Der PC ist nicht tot: Notebook-Verkäufe steigen um über 80 Prozent

Roland Quandt, 14.05.2021 11:18 Uhr 6 Kommentare
Die Verkaufszahlen von Notebooks sind in den letzten Monaten enorm gestiegen und haben sich für viele Hersteller fast verdoppelt. Die Laptop-Anbieter konnten die durch die Coronavirus-Pandemie extrem gestiegene Nachfrage trotz der Engpässe bei Bauteilen bedienen. Wie die Marktbeobachter von Strategy Analystics mitteilten, wurden im ersten Quartal 2021 insgesamt rund 68,2 Millionen Notebooks ausgeliefert. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Vorjahres entspricht dies einer Steigerung der Stückzahlen um 81 Prozent, denn damals wurden nur knapp 38 Millionen Einheiten verkauft.

Strategy Analytics Notebook Verkaufszahlen Q1/2021
Notebook-Verkaufszahlen Q1 / 2021 laut Strategy Analytics

Unter den großen Notebook-Herstellern konnten vor allem Apple und Acer kräftig zulegen, verkauften sie von Januar bis März doch jeweils 5,7 und 4,9 Millionen Notebooks und damit jeweils 94 Prozent mehr Geräte als im Vorjahreszeitraum. Auch bei HP, dem derzeit zweitgrößten Notebook-Hersteller nach Stückzahlen, ging es mit einer Steigerung um 91 Prozent sehr stark aufwärts.

Marktführer Lenovo konnte 16,3 Millionen Laptops absetzen und steigerte seine Stückzahlen damit um 84 Prozent. Einzig der US-Anbieter Dell konnte nicht ganz so stark zulegen. Das Wachstum fiel mit 37 Prozent zwar immer noch deutlich aus, erreichte aber nicht das enorme Niveau der meisten großen Konkurrenten.

Die Stastistik wird allerdings auch durch die Coronavirus-Pandemie verfälscht. So konnten die großen Notebook-Anbieter in den ersten Monaten des Jahres teilweise nicht die geplanten Mengen produzieren, weil ihre Werke aufgrund der Ausbreitung des Virus vorrübergehend geschlossen werden mussten.

Aktuell werden die meisten Laptops natürlich noch immer mit Windows 10 ausgeliefert, doch die Nachfrage rund um günstige Geräte hat dafür gesorgt, dass immer mehr Chromebooks verkauft werden. So sank der Anteil der Geräte mit Windows 10 seit dem ersten Quartal 2020 von damals 79,6 auf jetzt nur noch 73 Prozent. Chrome OS konnte seinen Anteil im Jahresvergleich von 11,7 auf jetzt 17,7 Prozent steigern. Für Apples macOS ging es ebenfalls leicht aufwärts: von 7,8 auf zuletzt 8,4 Prozent.
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