Microsoft ist das zweite Mitglied im erlesenen 2-Billionen-Dollar-Club

Christian Kahle am 23.06.2021 08:18 Uhr
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Im 2-Billionen-Dollar-Club sitzt Apple nun nicht mehr einsam und allein an der Bar. Seit gestern gehört nun auch Microsoft zu dem erlesenen Kreis, nachdem die die Aktie des Redmonder Konzerns zum Börsenschluss bei 265,51 Dollar stehen blieb.

Gestern kletterte der Wert der Microsoft-Anteilsscheine um weitere 1,1 Prozent. Im Verlauf des gesamten Jahres ging der Kurs um nun schon mehr als 20 Prozent nach oben. Damit summierte sich der Wert aller Aktien in einer Marktkapitalisierung von ziemlich genau zwei Billionen Dollar. Zuvor konnte Apple diese Marke knacken, das aber bereits im August des letzten Jahres. Vor Jahren gelang dies kurzzeitig auch schonmal dem Ölkonzern Saudi Aramco, der aber inzwischen einen zwar langen aber sicheren Weg Richtung Altersheim angetreten hat.

Damit stehen weiterhin ausgerechnet zwei Unternehmen an der Spitze der Entwicklung, die auf eine lange Konkurrenz untereinander zurückblicken, die aber beide einen wesentlichen Anteil daran hatten, die Nutzung von Computern zu einem Massenphänomen zu machen. Die großen Internet-Konzerne, die später von dieser Vorleistung profitierten, konnten hier nur zeitweise mithalten. Am dichtesten ist dabei noch Amazon an den beiden Urgesteinen dran: Der Handelskonzern kam zuletzt auf einen Börsenwert von 1,77 Billionen Dollar.


Cloud trifft auf Homeoffice-Trend

Die Wertsteigerung Microsofts in der letzten Zeit beruht allerdings zu einem wesentlichen Teil auf dem Vertrauen der Anleger, dass vor allem das Cloud-Geschäft trotz seines bereits starken Wachstums noch ordentliche Potenziale nach oben hat. Denn das Corona-Jahr führt in vielen Unternehmen zu einer dauerhaften Veränderung in der Arbeits-Organisation. Zahlreiche Beschäftigte werden zukünftig nicht mehr jeden Tag ins Büro zurückkehren, sondern flexibel von externen Arbeitsplätzen aus tätig sein. Und hierbei kommt den Cloud-Datenzentren und den in ihnen laufenden Diensten eine Schlüsselrolle zu.

Im Cloud-Bereich sind Microsoft und Amazon etwa gleich gut aufgestellt. Der Vorteil der Redmonder liegt allerdings darin, dass dieser Geschäftsbereich von verschiedenen anderen Segmenten flankiert wird, die ebenfalls starke Einnahmen bringen. Sei es nun Windows, Office oder auch die Gaming-Sparte - sie alle sind nicht nur alternative Stützen des Geschäfts, sondern sorgen selbst auch noch für zusätzliche Triebkraft bei den Cloud-Umsätzen. Dies kann Amazon in dieser Form nicht bieten.

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