Starke Lieferverzögerung: AVM FritzBoxen von Engpässen betroffen

Stefan Trunzik, 10.05.2021 13:10 Uhr 7 Kommentare
Nicht nur Grafikkarten, Konsolen, Prozessoren und Smartphones sind von den Halbleiter-Engpässen betroffen, auch FritzBox-Router, Festnetz-Te­le­fone und Smart-Home-Geräte kämpfen mit Lieferproblemen und Preis­er­höhungen. Das bestätigen unter anderem AVM und Gigaset. Aus einer Umfrage der Welt am Sonntag geht hervor, dass auch deutsche Hersteller vom pandemiebedingten Chip-Engpass stark betroffen sind. Befragt wurden 20 Firmen, die sich auf die Produktion von Telekommunikationsgeräten, Unterhaltungselektronik und Haus­halts­ge­rä­ten konzentrieren. Eines der prominentesten Beispiele ist das Berliner IT-Un­ter­neh­men AVM, welches mit seinen FritzBox-Modellen die hierzulande am weitesten verbreiteten Rou­ter herstellt. Laut Aussagen des Herstellers kommt es bei Zulieferern zu deutlich längeren Lieferfristen, die bei neu bestellter Ware bei bis zu einem Jahr liegen.

Lieferzeiten von über einem Jahr sind die neue Realität

Dass sich somit weitere Lieferengpässe nicht ausschließen lassen, bestätigt auch die ehe­ma­li­ge Siemens-Tochter Gigaset aus dem nordrhein-westfälischen Bocholt. Von der Halbleiter-Knappheit sollen hier circa 80 Prozent der Gigaset-Produkte betroffen sein, die sich vorrangig im Bereich der schnurlosen Festnetz-Telefone, Android-Smartphones und des Smart-Home-Zubehörs befinden. Die Wiederbeschaffungsfristen von erforderlichen Komponenten soll hier bei bis zu 60 Wochen liegen.

Gegenüber den Kollegen der Welt am Sonntag gibt das Preisvergleichsportal Idealo zu ver­ste­hen, dass sich die Engpässe zudem auf die Verbraucherpreise auswirken. In den letzten Monaten konnte laut einem Sprecher des Unternehmens bei vielen Produkten aus dem Elektrobereich ein deutlicher Preisanstieg beobachtet werden. Die Schlagzeilen werden dahingehend vor allem von einer schlechten Verfügbarkeit im Bereich der Spielekonsolen (z.B. PlayStation 5 und Xbox Series X) sowie bei neuen Grafikkarten und Prozessoren von Nvidia, AMD und Intel beherrscht.

Mit einer Normalisierung der Produktion wird erst im kommenden Jahr 2022 gerechnet.

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