Microsoft erhält grünes Licht von US-Kartellbehörde für Kauf von Nuance

Nadine Juliana Dressler am 05.06.2021 17:26 Uhr
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Microsoft hat die Genehmigung der US-Kartellbehörden für den Übernahme-Deal von Nuance Communications bekommen. Nuance ist auf künstliche Intelligenz und Sprachtechnologie spezialisiert. Der Zukauf kostet Microsoft rund 16 Milliarden US-Dollar.

Das berichtet jetzt die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach hat Microsoft überraschend schnell grünes Licht für die Übernahme von Siri-Mitentwickler Nuance Communications erhalten. Im April wurde bekannt, dass beide Unternehmen sich nach Übernahmegesprächen einig geworden sind und der Software-Multikonzern Microsoft bereit ist, eine zweistellige Milliardensumme für Nuance zu zahlen. Der Deal kam zustande, nachdem die Unternehmen im Jahr 2019 eine strategische Partnerschaft eingegangen waren, um administrative Arbeiten im Gesundheitswesen, wie beispielsweise die Dokumentation, zu automatisieren.

Einige Hürden gibt es noch, aber die sind nicht "ernst"

Laut den Unternehmen hat sich das US-Kartellamt nicht für eine weitergehende Prüfung der Übernahme entschieden. Nuance erklärte in einer Einreichung an die US-Börsenaufsichtsbehörde laut Reuters, dass die Frist für die US-Regierung, Einspruch gegen den Deal zu erheben, am 1. Juni abgelaufen sei - und das heißt grünes Licht.

Eine wichtige Bedingung für den Abschluss der Übernahme sei damit erfüllt, so das Unternehmen in dem Antrag an die Börsenaufsichtsbehörde. Ein Sprecher von Microsoft sagte in einer Stellungnahme, dass der Deal in anderen Jurisdiktionen behördlich geprüft werde und Ende 2021 abgeschlossen werden solle.

Einkaufstour geht weiter

Microsoft ist auf jeden Fall weiter auf "Einkaufstour". Nuance ist ein echter Glücksgriff für den Konzern, da der Microsoft-eigene Sprachassistent Cortana bisher nicht "gezündet" hat. Nuance hingegen kann als Siri-Mitentwickler auf einen großen Erfolg zurückblicken. Eine Übernahme von Nuance ist die zweitgrößte beziehungsweise zweitteuerste Akquisition von Microsoft, nur übertroffen von der 24-Milliarden-Dollar-Übernahme von LinkedIn im Jahr 2016.

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