Warren Buffett gibt Posten bei Bill and Melinda Gates Foundation zurück

Nadine Juliana Dressler am 23.06.2021 18:47 Uhr
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Der Milliardär Warren Buffett tritt als Treuhänder der Bill und Melinda Gates Stiftung zurück. Gründe nannte Buffett nicht - er entschuldigte sich aber, zu lange ein inaktives Kuratoriumsmitglied gewesen zu sein. Die Stiftung und ihre Ziele will er weiter unterstützen.

Das meldet das Online-Magazin des Telegraph. Buffett war neben Bill und Melinda Gates, die beide Co-Vorsitzende der Stiftung sind, der einzige Treuhänder. Buffett, der wie der Telegraph schreibt "nicht mehr ganz junge Vorstandsvorsitzende von Berkshire Hathaway", erklärte in einer Stellungnahme zu seinem Ausscheiden, dass seine Ziele weiterhin zu 100 Prozent mit der Stiftung übereinstimmen. Dennoch will oder kann er seine Arbeit für die vom Microsoft-Gründer und seiner Frau gegründeten Wohltätigkeitsorganisation nicht weiterführen.

Buffett zieht sich überall zurück

"Meine Ziele stimmen zu 100 Prozent mit denen der Stiftung überein, und meine physische Teilnahme ist in keiner Weise notwendig, um diese Ziele zu erreichen", so Buffett. Der Berkshire-Chef bezeichnete sich selbst als "inaktives Kuratoriumsmitglied". Er sagte, er sei von der Rolle zurückgetreten, "so wie ich es bei allen anderen Unternehmensvorständen außer dem von Berkshire getan habe".

Buffett ist ein langjähriger Freund von Bill Gates und besitzt laut eigene Angaben aufgrund der Freundschaft keine Microsoft-Aktien, um sicherzustellen, dass er nicht in einen Interessenkonflikt gerät.

Buffetts Rücktritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem er nach der Veröffentlichung seiner geschätzten Steuererklärungen durch die Non-Profit-Gruppe ProPublica wegen seiner Steuerzahlungen auf dem Prüfstand steht. Diese sind laut dem Bericht nicht verhältnismäßig. Sein Vermögen soll auf 105 Milliarden Dollar angewachsen sein. Es gibt Vermutungen, dass Buffett sich wegen dieser Vorwürfe nun überall zurückzieht und keine Angriffsfläche bieten will. Buffett verteidigte aber seine geringen Steuerzahlungen auch und sagte, er habe "relativ wenig Einkommen".

Sein Vermögen sei fast vollständig in steuerpflichtigen Unternehmen angelegt, die er über Berkshire-Beteiligungen besitze, und Berkshire reinvestiere dabei regelmäßig Gewinne, um die Produktion, die Beschäftigung und die Erträge weiter zu steigern.

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