Google Assistant: Mitarbeiter werten unabsichtliche Aufzeichnungen aus

[o1] FuzzyLogic am 01.07. 15:06
+4 -3
Wer Google Assistant nutzt schei*t sowieso auf den Datenschutz, sein wir doch ehrlich.
[re:1] Niclas am 01.07. 16:02
+2 -2
@FuzzyLogic: Baut nicht ihr gesamtes Modell auf dem Ausnutzen sämtlicher Daten auf? Datenschutz wäre da doch nur mehr als hinderlich.

Aber glaubt, dass Alexa, Siri und Cortana und ihre Mutterfirmen da besser sind, täuscht sich - vermutlich.
[re:1] FuzzyLogic am 01.07. 16:10
+ -1
@Niclas: wenn man solche Dienste nutzen, muss man ein Stück Datenschutz aufgeben, so viel sollte klar sein. Aber in dieser Hinsicht nicht zu differenzieren zwischen Google und Apple ist meistens blödes Fanboy-Gehabe. Google lebt von den Nutzerdaten, wohingegen Apple Datenschutz als Verkaufsargument nutzt. Ich bin sicherlich nicht so naiv zu glauben dass Apple meine Daten nicht auch in irgendeiner Form nutzt, die nicht zu meinem direkten Vorteil sind. Aber ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich behaupte, dass zwischen Google und Apple beim Datenschutz Lichtjahre liegen.
[re:1] Niclas am 01.07. 16:14
+ -1
@FuzzyLogic: Ok, von den Fanboys distanziere ich mich. Ich nutze Android, Windows, Alexa und hatte auf der Arbeit mal kurz ein iPhone (privat ist es für mich nicht sinnvoll). Mir ist der Anbieter also wurscht. Google vertraue ich dabei am Wenigsten, wenngleich ich auch Microsoft schon länger nicht mehr über den Weg traue. Ich gebe Dir recht, was Apples Datenschutzbemühungen angeht. Immerhin haben sie in letzter Zeit mehr gemacht und gingen restriktiver vor, als Google.
[re:2] pcfan am 01.07. 16:17
+2 -
@FuzzyLogic: Ich glaube das gilt für alle Sprachassistenten. Außer einer von denen läuft zu 100% lokal?
[re:1] FuzzyLogic am 01.07. 16:25
+ -2
@pcfan: Siehe meinen Kommentar darunter, man muss zwischen den Anbietern differenzieren. Ich denke von der Reihenfolge her ist Google am schlimmsten, dann Amazon, dann Apple. Perfekt ist keiner.
[re:1] floerido am 01.07. 17:39
+1 -
@FuzzyLogic: Wieso kommst du gerade auf diese Reihenfolge bzw. wie definierst du Datenschutz?

Ich würde sogar soweit gehen und sagen Firmen, die mit der Analyse von Daten ihr Geld verdienen schützen diese vermutlich besser als Firmen für die Daten nur ein Nebenprodukt sind.
[o2] Tintifax am 01.07. 15:28
+2 -1
Google Mitarbeiter werten UNABSICHTLICH Aufzeichnungen aus.
Google Mitarbeiter zeichnen UNABSICHTLICH mit ihren Autos WLAN Traffic auf (https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.datenskandal-google-wir-haben-schwer-versagt.ef678a70-3cd2-4a8d-9bc4-c6c1672026e7.html)
Google verletzt UNABSICHTLICH die Datenschutzeinstellungen von anderen Browsern (https://www.oe24.at/digital/google-legt-safari-klage-mit-mega-strafe-bei/71905413)

Ganz ehrlich: Wer dieser Firma noch irgendwas glaubt ist selbst schuld...
[re:1] pcfan am 01.07. 16:18
+1 -1
@Tintifax: Don't be evil ;)
[re:2] wunidso am 01.07. 16:20
+1 -1
@Tintifax: Heh - kann sich noch jemand an "don't be evil" erinnern :-). Meine Meinung, das ist nur eine Frage der Zeit bis der Kommerz übernimmt war damals weder in meinem Bekannten- noch im Kollegenkreis wirklich beliebt, und ich bin belächelt worden weil ich noscript und später uMatrix verwendet habe.

Aber ganz ehrlich, wer sich freiwillig wegen ein bisschen Bequemlichkeit eine Wanze ins Zimmer stellt, ist doch ein bisschen naiv wenn er glaubt seine Privatsphäre würde dadurch nicht beeinträchtigt. Mal sehen wie lange es dauert bis Vergleichbares unabsichtlich bei einer Sprachsteuerung im Auto passiert.

Edit: zu langsam, da hatte jemand denselben Gedanken :-)
[re:1] Tintifax am 01.07. 16:56
+1 -1
@wunidso: Naja... Es gehört IMMER Vertrauen dazu, das mit "der Wanze" ist in meinen Augen sehr naiv. Ganz ehrlich, gehen wir davon aus, dass uns irgendwer abhören will - warum auch immer. Meinst nicht, dass das Handy hier z.B. wesentlich sinnvoller wäre? Rund um die Uhr im Internet, meistens direkt an der Person dran, GPS, Kamera, DAS wäre die Wanze, die ich einsetzen würde. (Btw: War zumindest, keine Ahnung obs noch so ist, im Google Android recht problemlos möglich. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Spanien-App-der-Fussball-Liga-sucht-uebers-Mikro-unlizenzierte-Uebertragungen-4075636.html) Es geht weiter: Jeder PC hat ein Micro, niemand weiß, ob nicht das Micro offen ist, wenn ich den PC aufgedreht hab und in Wirklichkeit: Ein Laptop hätte sogar Strom wenn er abgeschalten ist.). Und ich würd sogar einen Schritt weitergehen: Ob irgendein Bauteil in einem Fernseher nicht als Micro verwendet werden kann, kann ich garantiert nicht sagen.

Das heisst, wir müssen einfach den Geräten, die wir nutzen, Vertrauen können.

Und so leids mir tut: Google würde ich einfach nicht mehr trauen, das ist der Punkt. Nicht die Geräteklasse ist das Problem, sondern der Hersteller.
[re:1] floerido am 02.07. 06:19
+1 -
@Tintifax: Ein Beispiel wäre z.B. die Pegasus Malware für iOS, von der später auch eine Android-Variante erschien.
Infektion über SMS und dann einer Exploitkette. Vermutlich eingesetzt von manchen Regierungen gegen Journalisten.
[re:1] Tintifax am 02.07. 09:24
+ -1
@floerido: Es ist aber noch ein RIESEN Unterschied, ob eine Sicherheitslücke in einem System ausgenutzt wird, oder ein System vom Konzept her solche Dinge erlaubt...
[re:2] floerido am 02.07. 10:24
+1 -
@Tintifax: Naja. Ab wann ist es ausnutzt einer Sicherheitslücke und ab wann Ausnutzung einer Systemfunktion?
Wenn du einer App trotz der Warnmeldung eine Berechtigung gibst, ist das dann nicht eher eigene Dummheit?
[o3] TuxIsGreat am 01.07. 16:26
+1 -1
Unabsichtliche Datenaufzeichnung. Der war gut.^^
[re:1] floerido am 01.07. 19:48
+1 -
@TuxIsGreat: Apple und Amazon sind auch schon aufgefallen.

Aber es kann auch einfach daran liegen, dass die Nutzer am Fehlermelden-Programm teilnehmen, dann stimmt man auch solchen Analysen zu.
[re:1] Tintifax am 01.07. 20:05
+ -1
@floerido: Wirklich? Amazon oder Apple haben Sachen aufgezeichnet OHNE Buzzword, habens in die Zentrale geschickt, wo dann Menschen gesessen sind die das ausgewertet haben? Das hab ich echt übersehen...
[re:1] floerido am 01.07. 23:40
+1 -
@Tintifax: https://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/apple-stoppt-auswertung-von-siri-sprachaufnahmen-a-1280186.html

"...bei diesem Prozess würden "zahllose Aufnahmen von privaten Unterhaltungen zwischen Ärzten und Patienten, Geschäftsverhandlungen, offenbar kriminellen Vorgängen und sexuellen Begebenheiten" angehört."

Die Daten wurden u.a. von externen Auftragnehmern ausgewertet, also blieben sie nicht mal bei Apple.
[re:2] floerido am 02.07. 06:56
+1 -
@Tintifax: Nachtrag: Und ohne Buzzword bedeutet hier höchstwahrscheinlich durch False-Positive erkannte Wörter aktiviert.
[o4] hausratte am 01.07. 16:57
+ -1
aber, aber der pöse chinese
[re:1] Black._.Sheep am 01.07. 17:22
+2 -
@hausratte: Das eine macht das andere nicht weniger schlimm
[o5] DRMfan^^ am 01.07. 17:49
+3 -
Wie soll das auch gehen? Wenn er falsch klassifiziert als "Das ist eine Informationsanforderung" und das Sample hochlädt, dann wird es natürlich verarbeitet wie ein korrekt klassifiziertes auch. Der Algorithmus ist an der Klassifikation gescheitert, woher soll er vor der Weiterleitung an Menschen das unterscheiden können?
[re:1] floerido am 02.07. 06:21
+1 -
@DRMfan^^: Wenn man am Fehlerberichtsprogramm teilnimmt, dann sollte einem das auch eigentlich bewusst sein, dass dort persönliche Daten in den Dumps drin sein können.
[o6] floerido am 02.07. 06:57
+1 -
Simpel bedeutet diese News nur: Google bestätigt, dass im Qualitätsmanagement, Fehler analysiert werden, falls man der Telemetrie zustimmt und dabei wie dort erwähnt auch persönliche Inhalte vorhanden sein könnten.

Technisch nicht versierte Nutzer werden hier halt durch die Buzzwords auch eher False-Positive aktiviert.
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