Elon Musk und Miner wollen Bitcoin retten und nachhaltiger machen

Witold Pryjda am 25.05.2021 15:57 Uhr
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Die Kurse von Kryptowährungen, allen voran Bitcoin, erleben derzeit eine regelrechte Achterbahnfahrt, denn die Schwankungen sind größer als es die ohnehin als volatil geltenden Einheiten gewohnt sind. Ein Problem ist die zuletzt vielkritisierte Klimabilanz von Bitcoin und Co.



Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Niederlande
Bitcoin: Mehr Strom als die Niederlande

Die miserable Nachhaltigkeit ist einer der Gründe, warum Bitcoin so in Verruf geraten ist: Denn Tesla-Chef Elon Musk gab vor einigen Wochen bekannt, dass sein Unternehmen Bitcoins nicht länger als Zahlungsmittel akzeptiert. Grund ist die miserable Klimabilanz der Kryptowährung, das Schürfen von Bitcoin verbraucht schlichtweg zu viel Energie. Tesla ließ sich damals jedoch eine recht große Hintertür, denn man kündigte an, dass man wieder mit Bitcoins handeln wird, sobald deren Mining nachhaltiger ist.

Nun zeichnet sich ab, wie das geschehen soll bzw. es sammeln sich jene Bitcoin-Experten, die das Problem angehen wollen. Denn Michael Saylor, Chef des Softwareherstellers Mi­cro­Stra­te­gy, hat auf Twitter mitgeteilt, dass er am Wochenende ein Meeting veranstaltet hat, an dem Tesla-Chef Elon Musk und "führende Bitcoin-Miner in Nordamerika" teilnahmen.


Bitcoin Mining Council

Saylor: "Die Miner haben sich darauf geeinigt, das Bitcoin Mining Council zu gründen, um die Transparenz des Energieverbrauchs zu fördern und Nachhaltigkeitsinitiativen weltweit zu beschleunigen." Laut dem Chef des auf Business-Software spezialisierten Unternehmens gehören dieser Gruppe Vertreter von Argo Blockchain, Blockcap, Core Scientific, Galaxy Digital, Hive Blockchain Technologies, Hut 8 Mining, Marathon Digital Holdings und Riot Blockchain an.

Ob und wie das gelingen kann, ist nicht bekannt. Einerseits ist denkbar, dass man Änderungen an der Blockchain durchführen will, andererseits könnte man die Probleme durch denselben "Taschenspielertrick" beseitigen, zu dem auch viele Konzerne greifen, nämlich dem Emissionshandel.

MicroStrategy hat übrigens durchaus enormes Eigeninteresse an einer Stabilisierung von Bit­coin: Denn das Unternehmen hat massiv in die Kryptowährung investiert und besitzt Rücklagen in Höhe von 110.000 Bitcoin. MicroStrategy ist auch das erste große Unternehmen, das seine Top-Manager in Bitcoin bezahlt.

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