Galaxy S22: Samsung verzichtet mangels Mehrwert auf ToF-Sensor

Roland Quandt am 19.04.2021 15:16 Uhr
Die sogenannten Time-of-Flight-Sensoren sind bei vielen, meist teureren Smartphone-Modellen seit einigen Jahren häufiger anzutreffen. Auch Samsung hatte die Galaxy S-Serie teilweise damit ausgerüstet. Weil der spezielle Sensor jedoch wenig "Nutzen" haben soll, kehrt er nicht zurück.

Wie das koreanische Portal ETNews von Quellen aus dem Umfeld von Samsungs Mobilgerätesparte erfahren haben will, hat sich das Entwickler-Team für die High-End-Smartphones des Herstellers gegen die erneute Verwendung von Time-of-Flight-Sensoren (ToF) entschieden. Ursprünglich habe es entsprechende Überlegungen rund um mindestens ein Modell der kommenden Galaxy "S22"-Serie gegeben, heißt es.

ToF-Sensoren verschwinden wieder, Nutzen fraglich

Samsung hatte 2018 wie einige andere Hersteller begonnen, ToF-Sensoren zum Kamera-System seiner Oberklasse-Smartphones hinzuzufügen. Die Sensoren messen normalerweise die Zeit, die Licht benötigt, um von einem Objekt reflektiert zu werden und sollen so zusätzliche Informationen zur Steuerung des Autofokus und anderer Kamerafunktionen liefern. Mit dem Samsung Galaxy Note20 und später auch dem Galaxy S21 endete allerdings ihr Einsatz in Samsung-Smartphones.

In den letzten Monaten soll es bei Samsung aber Erwägungen gegeben haben, die ToF-Sensoren wieder bei der nächsten Serie von High-End-Modellen einzuführen. Jüngst habe sich Samsung jedoch entschieden, auf eine solche Ausstattung zu verzichten, auch weil die Kunden "nicht schlecht" auf den Wegfall des ToF-Sensors bei den zuletzt eingeführten Smartphones der S21-Serie reagiert hätten.

Einer der Gründe dafür, dass Samsung überhaupt in Betracht zog, die Sensortechnik wieder zu verwenden, lag angeblich auch in Apples Entscheidung, einige Varianten des iPhone 12 damit auszustatten. Weil sich aber "keine klaren Vorteile ergeben" haben sollen, sei dann aber doch die Verzichtsentscheidung gefallen, so der Bericht.

ToF-Sensoren ermöglichen unter anderem eine bessere, genauere Berechnung von Tiefeneffekten, wenn es zum Beispiel um Fotos im Porträtmodus geht. Auch für Augmented-Reality-Anwendungen sind die nützlich. Allerdings kann die Verarbeitung von Daten der häufig verbauten Zusatzkameras in Verbindung mit verbesserten Autofokus-Systemen und entsprechender Software häufig ähnlich gute Resultate liefern.

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