Liquid Cooled: AMD verstärkt Radeon RX 6900 XT mit Wasserkühlung

Stefan Trunzik, 17.06.2021 13:12 Uhr 1 Kommentare
Der Chiphersteller AMD legt seine Flaggschiff-Grafikkarte Radeon RX 6900 XT als "Liquid Cooled"-Edition neu auf. Eine Wasserkühlung verhilft der stark nachgefragten Navi-GPU zu höheren Taktraten und somit zu noch mehr Leistung. Doch der Verkauf wird stark eingeschränkt. Ausgestattet mit einer All-in-One-Wasserkühlung (AiO) samt Single-Radiator und einem einzelnen 120-mm-Lüfter, wird das Referenzdesign der Radeon RX 6900 XT ab Werk aufgebohrt. Vom Design ermöglicht AMD somit eine Dual-Slot-Lösung, während die RDNA-2-Grafikkarte mit klassischer Luftkühlung eine Höhe von 2,5 bzw. drei PCI-Slots im Gehäuse einnimmt. Die Performance-Steigerung der so genannten "Liquid Cooled"-Edition (via VideoCardz) des aktuellen Spitzenmodells dürfte jedoch vor dem Design im Mittelpunkt stehen.

AMD Radeon RX 6900 XT Liquid Cooled

AMD Radeon RX 6900 XT Liquid Cooled

Höhere Taktraten, schnellerer Speicher und steigender Verbrauch

Während das Ursprungsmodell der RX 6900 XT seitens AMD mit Taktraten von 2015 MHz bis 2250 MHz arbeitet, setzt die wassergekühlte Grafikkarte beim Boost des "kleinen" Bruders an. Die RX 6900 XT LC bietet 2250 MHz bis 2435 MHz und steigert zudem die Geschwindigkeit des GDDR6-Videospeichers von 16 GBit/s auf 18 GBit/s. Abschließend erhöht sich durch die Mehrleistung auch der Stromverbrauch. Die Total Board Power der Navi-21-GPU mit 80 Compute Units wird jetzt mit 330 Watt anstelle der sonst üblichen 300 Watt angegeben.

Für AMD ist ein Referenzdesign mit Wasserkühlung kein Neuland. Bereits die Radeon RX Vega 64 wurde ihrer Zeit in einer entsprechenden Edition aufgelegt, die Radeon R9 Fury X sogar einzig und allein in einer solchen verkauft. Doch AMD ist spät auf der Party erschienen. Custom-Designs von Partnern wie Asus und Sapphire befinden sich bereits am Markt. Zudem wird die AMD Radeon RX 6900 XT Liquid Cooled (LC) vorerst nicht im freien Handel erscheinen, sondern nur in Komplettsystemen verbaut. Daher schweigt sich der Chiphersteller bisher zu einem Preis oder Release-Termin aus.

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