VW setzt sich ehrgeizigere Klimaziele und baut an Solar-Anlagen mit

Christian Kahle am 29.04.2021 17:28 Uhr
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Der Automobilkonzern VW hat seine Klimaziele noch einmal überarbeitet und will die Emissionen seiner Flotte deutlich schneller reduzieren, als bis­her geplant. Im Zuge dessen soll auch der Umstieg auf die Elektro­mo­bi­li­tät schneller vorangetrieben werden.

Alle PKW aus dem VW-Konzern, die auf Europas Straßen unterwegs sind, sollen ihren CO2-Ausstoß bis zum Ende des Jahrzehnts um 40 Prozent reduzieren. Für den Gesamtkonzern - also die weltweite Flotte - hat man sich 30 Prozent zum Ziel gesetzt. Das teilte das Unternehmen heute mit. Bis zum Jahr 2025 sollen 14 Milliarden Euro in Dekarbonisierungs-Projekte investiert werden.

Der überwiegende Teil dessen, 13 Milliarden Euro, sollen laut VW in den weiteren Ausbau des Elektro- und Hybridangebots fließen. Mit dem übrigen Geld will man unter anderem auch klimaschonendere Produktions-Verfahren entwickeln und einführen. Geplant sind aber auch Investitionen in Solaranlagen. Gemeinsam mit RWE will man in Mecklenburg-Vorpommern ein großes Sonnenkraftwerk installieren, von dem dann der Strom für die Standorte in der Nähe bezogen werden soll. Aber auch Käufer von Elektroautos können hier Energie erwerben.

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CO2-Ausstoß VWs auf Staaten-Niveau

Die neue Anlage entsteht in Tramm-Göthen und wird insgesamt rund 420.000 Solarmodule umfassen. Es handle sich um das bisher größte unabhängige Projekt dieser Art, das in Deutschland auf den Weg gebracht wird. Darüber hinaus will VW auch an anderen Projekten mitwirken und bis 2025 dann eine Jahresleistung von 7 Terawattstunden erreichen.

Ob ein Konzern wie VW es schafft, die genannten Ziele umzusetzen, ist durchaus von Belang. Denn die Aktivitäten des Unternehmens und die von ihm auf die Straße gebrachten Fahrzeuge sollen Schätzungen zufolge immerhin rund 1 Prozent der CO2-Emissionen weltweit hervorbringen. Der gesamte Fußabdruck des Unternehmens ist etwa mit der Großbritanniens vergleichbar.

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