Superreiche wie Bezos, Musk etc. zahlen kaum oder keine Steuern

[o1] mike4001 am 09.06. 09:58
+5 -
Die Meldung verstehe ich nicht ganz. Sie haben scheinbar 25-30% Steuern auf ihr gemeldetes Einkommen bezahlt. Also ähnlich wie bei uns.

Und der "Wealth Growth" sind ja im Endeffekt gestiegene Aktien. Solange diese aber nur im Besitz bleiben und nicht veräußert werden, wird eben nichts versteuert. Das war bei uns auch schon immer so.

Irgendwie entspricht die "True Tax Rate" im Endeffekt einer Vermögenssteuer dies halt sowohl in den USA als auch bei uns nicht gibt.
[re:1] P-A-O am 09.06. 10:10
+ -
@mike4001: das dürfte ähnlich wie in Deutschland funktionieren. Kenne genug Leute die durch Mieteinnahmen wie Gott in Frankreich leben aber aufgrund von Schulden theoretisch Anspruch auf Sozialhilfe hätten. Der Gegenwert ist zwar da um die Schulden sofort tilgen zu können aber wer schön weiter Schulden macht zahlt kaum Steuern. Brauchst nur die richtigen Ausgaben ;)
[re:1] mike4001 am 09.06. 10:12
+ -
@P-A-O: Ja, ist sicherlich richtig, dass "Auf Pump leben" funktioniert, geht aber hier ehrlich gesagt am Thema vorbei
[re:2] Cipher am 09.06. 11:20
+ -
@mike4001: Du hast recht...bis auf Michael Bloomberg..bei dem sind es tatsächlich nur 2,9% Einkommenssteuer....
[re:3] mil0 am 09.06. 16:43
+ -
@mike4001: 25-30% Steuersatz bei >100 Mio $ im Jahr ist gerecht?
[re:1] mike4001 am 10.06. 11:18
+ -
@mil0: Gut das ist eine Grundsatzdiskussion. Ist es gerechter wenn jeder das selbe zahlen muss oder ist es gerechter, wenn Reiche mehr zur Kasse gebeten werden. Hier wird dir jedes Lager das Gegenteilige als "gerecht" verkaufen :-)
[o2] UJRL am 09.06. 10:00
+ -
Mal ganz emotionslos gefragt: Wie machen die das?
[re:1] Fortytwo am 09.06. 10:18
+ -1
@UJRL: steht doch im Artikel
[re:2] Rulf am 09.06. 12:51
+ -
@UJRL: durch vielfältige steuerschlupflöcher die dem kleinen mann nicht zur verfügung stehen...
[re:1] D4rk3n3mi3 am 09.06. 15:25
+ -
@Rulf: Das ist doch völlig falsch...

Wenn du eine Aktie kaufst und die gewinnt in einem Jahr 1000€ für dich, du verkaufst sie aber nicht, dann zahlst du keine Steuern, egal wie reich oder arm du bist.

Wenn die Unternehmen, die diesen Personen gehören beim Beispiel von Tesla innerhalb eines Jahres den Wert an der Börse beinahe verzehnfacht, macht dass schnell mal Milliarden Erhöhung des Vermögens...

... das hat aber keinen Zusammenhang mit dem jährlichen Einkommen, das versteuert wird.

Hier stehen die meisten von diesen bei 25-35%, was sicher auch wenig ist aber sicher nicht so niedrig wie angegeben.
[re:1] Rulf am 09.06. 19:44
+ -
@D4rk3n3mi3: dividenden muß man aber schon versteuern...
[o3] 2-HOT-4-TV am 09.06. 10:03
+2 -
Das sind Buchgewinne! Einkommen aus Aktien etc. versteuert man sobald man dieses realisiert (also verkauft). Solange man im Besitz dieser Aktien ist aber diese nur "rumliegen" ist das nur ein theoretisches Einkommen, die haben nicht 100 Mrd. Dollar auf Ihrem Konto. Sobald Sie jedoch an das Geld gehen wird es ganz normal versteuert, ist bei uns genauso. Andernfalls müsste der Staat, das Finanzamt, jemanden bei fallenden Kursen ja entschädigen ;-)
[o4] DerLars86 am 09.06. 10:38
+1 -
Es gibt nur ganz wenige Menschen die auf Legalen Weg reich geworden sind und da reden wir noch nicht von diesen "ÜBER" Reichtum. Ich würde fast behaupten das mind. 95% aller reichen Dreck am stecken haben bewusst oder unbewusst.
[o5] d0351t am 09.06. 11:22
+ -
Ich würde gerne folgenden Gedanken in den Raum werfen, ohne ansatzweise Unternehmen oder superreiche Menschen zu verteidigen. Politiker sorgen gefühlt seit Immer keinen Vertrauen zu haben. Ob altgediente oder der neue frische Wind. Selbst Politiker mit dem Prädikat "Grün hinter den Ohren" haben, sind nicht frei von. Sei es der Amthor mit der Augustus Intelligence, Spahn und die Bereicherung bei den Masken, Baerbock mit den Steuern und Lebenslauf. Diesen Menschen soll man mit guten Gewissen trauen, was alles mit den Steuergeldern passieren. Henne und Ei. Ich weiß das hat jetzt diesen kindischen Geschmäckle "aber die da sind auch böse". Man kann nicht immer nur die eine Seite kritisieren, wenn der Empfänger der Steuern so korrumpiert ist.
[o6] Magdalena Hrda am 09.06. 11:23
+ -
Eines is dabei positiv zu sehen: sie lassen sich ihre hypothetischen Steuer nicht zurückerstatten.
[o7] DTMWinFuture am 09.06. 11:51
+1 -
Nicht der Privatmann oder Unternehmer sind Schuld ihrem Steuerlast.
Sondern ausschließlich diejenigen die die Regeln dazu erstellen.
Also direkt die amtierende Regierung.
Indirekt der Wähler der die entsprechenden Parteien zulässt.

Provokant gesprochen:
Jeder hat die Gesellschaft verdient die er unterstützt.
[re:1] LostSoul am 09.06. 12:49
+ -
@DTMWinFuture: Du machst zunächst mal den Bock zum Gärtner. Natürlich ist zu allererst der Wähler "schuld". Er ist der Souverän, er steht am Anfang der sog. Legitimationskette, er hätte die Wahl eine Alternative (und bitte nicht "die" "Alternative) zu wählen oder sich selbst zur Wahl zu stellen.
Aber auch in der Folge sind es die Parlamente, nicht die Regierung. Schon Rita Süßmuth hat irgendwann in den 1980er Jahren in einer intensiven Debatte im Bundestag vollkommen zu recht angemerkt: "Der Bundestag darf sich dem Regierungswillen nicht unterwerfen". Genau das ist aber immer mehr und mehr der Fall geworden. Es findet im engeren Sinne gar keine parlamentarische Kontrolle der gewählten Exekutive statt.
Natürlich mag es viel "Input" aus der Regierung geben - nur findet die Verabschiedung nun mal im Parlament statt. Würden die Parlamentarier ihrer Aufgabe nachkommen, wäre es vollkommen unerheblich, ob ein Minister ein "schlechtes Gesetz" vorlegt.
Also nicht immer die Schuld weiterschieben.
[re:2] mil0 am 09.06. 16:46
+ -
@DTMWinFuture: Ja, man muss nur andere Parteien wählen und das Problem beseitigt sich von alleine! Die 100 Mrd. Vermögen werden sicher keinen Weg finden das zu verhindern.
[o8] Dr. Alcome am 09.06. 12:11
+ -
Wenig bis gar nicht überraschend, das ist aber bei uns in Deutschland auch so. Wozu gibt es denn wohl Steuer- und Vermögensberater? Ganz sicher nicht um seine Mittel so "gerecht wie möglich" zu verteilen sondern um zu sparen wo es nur geht - und da ist der Staat gefragt das System anzupassen, die wissen und dulden das ja auch.
[o9] Rulf am 09.06. 12:47
+ -
die zahlen vieeeel mehr als man denkt...
weniger an den staat direkt dafür aber bedeutend mehr in gemeinnützige stiftungen und an wohltätige orgs...
so wird das geld dann mehr für sinnvolles ausgegeben als nur für waffen und spionage...
[re:1] LostSoul am 09.06. 12:51
+ -
@Rulf: Als Steuerberater kann ich über so viel Naivität nur den Kopf schütteln.
[re:1] Rulf am 09.06. 12:54
+ -
@LostSoul: als deutscher steuerberater, der sich mit den schlupflöchern nicht so ganz genau auskennt, schon...
in amerika ist das anders...
[re:1] LostSoul am 09.06. 12:57
+2 -
@Rulf: Ich finde es immer wieder faszinierend, wie andere Leute
a) sich in pauschalen Urteilen ergehen und ohne Kenntnis eine Situation beurteilen zu wollen.
b) sich über Dritte äußern und denen Kenntnisse oder Fähigkeiten zusprechen oder absprechen, ohne diese Personen, deren Tätigkeit, Fachkenntnisse o.ä. überhaupt zu kennen.

Da erübrigt sich dann auch jede weitere "Diskussion".
[re:1] Rulf am 09.06. 19:48
+ -
@LostSoul: du hast noch nie was von der bill&melida gates stiftung gehört?...ein steuersparmodell per excellance...solche stiftungen gibt es zuhauf...
von dir würde ich meine steuer lieber nicht machen lassen, auch wenn ich nur ein einfacher fall bin...
[10] D4rk3n3mi3 am 09.06. 15:28
+ -
Das ist doch völlig falsch...

Wenn du eine Aktie kaufst und die gewinnt in einem Jahr 1000€ für dich, du verkaufst sie aber nicht, dann zahlst du keine Steuern, egal wie reich oder arm du bist.
Das nennt sich Buchgewinn und wird erst versteuert beim Verkauf.

Wenn die Unternehmen, die diesen Personen gehören beim Beispiel von Tesla innerhalb eines Jahres den Wert an der Börse beinahe verzehnfacht, macht dass schnell mal Milliarden Erhöhung des Vermögens...

... das hat aber keinen Zusammenhang mit dem jährlichen Einkommen, das versteuert wird.

Hier stehen die meisten von diesen bei 25-35%, was sicher auch wenig ist aber sicher nicht so niedrig wie angegeben.

Leider hat sich Winfuture immer mehr zu einer clickbaitverbreitenden und aufmerksamkeitshaschenden Schleuder entwickelt... schade!
[11] mirkopdm am 09.06. 16:48
+ -
"..komplexen Netz von Schlupflöchern im Steuerrecht..."

Es sind ja eben keine Schlupflöcher. Das ist doch nur eine Ausrede, dass man die Gesetzgebung nicht ändern will.
Genau so falsch und wirr kann man heute lesen: "legal unter Ausnutzung von Schlupflöschern".

Ebenso schräg und falsch.
Sie haben halt die Möglichkeit, ihre Gelder so zu steuern, wie es ihnen die Gesetze ermöglichen.

Das kann - zumindest theoretisch - jeder für sich auch machen.

Insoweit sollte man endlich mit dieser Irreführung aufhören.
Entweder ist etwas legal... und wenn es nicht legal ist, dann gelten auch in den USA entsprechende Strafgesetze.
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