Audi steigt schneller aus Verbrennern aus - 2026 kommt der Letzte

Christian Kahle am 18.06.2021 10:04 Uhr
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Die Volkswagen-Marke Audi wird sich schneller von Verbrenner-Motoren verabschieden als bisher bekannt. Bereits im Jahr 2026 wird das Unternehmen das letzte Modell vorstellen, das nicht vollelektrisch unterwegs ist.

Nach Berichten von Süddeutscher Zeitung und Der Spiegel hat Vorstandschef Markus Duesmann bereits seit einiger Zeit an dem Vorhaben gearbeitet, schneller aus der Verbrenner-Technik auszusteigen. Die Rückendeckung aus dem Mutterkonzern VW hatte er sich dafür bei Konzernchef Herbert Diess abgeholt. Gestern machte Duesmann diese strategische Entscheidung nun gegenüber Betriebsräten und dem Top-Management bekannt.

Für 2026 ist bereits die Vorstellung eines neuen Audi Q-Modells geplant. Dieses wird dann das letzte Produkt Audis sein, das nicht vollständig elektrisch fährt. Die populären Modelle A3 und A4 werden somit keine direkten Nachfolger mehr bekommen. Audi will Fahrzeuge für die von diesen bedienten Klassen komplett neu konzipieren und unter einem anderen Namen auf den Markt bringen.

Keine Verbrenner mehr in den 2030ern

Dies bedeutet allerdings auch nicht, dass Audi dann gar keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr produziert. Modelle, die dann noch nicht am Ende ihres Produktzyklus angekommen sind, werden weiterhin zu bekommen sein. Spätestens ab Anfang der 2030er-Jahre wird es dann aber nur noch vollelektrische Audis im Handel geben.

Mit dem Strategieschwenk reagiert der Konzern auf die absehbaren Entwicklungen am Markt. Auch die anderen Hersteller drücken bei ihren Planungen für die Elektromobilität inzwischen stärker auf die Tube. Denn es ist absehbar, dass Verbrenner schon aus Kostengründen in absehbarer Zeit Probleme bekommen werden, mit den Stromern mitzuhalten. Wer dann seine Produktpalette nicht auf einem entsprechenden Stand hat, wird das Nachsehen haben. Die großen deutschen Wettbewerber Mercedes-Benz und BMW wollen allerdings bis 2030 erst einmal die Hälfte ihrer Verkäufe mit vollelektrischen und hybriden Fahrzeugen bestreiten - das kann sich aufgrund der Realitäten am Markt aber auch noch deutlich ändern.

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