Spotify erhöht seine Preise in Europa - Schonfrist für Deutschland?

Stefan Trunzik am 27.04.2021 10:45 Uhr
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Nach mehr als neun Jahren könnte eine Preiserhöhung von Spotify kurz bevorstehen. Der Musik-Streaming-Dienst hebt die monatlichen Abo-Gebühren in Europa an. Unter anderem sind Irland und Großbritannien betroffen. Deutsche Nutzer bleiben hingegen (vorerst) verschont.

Seit dem Spotify-Start in Deutschland im März 2012 blieben die Preise für ein Premium-Abo stabil. Für den Einzeltarif werden monatlich 9,99 Euro fällig, während zwei bis sechs Konten mit 12,99 Euro respektive 14,99 Euro zu Buche schlagen. Studenten zahlen hierzulande außerdem einen rabattierten Preis von nur 4,99 Euro pro Monat. Wie die Kollegen von The Verge in Erfahrung gebracht haben, könnte Spotify seine hiesige Preispolitik jedoch zeitnah überdenken. Nutzer aus vielen europäischen Ländern werden bereits ab dem 30. April 2021 mit höheren Abo-Gebühren konfrontiert.

So viel zahlende Kunden hat Spotify
Infografik: So viel zahlende Kunden hat Spotify

Eine Frage der Zeit: Kosten könnten um ein bis zwei Euro steigen

In Großbritannien zahlen Spotify-Kunden zukünftig je nach Plan zwischen ein bis zwei Pfund mehr für eine Mitgliedschaft beim derzeit weltweit größten Musik-Streaming-Dienst. Auch in Irland steigen die Preise in jedem Tarif um einen Euro. Ähnliche Preisanpassungen soll Spo­ti­fy in ausgewählten Ländern Asiens und Südamerikas vornehmen. Während Neukunden ab Mai direkt in die geringfügig höherpreisigen Abonnements wechseln, sollen Bestandskunden eine einmonatige Gnadenfrist erhalten, wobei sich die Preise automatisch während des Abrechnungszeitraums im Juni erhöhen werden.

Laut diversen Medienberichten ist eine Preiserhöhung in Deutschland bisher nicht geplant. Man könnte jedoch annehmen, dass es sich nur um eine Frage der Zeit handelt, bis Spotify seine neue Tarifstruktur global anpassen wird. Zuletzt kündigte das Unternehmen an, welt­weit mehr als 150 Millionen Premium-Abonnenten zu verzeichnen. Zudem wurde erste, skur­ri­le Spotify-Hardware vorgestellt und der Streaming-Dienst um personalisierte Mixtapes und einen HiFi-Tarif in verlustfreier CD-Qualität erweitert. Ebenso investiert das Unternehmen derzeit in Hörbücher und Podcasts, um Audible Konkurrenz zu machen.

Siehe auch:

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