Windows Update behindert Sicherheitsupdates für Azure Virtual Desktop

Nadine Juliana Dressler am 04.07.2021 17:08 Uhr
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Microsoft hat ein neues Problem für Windows 10 bestätigt. Es ist allerdings ein recht spezielles Problem und betrifft laut den ersten Erkenntnissen nur Windows 10 Version 1909 für Unternehmen. Der Konzern arbeitet an der Fehlerbehebung.

Das geht aus einem Bericht des Online-Magazin Bleeping Computer hervor. Microsoft hat demnach in der sogenannten "Release Health"-Dokumentation einen neuen Fehler bestätigt, der in Verbindung mit Windows 10 Version 1909 und Azure Virtual Desktops aufgetaucht ist. Nutzer können aufgrund eines Fehlers in der Windows Update-Funktion derzeit keine automatischen Sicherheitsupdates für Azure Virtual Desktops erhalten. Richtig problemtisch wird das allerdings, da Windows dennoch anzeigt, dass der Rechner auf dem neuesten Stand ist.

Das Problem hindert Azure Virtual Desktops-Geräte daran, aktuelle Sicherheitsupdates über die Windows Server Update Services (WSUS) herunterzuladen und zu installieren, sodass nur der Weg über die manuelle Installation bleibt. Microsoft arbeitet derzeit an der Behebung dieses Fehlers und wird in einer der nächsten Windows-Versionen ein Update zur Behebung des Fehlers veröffentlichen.

Microsoft schreibt:


Verfügbare Workarounds

Bis ein Fix für dieses Problem verfügbar ist, bietet Microsoft zwei Workarounds an, die es Kunden ermöglichen, monatliche Sicherheitsupdates auf Azure Virtual Desktops-Systemen über WSUS anzuwenden. Die erste erfordert die Bereitstellung aktueller Images, einschließlich aller Azure Marketplace-Sicherheitsupdates auf betroffenen Geräten. Der zweite Ansatz, der erforderlich ist, wenn die Neuverteilung von Images keine Option ist, erfordert, dass Sicherheitsupdates aus dem Microsoft Update Catalog heruntergeladen und manuell auf den Geräten installiert werden.

"Sie können diese Updates aus dem Microsoft Update Catalog als Microsoft Update (.msu)-Dateien herunterladen und sie mit Ihrer Verwaltungslösung bereitstellen", erklärt Microsoft und weiter: "Diese Downloads sind Microsoft Update (.msu)-Dateien. Sie können diese Dateien nun zu Ihrem Endpunktverwaltungssystem hinzufügen und auf Geräten mit Windows 10 Enterprise oder Education, Version 1909, bereitstellen." Das Windows-Team arbeitet an einer Lösung, die man in Kürze per Update verteilen will.

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