Porsche: Werk für Hochleistungs-Akkus entsteht in Tübingen

Christian Kahle am 26.04.2021 13:02 Uhr
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Der Aufbau einer eigenen Batterie-Produktion geht beim Volkswagen-Konzern wohl ziemlich gut voran. Die Tochter Porsche hat jetzt die Planungen für ein eigenes entsprechendes Werk festgezurrt. Dieses soll in Tübingen gebaut werden.

"Die Batteriezellen sind eine Kerntechnologie für die deutsche Autoindustrie, die wir auch im eigenen Land haben müssen", erklärte Oliver Blume, Chef des Sportwagen-Herstellers, in einem Interview mit der gestern erschienenen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Produktionsanlage von Porsche soll sich letztlich in ein Netz von sechs Fabriken einordnen, die VW im Konzernverbund betreiben will.

Porsche will sich auch nicht komplett selbst aus Tübingen versorgen. Vielmehr wird das Unternehmen einen Teil der benötigten Akkuzellen aus anderen VW-Werken beziehen. Dabei geht es um jene, die für Standard-Anwendungen gedacht sind. Das eigene Werk soll sich hingegen auf Hochleistungszellen spezialisieren und damit dem gleichen Prinzip folgen, wie bei den Verbrennungsmotoren, wo Porsche auch die stärksten Systeme im Unternehmen gefertigt hat.

Hoffen auf Staatsgeld

VW arbeitet stark daran, bei den Akkus unabhängig von Importen zu werden. Bisher werden die meisten Zellen aus Asien bezogen. Das kann sich aber zu einem gravierenden Problem entwickeln, wenn es Störungen auf den Transportwegen oder auch politische Differenzen gibt. Vorbereitet werden so Anlagen zur Fertigung von Zellen für Massen­anwen­dungen bis hin zu Hochleistungs-Systemen.

Dabei hofft man natürlich auch darauf, dass der Aufbau der Fertigung mit Steuergeldern unterstützt wird. Die EU hat generell bereits ein Förderprogramm angeschoben, mit dem die Akku-Fertigung in Europa angeschoben werden soll. In Deutschland gibt es bereits mehrere entsprechende Projekte, so dass durchaus ein beträchtlicher Anteil der Subventionen hierzulande an Unternehmen fließen dürfte.

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