Kein Bitcoin beim Tesla-Kauf: Elon Musk rudert aus Klimagründen zurück

Nadine Juliana Dressler am 13.05.2021 13:35 Uhr
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Nach rund eineinhalb Monaten stoppt Tesla wieder die Annahme von Zahlungen via Bitcoin. Man werde aus Klimaschutzgründen die Kryptowährung nicht länger unterstützen - denn Bitcoin verbraucht Unmengen an Energie.

Elon Musk ist für sein Engagement für Kryptowährungen bekannt und dreht gern an der Werbetrommel für Dogecoin. Dementsprechend hatte Musk im März angekündigt, dass Tesla Zahlungen in Bitcoin akzeptieren wird. Nun macht er die Rolle rückwärts. Tesla Motors un­ter­stützt ab sofort keine Zahlungen mehr mit Bitcoin. Von der Webseite soll Bitcoin in Kürze verschwinden.

Teslas Mission wird negiert

Die Entscheidung fiel aus der Sorge heraus, dass Tesla mit der Unterstützung von Bitcoin zu einem höheren Verbrauch fossiler Brennstoffe beiträgt. So heißt es in einer Erklärung, die Tes­la-CEO Elon Musk am Mittwoch twitterte. Die Kryptowährung ist energie-ineffizient auf­ge­baut. Das kollidiert mit Teslas Mission, "den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie zu be­schleu­ni­gen". Die Entscheidung gegen Bitcoin sei aber nicht endgültig, sondern beruhe nur auf der Tatsache, dass Bitcoin aktuell nicht auf nachhaltige Energie setzt. Der Strom­ver­brauch bei der Erzeugung von Kryptowährungen ist mittlerweile ein massiver Faktor.

Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Niederlande
Infografik: Bitcoin verbraucht mehr Strom als die Niederlande

Zu Lasten der Umwelt

"Kryptowährung ist auf vielen Ebenen eine gute Idee und wir glauben an eine vielversprechende Zukunft, aber das kann nicht zu großen Lasten der Umwelt gehen", so Musk in der Stel­lung­nah­me. Dass man sich nicht vor dem Start da­rü­ber Gedanken gemacht hat, überrascht ein wenig, obwohl man ähnliche Schnellschüsse von Elon Musk schon kennt. Das Unternehmen schaut sich jetzt zumindest nach anderen Kryp­to­währungen um, die weniger als ein Pro­zent der Energie je Transaktion von Bitcoin verbrauchen.

Bitcoin verbraucht jährlich in etwa so viel Strom wie die Niederlande, so eine Schätzung. Das wiederum bedeutet einen massiven CO2-Fußabdruck.

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