Phil Spencer: Studio-Übernahmen sind eine gute Sache fürs Gaming

Witold Pryjda am 30.06.2021 16:45 Uhr
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Microsoft hat im Vorjahr die spektakulärste Übernahme des Gaming-Geschäfts seit langem, wenn nicht sogar aller Zeiten bekannt gegeben, denn man hat ZeniMax/Bethesda gekauft. Auch zuvor hat Redmond kräftig zugelangt und dazu hat sich nun Phil Spencer geäußert.

Übernahmen sind dieser Tage ziemlich angesagt, denn erst gestern hat Sony bekannt gegeben, dass man Returnal-Entwickler Housemarque kauft, demnächst dürfte auch noch Bluepoint dazukommen. Das sind natürlich im Vergleich zu Microsoft kleine Fische, denn die Redmonder haben 2020 nicht nur die ZeniMax Media-Studios Bethesda, id Software, MachineGames, Arkane etc. übernommen, sondern auch schon in den Jahren zuvor kräftig zugelangt - darunter bei Ninja Theory (Hellblade), Playground Games (Forza Horizon), Obsidian (Fallout: New Vegas), InXile (Wasteland 3) und Double Fine (Psychonauts).

Darauf wurde auch Microsofts oberster Gamer Phil Spencer in einem Interview auf IGN angesprochen (via VGC) und dieser meinte, dass er jeden verstehen könne, der das skeptisch sieht. Er ist aber dennoch überzeugt, dass Übernahmen ein "natürlicher und gesunder Teil" des Geschäfts sind.

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Anreiz für Studiogründungen

Diskussionen dazu gebe es laut Spencer nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch in der Branche selbst. Aber einfach zu sagen, dass aufstrebende Studios kategorisch nicht verkaufen sollten, sei der falsche Weg: "Die ganze Sache, die diesen Zyklus von Teams, die Studios gründen, verursacht, ist die Möglichkeit für diese Leute, die ein immenses Risiko eingehen, neue Teams zu gründen, um den Wert in dem zu erkennen, was sie geschaffen haben."

Merger und Übernahmen gehören dazu, meint Spencer. Das bedeutet nicht, dass jedes Team diesen Weg gehen muss. Aber wenn es ein Studio schafft, die Risiken des Aufbaus hinter sich zu lassen und Wert aufzubauen, dann muss das auch belohnt werden - auch um einen Anreiz für neue Teams zu schaffen.

Auch Microsoft wird sich nach weiteren Zukäufen umsehen, da es laut Spencer nach wie vor Lücken im Portfolio gibt. Der Chef der Gaming-Sparte von Microsoft meint, dass man mehr familienfreundliche Inhalte sowie zusätzliche "geografische Vielfalt" in Bezug auf die Studios vertragen kann.
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