PayPal zieht Preise bei Services mit mangelnder Konkurrenz an

Christian Kahle, 21.06.2021 14:18 Uhr 10 Kommentare
Beim marktführenden Bezahldienstleister PayPal stehen Gebühren-Änderungen an, die Transaktionen in vielen Fällen verteuern. Vor allem Händler sollen hier stärker zur Kasse gebeten werden - die aber dürften die Mehrkosten letztlich zum Kunden durchreichen. Aktuell startet das Unternehmen mit der neuen Preisstruktur in den USA. Es ist noch nicht bekannt, wann es hierzulande zu vergleichbaren Anpassungen kommt. Allerdings dürfte PayPal kaum über einen längeren Zeitraum wesentlich unterschiedliche Preismodelle in den verschiedenen Regionen nutzen. Letztlich wird es dort teurer, wo der Dienstleister kaum negative Effekte aus einem solchen Schritt zu befürchten hat, während man mit den Mehreinnahmen in härter umkämpften Segmenten sogar geringere Gebühren verlangen wird.

Laut dem PayPal-Marketing spiegelt die neue Gebührenstruktur den Wert der jeweiligen Services besser wider. "Wir ändern die Preise, um unseren Kunden zu helfen, besser zu erkennen, wo wir besonderen Wert bringen", so Dan Leberman, der die Partnerschaften mit kleineren und mittleren Unternehmen betreut. Insbesondere die Wallet-Zahlungen seien besonders wichtig, während einfach nur die Bearbeitung von Kreditkartenzahlungen eine einfache Standard-Aufgabe ist, die auch von diversen anderen Unternehmen angeboten werde.

Neue PayPal-Gebühren
Die neue Gebühren-Übersicht für vorerst nur die USA

Wir sind es wert

PayPal verweist darauf, dass Nutzer beim Besuch eines Online-Shops bis zu dreimal wahrscheinlicher auch wirklich eine Bestellung tätigen, wenn der PayPal-Button in den Zahlungsoptionen auftaucht. Hier nutzt der Dienstleister die von ihm gebotenen Vorzüge nun also voll aus, um mehr Geld zu verdienen.

Das bedeutet für Händler, dass sie für die PayPal Digital Payments, zu denen PayPal Checkout, Pay with Venmo, PayPal Credit und einige andere Services gehören, zukünftig 3,49 Prozent Provision plus eine Festgebühr von 0,49 Dollar fällig werden. Bisher mussten Händler hier 2,9 Prozent plus 0,30 Dollar abführen.

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