Nächster Bitcoin-Scam: Brasilianer prellte Investoren um 7000 Einheiten

Christian Kahle am 07.07.2021 15:31 Uhr
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In Brasilien hat die Polizei den Chef der so genannten Bitcoin Banco Group festgenommen. Auch dieser hat den Hype um das Spekulationsobjekt Bitcoin mutmaßlich genutzt, um unvorsichtige Investoren um hohe Werte zu betrügen.

Der eigentliche Auslöser liegt hier allerdings schon etwas zurück. Im Jahr 2019 vermeldete die Bitcoin Banco Group, dass ihr 7000 Bitcoin-Einheiten abhandengekommen sind. Um nicht in ein Konkursverfahren gehen zu müssen, wollte man die Anleger zu einem Vergleich bringen. Allerdings witterten die Strafverfolgungsbehörden hier tiefergehende Vorgänge und nahmen Ermittlungen auf.

Im letzten Jahr fiel den Ermittlern auf, dass das Unternehmen weiterhin versuchte, Neukunden zu akquirieren. Dies stellt allerdings einen Verstoß gegen die Auflagen des Insolvenzgerichts dar, nach denen bis zum eventuellen Abschluss eines Vergleichs keine weiteren Geschäfte angebahnt werden dürfen.

Verdächtige Neukunden-Akquise

Das Vorgehen der Führungsspitze der Firma deutete darauf hin, dass die Bitcoins keineswegs durch Fremdverschulden verschwunden sind und man nun demütig versucht, den entstandenen Schaden zu beheben. Vielmehr sah es so aus, als hätte man die Werte zur Seite geschafft und versuche, die Tat durch den Vergleich zu vertuschen, während man parallel noch neue Opfer an Land ziehen will.

In Verbindung damit, dass der Chef der Firma sich öffentlich gern als "Bitcoin King" betitelt, kann man kaum von einem seriösen Geschäftsbetrieb ausgehen. Der Fall soll über tausend Investoren Schaden zugefügt haben, die mit einer Anlage ihres Geldes in Bitcoin auf ordentliche Renditen hofften. Angesichts der massiven Kurssteigerungen war dies auch durchaus eine begründete Hoffnung - wenn die Kryptowährung nicht vor allem Akteure mit hoher krimineller Energie anziehen würde. Aktuell muss entsprechend davor gewarnt werden, in Bitcoin zu investieren, denn bei der Bitcoin Banco Group handelt es sich nur um einen von immer mehr Fällen, in denen gutgläubige Nutzer über den Tisch gezogen werden.

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