Auch VW-Gesamtkonzern setzt Termin für endgültiges Verbrenner-Aus

Christian Kahle am 28.06.2021 13:57 Uhr
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Die Tochter Audi hat vorgelegt - der Gesamtkonzern zieht nach: Auch Volkswagen legt sich jetzt auf Termine für einen endgültigen Ausstieg aus der Verbrenner-Technologie fest. In Europa wird es spätestens Mitte des kommenden Jahrzehnts soweit sein.

"In Europa steigen wir zwischen 2033 und 2035 aus dem Geschäft mit Verbrenner-Fahrzeugen aus", sagte VW-Vertriebsvorstand Klaus Zellmer im Interview mit dem Münchner Merkur. In anderen Regionen der Welt wird es noch etwas länger dauern. "Etwas später" wird es in den USA und in China werden, "ein gutes Stück länger" beispielsweise in Afrika und Südamerika.

Audi wird also innerhalb des Konzerns vorneweg gehen: Die VW-Tochter hatte angekündigt, dass 2026 das letzte Modell mit Verbrennungsmotor auf den Markt kommt und spätestens 2033 dann das letzte entsprechende Fahrzeug vom Band rollt. Der Gesamtkonzern wird also zumindest in Europa kaum weniger lange solche Autos bauen. Die Planung für die anderen Regionen ist allerdings wohl auch nicht in Stein gemeißelt, sondern dürfte auch davon abhängen, wie sich die jeweiligen Märkte in der nächsten Zeit entwickeln.

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Chip-Versorgung bleibt schwierig

Zellmer kündigte an, trotz des absehbaren Ablaufdatums weiterhin in die Entwicklung der Verbrenner-Technologien zu investieren - das gelte auch für den Diesel, der von Kunden, die hohe Laufleistungen benötigen, weiterhin stark nachgefragt wird. Ohne Investitionen dürfte es hier auch kaum gehen. Denn in der EU sind weitere Verschärfungen der Abgasnormen in Sicht und mit einer Technik auf dem heutigen Stand wird man diese wohl nur in wenigen Fällen einhalten können.

Eine der großen Herausforderungen für die kommende Zeit ist laut dem VW-Manager neben dem Technologiewechsel auch die Lage auf dem Halbleiter-Markt. Zwar geht man davon aus, dass sich die Lage im zweiten Halbjahr ein wenig entspannt - das bedeutet aber noch lange nicht, dass man so viele Komponenten bekommt, wie benötigt. Hier kann man durchaus damit rechnen, dass der Konzern die Planungen für die Fertigungsmengen noch einmal anpassen muss.

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