Das Erstellen von kurzen Clips mit Musikuntermalung und diversen Kamerafunktionen sowie -filtern wird mit YouTube Shorts nicht revolutioniert. Auch die Aufmachung mit Likes, Dislikes, Kommentaren und Sharing-Optionen wirkt stark wie eine direkte TikTok-Kopie. Am Ende dürfte die eigene YouTube-Community und vor allem die auf den Zug aufspringenden Influencer den Unterschied machen, ähnlich wie auch das YouTube Gaming-Segment abseits von Twitch floriert.

Genug Aufmerksamkeit dürfte der neue Google-Dienst in jedem Fall erhalten. Er wird direkt in den Video-Feed der Nutzer eingebunden und in der mobilen Ansicht bzw. App sogar mit einem eigenen Tab beworben. Professionellen "Creators" öffnet man zudem die Geldbörse. Ein mit 100 Millionen US-Dollar gefüllter YouTube Shorts Fund soll Kreative dabei unterstützen, ihre Kurzvideos zu monetarisieren und sie für ihre Arbeit zu entlohnen. Ob sich Google die Nähe zur klassischen Videoplattform mit Shorts zunutze machen kann, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen.

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